vergrößernverkleinern
Nürnbergs Schweizer Daniel Gygax (r.) markierte den 2:2-Endstand © imago

Im Spiel eins nach von Heesen liegt Nürnberg gegen Aachen früh mit zwei Toren hinten, erkämpft sich aber noch einen Punkt.

Nürnberg - Drei Tage nach dem Rücktritt von Trainer Thomas von Heesen musste der 1. FC Nürnberg in der Zweiten Bundesliga die nächste Enttäuschung hinnehmen.

Der Pokalsieger von 2007 kam mit Interimstrainer Michael Oenning auf der Bank gegen Alemannia Aachen nicht über ein 2:2 (0:2) hinaus.

Immerhin zeigte der Bundesliga-Absteiger Moral und holte nach einem 0:2-Rückstand noch hochverdient einen Punkt.

"Eine gefühlte Niederlage"

"Wir wollten mit Begeisterung und Leidenschaft auftreten, das ist uns gelungen. Leider heißt das nicht, dass man ein Spiel dann auch gewinnt", sagte Oenning: "Es spricht für die Mannschaft, dass sie zurückgekommen ist. Am Ende ist das Unentschieden unglücklich. Obwohl, wenn man beide Halbzeiten betrachtet, wäre ein Sieg vielleicht vermessen gewesen."

Torjäger Christian Eigler sah das anders. "Das Unentschieden ist eine gefühlte Niederlage. Wir hätten ein, zwei Tore mehr machen müssen, denn wir hatten gute Chancen", sagte der Ex-Bielefelder.

Gäste-Coach Jürgen Seeberger war hingegen zufrieden. "Anfangs haben wir etwas glücklich agiert und zwei Chancen eiskalt zu Toren gemacht. Der Club hatte in der zweiten Halbzeit nichts mehr zu verlieren, so sind die Nürnberger dann auch aufgetreten", sagte der Aachen-Coach: "Am Ende sind wir glücklich, dass wir das Unentschieden über die Runden gebracht haben."

Glückliche Führung

Seyi Olajengbesi (17.) und Benjamin Auer (29.) sorgten vor der Pause für die glückliche Gästeführung.

Doch nach einer Leistungssteigerung in der zweiten Halbzeit erzielten Christian Eigler (49.) und Daniel Gygax (68.) die Treffer zum Ausgleich.

Angelos Charisteas verpasste in der 79. Minute den möglichen Siegtreffer der Nürnberger, als er mit seinem Kopfball nur den Innenpfosten traf.

Boakye vergibt die Führung

Vor der Pause bestimmte der Club zwar über weite Strecken das Spiel, konnte allerdings mehrere hervorragende Chancen nicht nutzen.

Die beste vereitelte Olajengbesi, der kurz vor seinem Führungstreffer mit einer spektakulären Rettungstat auf der Linie gegen Isaac Boakye klärte.

Leistungssteigerung in Hälfte zwei

In der zweiten Halbzeit verstärkte Nürnberg den Druck und verhinderte noch den zweiten Saisonsieg der Alemannia.

Beste Spieler beim Club waren Dominik Reinhardt und Peer Kluge. Bei den Gästen ragten Olajengbesi und Reiner Plaßhenrich heraus.

teilentwitternteilenE-MailKommentare
Bitte bewerten Sie diesen Artikel