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Der Druck nimmt zu: Münchens Coach Marco Kurz muss um seinen Job bangen © imago

1860 kämpft sich trotz Unterzahl in Ahlen zurück ins SpieI. In letzter Minute schockt dann Wücks Joker die Münchner.

Ahlen - 1860 München wartet weiter auf den ersten Punktgewinn.

Die Mannschaft von Trainer Marco Kurz verlor am dritten Spieltag beim Aufsteiger Rot-Weiß Ahlen 1:2 (0:0).

Die Gastgeber erhöhten mit ihrem zweiten Heimsieg vor 4223 Zuschauern ihre Bilanz auf sechs Zähler, die Löwen bleiben Schlusslicht.

"Trotz Unterzahl sind wir zurückgekommen. Das zeigt mir, dass die Moral der Mannschaft intakt ist", sagte Kurz. "Es war bezeichnend für unsere momentane Situation, dass wir ausgerechnet in der letzten Minute das Gegentor schlucken müssen."

"Es wird sicher nicht ruhiger bei uns"

Mit der dritten Pleite in Folge "wird es sicher nicht ruhiger bei uns", sagte der 39-Jährige. Rückendeckung bekam er von seinem Kapitän.

"Wir stehen hundertprozentig zum Trainer. Ich bin absolut überzeugt, dass wir gemeinsam die Situation meistern werden", sagte Daniel Bierofka: "Uns können jetzt nur Erfolge weiterhelfen - wie, das ist egal. Wir sind jetzt ganz unten, es kann also nur aufwärts gehen."

Ahlens Trainer Christian Wück war verständlicherweise glücklich über den Last-Minute-Sieg. "Nach dem 1:1 habe ich nicht mehr an den Sieg geglaubt. Unser Tor war ein Zufallstreffer, das Tor von Sechzig ebenfalls", sagte der Coach:

"Es wäre also ein gerechtes Unentschieden gewesen. Heute hat man gesehen, dass wir noch sehr viel lernen müssen. Wenn wir in dieser Lernphase wie heute mit sehr viel Glück gewinnen, dann sind das für uns Bonuspunkte."

Miletic trifft zur Führung

Das 1:0 erzielte Marinko Miletic in der 56. Minute. Bei der Hereingabe von Miletic irritierte Phillip Heithölter am kurzen Pfosten den TSV-Keeper Philipp Tschauner und der Ball ging unberührt am langen Pfosten ins Netz.

Daniel Bierofka erzielte zwar in der 84. Minuten den Ausgleich, doch Rene Müller besiegelte die dritte Münchner Pleite (90.+1).

Rot für Beda

In der 69. Minute hatte bei den Gästen zudem Mathieu Beda die Rote Karte wegen einer Notbremse gegen Lars Toborg gesehen, ein katastrophaler Fehlpass von Sven Bender hatte zu der Situation geführt.

In der ersten Halbzeit hatten die Löwen das Geschehen bestimmt, nutzten aber ihre Gelegenheiten nicht.

Bierofka und Tschauner stark

In der 33. Minute beispielsweise brachte Torben Hoffmann einen Kopfball aus Nahdistanz nicht an Ahlens Keeper Dirk Langerbein vorbei.

Im zweiten Abschnitt steigerten sich die Gastgeber, die in Miletic und Heithölter ihre besten Akteure hatten. Beim TSV 1860 überzeugten Tschauner und Bierofka.

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