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Im Hinspiel siegten Sven Benders Löwen mit 1:0 gegen Finn Bartels Rostocker © getty

1860 München rutscht bei einer Niederlage gegen Rostock immer tiefer unten rein. In Lautern gilt das Motto "Jetzt erst recht".

Von Andreas Kloo

München - Mit großer Motivation war Uwe Wolf bei Amtsantritt an seine Aufgabe herangegangen. Er wollte den "Löwen" neues Leben einhauchen.

Nach den ersten Spielen schien es so, als würde dies dem 41-Jährigen auch gelingen. Mit 5:1 fegte 1860 München den FC St. Pauli vom Platz, gewann in Ingolstadt mit 2:3.

Doch in den nachfolgenden sieben Spielen gelang den "Weiß-Blauen" kein Sieg mehr, so dass 1860 vor der Partie gegen Rostock (ab 17.45 Uhr LIVE )wieder um den Klassenerhalt und Wolf um seinen Job bangen muss.

"Löwen" im Kurz-Trainingslager

"Wir haben zwar noch vier Spiele vor der Brust", sagt Verteidiger Torben Hoffmann, "aber das ist ein ganz entscheidendes Spiel."

Vier Punkte beträgt der Vorsprung auf den Relegationsplatz nur noch. Bei einer Niederlage gegen Rostock wird es eng. Bezeichnend für den Ernst der Lage: Sportdirektor Miroslav Stevic fuhr mit ins Kurz-Trainingslager nach Miesbach, um die Arbeit Wolfs "intensiv zu begleiten."

Zu allem Übel fällt gegen Rostock auch noch Torhüter Michael Hofmann wegen Rückenproblemen aus. Für den Routinier kehrt Philipp Tschauner zwischen die Pfosten zurück.

Fraglich ist auch noch der Einsatz der Bender-Zwillinge, die beide seit dem Augsburg-Spiel angeschlagen sind.

Hansa hat einen Lauf

Ganz anders die Stimmung in Rostock. Das 5:1 gegen Kaiserslautern am letzten Spieltag war der Höhepunkt einer fulminanten Aufholjagd.

Seit Andreas Zachhuber den Trainerposten in Rostock übernommen hat, verlor Hansa kein einziges der sieben Spiele und steht mittlerweile sogar auf einem Nichtabstiegsrang.

In der Allianz Arena will der Erfolgscoach seine Serie fortsetzen. "Momentan haben die Münchener zwar die bessere Ausgangsposition, aber vielleicht sieht das nach dem Spiel ja schon anders aus. Wir würden natürlich auch dort gern drei Punkte machen."

Auch personell geht es den Norddeutschen besser als dem Konkurrenten aus dem Süden. Bis auf die Langzeitverletzten Wächterm Morais und Rathgeb kann Zachhuber aus dem Vollen schöpfen.

Die weiteren Spiele im Überblick:

Kaiserslautern - Augsburg

Der Betzenberg bebte diese Woche mal wieder. Mit der Entlassung von Trainer Milan Sasic hatten nur "Insider" gerechnet. (Lautern feuert Sasic)

Nun stellt sich die Frage, wie sich der Trainerwechsel auswirkt. Bekommt die Mannschaft des Tabellensechsten dadurch noch einmal einen Schub, um den Aufstieg doch noch zu realisieren? Interimscoach Alois Schwartz ist davon überzeugt: "Die Mannschaft hat Qualität. Sie kann es packen!"

Allerdings fehlen dem Team gegen Augsburg einige wichtige Spieler. Torhüter Tobias Sippel erlitt einen Muskelfaserriss und wird durch Luis Robles ersetzt. Srdjan Lakic und Aimen Demai fehlen ebenso wie der gelbgesperrte Florian Dick.

In der Rückrunde ohne Auswärtsieg

Der FCA würde mit einem Erfolg in der Pfalz den Klassenerhalt perfekt machen. Doch die Rückrunden-Bilanz spricht nicht unbedingt für die Schwaben. In der Fremde gelang Augsburg nach der Winterpause noch kein Sieg.

Auch Trainer Jos Luhukay weiß um die Schwere der Aufgabe: "Es ist nicht leicht, aber keineswegs unlösbar. Dabei ist es auch egal wie der Gegner aufläuft. Sie werden mit Herz, Leidenschaft und Kampf vor einer tollen Kulisse zur Sache gehen. Für uns heißt das, sich nicht verunsichern zu lassen, den Gegner versuchen in seine Schranken zu verweisen und selbst intitiativ zu werden."

Im Angriff ist Luhukays Team wieder auf die Qualitäten von Michael Thurk angewiesen. Stürmerkollege Imre Szabics wird wohl wegen Sehnenproblemen ausfallen.

Osnabrück - Aachen

Für beide Teams ist ein Sieg Pflicht. Alles ist gerichtet für ein heißes Match. Das Stadion an der Bremer Brücke ist mit 15.000 Zuschauern ausverkauft.

"Es wird ein hoch explosives Spiel, in dem beide Mannschaften auf Sieg spielen werden", ist sich Trainer Jürgen Seeberger sicher.

Aachen kann bei einem Sieg mit dem Tabellendritten aus Nürnberg gleichziehen, Osnabrück braucht dringend einen Heimdreierm, um Relegationsplatz 16 verlassen zu können. (DATENCENTER: Ergebnisse und Tabelle)

Alemannia-Stürmer Markus Daun steht dabei nach dreimonatiger Verletzungspause vor seinem Comeback.

Osnabrücks Trainer "Pele" Wollitz setzt voll auf seine wieder gefestigte Defensive. In den letzten beiden Partien bleib der VfL ohne Gegentor.

FSV Frankfurt - MSV Duisburg

Die Hessen haben bei einem Sieg den Klassenerhalt so gut wie in der Tasche, der MSV dagegen muss bei einer Niederlage alle Aufstiegsträume ad acta legen.

Der 2:0-Erfolg gegen Fürth aber gab den "Zebras" noch einmal Auftrieb.

"Wir wollen die beiden nächsten Spiele unbedingt gewinnen, um dann vielleicht noch mal oben rein zu rutschen", lautet die Parole von Trainer Peter Neururer.

Er muss allerdings in Frankfurt auf Änis Ben-Hatira verzichten. Der Siegtorschütze erlitt gegen Fürth eine Prellung am Augapfel.

Neurures Gegenüber Thomas Oral fehlen gleich beide Innenverteidiger. Für Markus Husterer (Außenbandeinriss) und Alexander Klitzpera (Glebsperre) werden Angelo Barletta und Daniel Schumann spielen.

Oberhausen - Wehen Wiesbaden

Während Aufsteiger Rot-Weiß Oberhausen bei einem Sieg endgültig gerettet ist, kann sich Wehen nur noch bei einem Sieg Hoffnungen machen. Und selbst diese wären nur noch theoretischer Natur.

Bei Oberhausen fallen Ferhat Kiskanc und Jamal Gay aus. Wehen muss ohne Thorsten Barg und Sascha Amstätter antreten.

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