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Freiburg könnte bereits am Sonntag mit Robin Dutt den dritten Bundesliga-Aufstieg feiern © getty

Die beiden Trainer gehen unterschiedlich an das Frankenderby heran. Sollte der Club patzen, könnte Freiburg bereits aufsteigen.

Von Felix Götz

Lange hatte das Frankenderby zwischen Greuther Fürth und dem 1. FC Nürnberg (So., ab 13.45 Uhr LIVE) nicht mehr so viel Brisanz.

Ging es in den letzten Partien meist "lediglich" um das Prestige, so geht es jetzt um alles - den Aufstieg in die Bundesliga. (DATENCENTER: Tabelle)

Und das nicht nur für die fränkischen Nachbarn. Sollte der Club nicht in Fürth gewinnen, würde der SC Freiburg mit einem Sieg in Koblenz den Aufstieg in die Bundesliga vorzeitig klar machen.

Doch der Club steht selber auf dem Relegationsplatz und hat nichts zu verschenken. Die Fürther lauern dahinter auf Rang fünf.

"Dass wir jetzt ausgerechnet gegen den 1. FC Nürnberg antreten, ist Pech für den Club. Meine Spieler sind elektrisiert und fiebern der Partie entgegen", sagte Fürths Trainer Benno Möhlmann. (Trainerportrait)

"Im Derby gibt es kein Remis"

Ein Remis würde alle Möglichkeiten offen halten. Aber von dieser Variante hält der 54-Jährige nichts: "Im Derby gibt es kein Unentschieden. Gegen Nürnberg gibt es nur Sieg oder Niederlage."

Während Möhlmann ein paar Giftpfeile in die Nachbarstadt schickte, gab sich Nürnbergs Coach Michael Oenning recht zurückhaltend.

"Wir werden versuchen, das Spiel zu gewinnen, weil es ein entscheidendes Ausrufezeichen für die letzten drei Begegnungen wäre", sagte der 43-Jährige.

Boakye und Mintal gesperrt

Während die "Kleeblätter" nur auf den gelbgesperrten Jan Mauersberger und Thomas Wörle (Trainingsrückstand) verzichten müssen, fallen beim Club gleich vier Spieler aus.

Kapitän Andreas Wolf (Meniskus-OP) und Mike Frantz (Probleme an der Hüfte) fehlen verletzt. Marek Mintal und Isaac Boakye müssen ihre Rotsperren absitzen.

TuS Koblenz - SC Freiburg

Die Voraussetzungen könnten kaum unterschiedlicher sein: Während die Breisgauer mit neun Punkten Vorsprung auf Platz drei bereits am Sonntag aufsteigen können, zittern die Koblenzer seit dem Sieg der Osnabrücker am Freitag gegen Aachen mehr denn je.

Die TuS ist auf den Relegationsplatz abgerutscht und muss nun auch gegen den Spitzenreiter dringend punkten. Trainer Uwe Rapolder fehlen mit David Yelldell, Tayfun Pektürk, Ardijan Djokaj, Darko Maletic und Lars Bender fünf Akteure.

Der SC hat außer Kevin Schlitte alle Mann dabei und hakt die Saison noch nicht ab. "Um ganz sicher zu gehen, fehlen uns noch vier Punkte", sagte Stürmer Tommy Bechmann.

FC St. Pauli - Mainz 05

Da sich Fürth und Nürnberg die Punkte gegenseitig klauen werden hat Mainz die Chance, Boden gut zu machen.

"Wir wollen in Hamburg unsere Auswärtsserie ausbauen und Punkte holen. Punkten ist alles was wir wollen, dazu müssen wir nicht glänzen", stellt FSV-Coach Jörn Andersen, der auf die verletzten Felix Borja und Daniel Gunkel verzichten muss, klar.

Die "Kiez-Kicker" können sich dagegen glücklich schätzen, dass sie den Klassenerhalt bereits seit längerem fast sicher unter Dach und Fach haben. Der Grund: Aus den vergangenen sechs Partien holte das Team von Trainer Holger Stanislawski nur zwei Punkte - eine schauderhafte Quote.

Dazu kommt eine lange Verletztenliste. Mit Marc Gouiffe a Goufan, Filip Trojan, Rouwen Hennings, Rene Schnitzler, Timo Schultz, Marcel Eger, Fabian Boll, David Hoilett und Carsten Rothenbach fallen gleich neun Spieler verletzt oder gesperrt aus.

FC Ingolstadt - Rot-Weiss Ahlen

Das zweite Spiel unter dem neuen Trainer Horst Köppel ist für die "Schanzer" bereits ein Finale. "Ein Sieg ist ganz klar Pflicht", sagte der frühere Mönchengladbacher im Sport1.de-Interview.

Die Ingolstädter haben bereits sieben Punkte Rückstand auf den Relegationsplatz. Bitter für die Bayern: Heiko Gerber (Rotsperre), Vratislav Lokvenc (Wadenverletzung) und Necat Aygün stehen nicht zur Verfügung.

Die Ahlener haben am vergangenen Wochenende nach sechs sieglosen Spielen einen enorm wichtigen Dreier gegen St. Pauli eingefahren, haben aber nur zwei Punkte Vorsprung auf Rang 16.

Den Ahlenern fehlen die verletzten Marinko Miletic, Martin Stahlberg, Daniel Thioune, Dino Djulbic und Rene Müller. Zudem muss Kevin Großkreutz eine Gelbsperre absitzen.

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