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Nürnbergs Christian Eigler (l.) konnte sich nur selten in Szene setzen © getty

In einem spannenden, aber keineswegs hochklassigen Derby teilen sich Nürnberg und Fürth die Punkte. Der Club bleibt auf Rang 3.

Fürth - Der 1. FC Nürnberg hat im 253. Frankenderby einen weiteren kleinen Schritt in Richtung Bundesliga gemacht und den Aufstiegsträumen des ungeliebten Nachbarn Greuther Fürth einen Dämpfer verpasst.

Die Mannschaft von Coach Michael Oenning erkämpfte sich im ältesten Nachbarschaftsduell des deutschen Fußballs bei den Kleeblättern ein 1:1 (0:0) und wahrte so die Chance auf die direkte Rückkehr ins Oberhaus über die Relegation.

Fürth dagegen muss beim Kampf um den Relegationsplatz unbedingt dreifach punkten, entscheidende Bedeutung kommt am 33. Spieltag der Partie gegen Mainz zu.

Dario Vidosic brachte den Club mit seinem dritten Saisontor in Führung (47.), doch Stefan Reisinger gelang mit seinem zwölften Tor noch der Ausgleich (57.).

Mäßiges Niveau

15.700 Zuschauer im Ronhof sahen ein spannendes, jedoch selten hochklassiges Spiel.

"Ein leistungsgerechtes Unentschieden", urteilte Club-Trainer Michael Oenning.

Auch der Fürther Coach Benno Möhlmann meinte, dass das Remis in Ordnung gehe.

Zum Aufstiegsrennen sagte Möhlmann: "Der Club ist weiter einen Punkt vor uns und hat damit um einen Tick eine bessere Ausgangssituation. Aber unsere Situation hat sich nicht verschlechtert, dank der Niederlage von Mainz (0:2 gegen St. Pauli, d.Red) sogar verbessert."

Zwei Tore aberkannt

Beide Seiten gingen engagiert zu Werke, und die harte Gangart forderte schon nach zehn Minuten ihr erstes Opfer, als Fürths Bernd Nehrig verletzt raus musste.

Die SpVgg hatte dennoch in der ersten Hälfte mehr vom Spiel und auch die besseren Torchancen.

Zweimal hatten die Anhänger in Grün gar schon den Torjubel auf den Lippen.

Zunächst staubte Stefan Reisinger nach einem abgewehrten Schuss von Charles Takyi ab, stand dabei allerdings im Abseits.

Dann drückte Takyi die Kugel per Kopf ins Tor, doch Schiedsrichter Guido Winkmann (Kerken) hatte zuvor ein Foul des guten Mittelfeldspielers gesehen und versagte dem Treffer zu Unrecht die Anerkennung.

Bieler bereitet Führung vor

Kurz vor der Pause scheiterte Asen Karaslavov aus vier Metern am gut reagierenden FCN-Keeper Raphael Schäfer.

Nürnberg hatte nicht viel mehr zu bieten als zwei verpasste Chancen von Vidosic, die gesperrten Torjäger Marek Mintal und Isaac Bokaye wurden lange sehr vermisst - bis Vidosic unmittelbar nach dem Seitenwechsel doch traf.

Nach einem Freistoß von Pascal Bieler schob er aus fünf Metern ein.

Reisinger sorgt für Ausgleich

Nürnberg war nun besser im Spiel, doch Fürth gab sich nicht auf und kam verdient zum Ausgleich.

Einen Schuss von Takyi klärte Dominic Maroh noch auf der Linie, doch Reisinger staubte ab.

Nun war wieder die Spielvereinigung am Drücker, aber Nürnberg wehrte sich mit allen Mitteln.

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