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Tommy Bechmann (l.) brachte den Sc Freiburg auf die Siegerstraße © getty

Die Breisgauer siegen bei der TuS Koblenz mit 5:2 und kehren aufgrund der Patzer der Konkurrenz nach vier Jahren ins Oberhaus zurück.

Freiburg - Die Breisgau-Brasilianer zaubern nach vier Jahren Abstinenz wieder in der Bundesliga.

Der SC Freiburg hat durch das 5:2 (2:2) bei der TuS Koblenz und aufgrund der Patzer der Konkurrenz bereits am 31. Spieltag die Meisterschaft und damit die Rückkehr in die Eliteklasse perfekt gemacht.

Für die Freiburger, die als erster Aufsteiger der laufenden Saison feststehen, ist es bereits der vierte Aufstieg ins Oberhaus.

Rund 2000 mitgereiste Freiburger Fans feierten in Koblenz ausgelassen die erneute Zugehörigkeit zu den besten 18 Klubs Deutschlands. Nach Spielende wurden die Stadiontore geöffnet, die Gäste-Anhänger strömten auf den Platz und zelebrierten den Erfolg ihrer Mannschaft.

Ivica Banovic betonte: "Wir haben für diesen Erfolg hart gearbeitet und sind verdient aufgestiegen. Das ist ein super Tag."

"Wir sind dann mal oben"

Die SC-Spieler hatten ebenso wie Dutt nach dem Erfolg T-Shirts mit der Aufschrift "Wir sind dann mal oben" übergestreift. Außerdem gab es Sektduschen, in der Kabine wurde die Bierkisten geleert. Die Rückkehr der Breisgauer in die Eliteklasse war seit dem furiosen Start in die Rückrunde mit sechs Siegen in Folge zu keinem Zeitpunkt mehr gefährdet.

So eine Serie hatte der SC zuletzt in der Aufstiegssaison 1997/98 unter Trainer Volker Finke hingelegt. Von Finke, der bis zum Jahr 2007 insgesamt 16 Jahre die Geschicke der Südbadener bestimmt hatte, spricht in Freiburg mittelweile allerdings kaum noch jemand.

Inzwischen wird rund um die Dreisam bereits von der neuen Ära unter Dutt gesprochen. Der 44-Jährige formte Freiburg in seinem zweiten Jahr beim SC zum Spitzenteam der 2. Liga. Als Spieler war Dutt nie über die Niederungen des Amateurfußballs hinausgekommen.

Dutt der Held

Den Fußballlehrerlehrgang beim DFB hatte er 2005 als Lehrgangsbester mit der Gesamtnote 1,4 abgeschlossen.

Auch die Verantwortlichen der Freiburger um Präsident Achim Stocker sind mit dem Finke-Nachfolger mehr als zufrieden. Schließlich wurde der Vertrag Dutts schon in seinem ersten Jahr aufgrund der guten Zusammenarbeit bis 2010 verlängert.

Trotz der erfolgreichen Arbeit Dutts weiß Stocker, dass das Abenteuer Bundesliga für den SC auch schnell vorbei sein kann.

"Die erste Liga könnte wieder eine temporäre Angelegenheit für uns sein. Bei aller Freude wissen das auch unsere Fans. Wir sind gegenüber den großen Vereinen nur bedingt konkurrenzfähig", sagte der Klub-Chef.

Personalplanungen auf Hochtouren

Trotz dieses pessimistischen Ausblicks, in der Bundesliga bestehen zu können, laufen die personellen Planungen der Verantwortlichen bereits auf Hochtouren. Dabei haben die Freiburger unter anderem Offensivspieler Fin Bartels von Hansa Rostock im Auge.

Vor 11.305 Zuschauern im Stadion Oberwerth trafen der Franzose Jonathan Jäger (6.), Kapitän Heiko Butscher (15.), Tommy Bechmann (60.), Mohamadou Idrissou (74.) und Witalij Rodijonow (85.) für die Freiburger. Zoltan Stieber (2.) und Emmanuel Krontiris (33.) waren für die Gastgeber erfolgreich.

Bechmanns Tor sorgt für Vorentscheidung

In der ersten Hälfte entwickelte sich von Beginn an eine turbulente und hochklassige Partie. Neben den vier Treffern erarbeiteten sich beide Mannschaften, die durch Engagement und Laufbereitschaft überzeugen konnten, noch zahlreiche weitere gute Möglichkeiten.

Auch nach dem Seitenwechsel spielten beide Teams auf Sieg.

Während die Koblenzer zunächst Pech im Abschluss hatten, erzielte Bechmann sein siebtes Saisontor und brachte die Gäste damit erneut in Führung und endgültig auf die Siegerstraße.

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