Der SC Freiburg springt zurück in die Bundesliga. Zu verdanken hat der Klub das auch seinem sehr akribisch arbeitenden Trainer.

Gratulation und großes Kompliment an Freiburg!

Der Sportclub ist wieder erstklassig und das hoch verdient.

Der Spruch, den die Freiburger auf ihren Jubeltrikots präsentierten, klingt so leicht dahin gesagt: "Wir sind dann mal oben".

Aber wer das Buch von Hape Kerkeling "Ich bin dann mal weg" gelesen hat, der weiß, was für eine lange Wegstrecke man für ein großes Ziel zurücklegen muss.

Egal, ob als Pilger nach Santiago de Compostela oder eben auf dem Weg in die Erste Liga.


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Angeführt hat die Breisgauer Robin Dutt.

Der Coach, der auf Trainerdenkmal Volker Finke folgte. Der Fußball-Lehrer, der in seiner aktiven Laufbahn nie höher spielte als Bezirksliga. Und natürlich der Nobody, von dem manch einer zu Beginn seiner Zeit in Freiburg naserümpfend sagte: "Der kann es nicht."

Dutt bewies das Gegenteil.

Der 44-Jährige formte eine Mannschaft, die zum einen mit vielen jungen Spielern gespickt für die "Freiburger Schule" steht. Zugleich setzte Dutt auf Kämpfer wie Kapitän Heiko Butscher, ohne die man in der Zweiten Liga nicht bestehen kann.

16 Jahre währte in Freiburg die Ära Finke.

Dutt ist auf dem besten Weg, wie sein Vorgänger Großes aufzubauen.

Seine ruhige, bescheidene Art überzeugt genauso wie seine Fähigkeit, die Mannschaft zu motivieren. Von Anfang an durfte in Freiburg offen vom Ziel Aufstieg gesprochen werden.

Freiburgs Präsident Achim Stocker dürfte Dutt weiterhin die Freiräume geben. Um die wirtschaftliche Basis seines Klubs weiß Stocker genau, sprach vor kurzem von einer " temporären Angelegenheit", als es um das Abenteuer Bundesliga ging.

Das zeugt von wohltuendem Realismus und nimmt den Druck von den Beteiligten.

Dass die Freiburger nach einem Fehlstart und sieben Spielen wie Gladbach den Trainer rauswerfen, ist nahezu ausgeschlossen.

Freiburg steht für Kontinuität.

Und spielerisch darf sich die Liga sowieso auf die "Breisgau-Brasilianer" freuen.

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