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Uwe Wolf ist seit Februar Cheftrainer der Löwen - seitdem geht es bergab © getty

In der englischen Woche müssen die Sechziger im Abstiegskampf gegen Wehen punkten. Lautern und Aachen schielen weiter auf Liga 1.

Von Björn Seitner

München - 1860 München gerät langsam aber sicher in den Abstiegsstrudel der Zweiten Liga.

Bei einer ähnlichen Vorstellung wie beim 3:3-Unentschieden gegen Hansa Rostock, in dem Sascha Rösler in der Nachspielzeit per Freistoß den glücklichen Ausgleich erzielte, ist ein Sieg bei Tabellenschlusslicht SV Wehen Wiesbaden (Di., ab 17.30 Uhr LIVE) keineswegs sicher.

Denn die Hessen, die mit zehn Punkten Rückstand bereits als Absteiger feststehen, wollen sich gebührend aus dem Unterhaus verabschieden.

"Wir wollen mit einem Sieg unsere Situation weiter verbessern und am Saisonende noch auf den 17. Tabellenplatz kommen", sagte Teamchef Sandro Schwarz.

Für Wehen sieht die Zukunft nicht rosig aus: Außer Sascha Amstätter besitzt derzeit noch kein Aktiver einen Vertrag für die Dritte Liga. Stürmer Dominik Stroh-Engel war der erste Spieler, der zugesagt und seinen Vertrag bis 2011 verlängert hat.

Wolf stärkt Tschauner den Rücken

Bei den "Löwen" hat sich in der Rückrunde so ziemlich alles zum Schlechten gewendet.

In der Hinrunde stellte man noch die beste Hintermannschaft (17 Gegentore), seit dem 18. Spieltag trafen die Gegner bereits 26 Mal. Dies liegt sicherlich auch am Ausfall von Stammtorhüter Michael Hofmann, der auch gegen Wiesbaden fehlen wird.

1860-Coach Uwe Wolf stärkt seiner momentanen Nummer 1 aber den Rücken: "Ich habe in Philipp Tschauner vollstes Vertrauen."

Neben Hofmann fehlen weiterhin die langzeitverletzten Markus Schroth, Daniel Bierofka, Antonio Di Salvo, Benjamin Schwarz, sowie die Bender-Zwillinge Lars und Sven.

Drei Punkte oder Abstiegskampf

Holen die Münchener nach acht sieglosen Spielen einen Dreier, dürften die Abstiegs-Diskussionen, mit dann 40 Punkten, beendet sein.

Ein Erfolg ist auch zwingend notwendig, denn in den beiden letzten Partien warten die Aufstiegsaspiranten Aachen und Nürnberg. (DATENCENTER: Ergebnisse und Tabelle)

Gelingt dem Gastgeber jedoch ein ähnliches Kunststück wie beim 3:3-Hinspiel in der Allianz Arena - damals holte Wehen einen 0:3-Rückstand innerhalt von 17 Minuten auf - wäre 1860 mittendrin im Abstiegskampf.

Das wiederrum dürfte Ewald Lienen nicht gefallen. Der Ex-Gladbacher steht vor einem Vertragsabschluss als neuer Sechziger-Trainer - aber nur wenn die Klasse gehalten wird.

Die Spiele am Dienstag im Überblick:

Alemannia Aachen - 1. FC Kaiserslautern (Hinspiel 1:1):

Im Aufstiegs-Duell der Zweiten Liga erwartet der sechstplatzierte Aachen den Tabellennachbarn Kaiserslautern.

Für die Aachener ist es die letzte Chance: Mit einem Sieg würden sie an den um drei Punkte besser platzierten Pfälzern aufgrund des besseren Torverhältnisses vorbeiziehen.

Doch der Siegeswille scheint nach dem 1:2 bei Osnabrück verloren gegangen zu sein. Christian Fiel erklärte: "Wir hätten noch eine Chance gehabt, wenn wir gewonnen hätten."

Der FCK schöpft mehr Hoffnung. Wie Trainer Alois Schwartz weiß, ist erst ein Platz vergeben, "die Plätze zwei und drei sind offen".

Hansa Rostock - FC Augsburg (Hinspiel 0:2):

Der FC Augsburg kann sich mit einem Sieg bei Hansa Rostock den Klassenerhalt sichern.

Tobias Werner und Patrick Mölzl nach ihrer Gelbsperre wieder in die Startelf zurück.

Die Norddeutschen dagegen, die mit nur einem Zähler vor dem Relegationsplatz immer noch akut abstiegsbedroht sind, wollen ihre Erfolgsserie von zuletzt acht Spielen ohne Niederlage ausbauen.

Trainer Zachhuber hat dennoch einen möglichen Abschied angedeutet.

Er weiß aber, was wichtiger ist und hat die Vertragsgespräche "nach hinten gestellt. Ich will erst den Klassenverbleib mit der Mannschaft perfekt machen".

MSV Duisburg - Rot-Weiß Oberhausen (Hinspiel 3:0):

Im vierten Dienstagsspiel trifft der MSV Duisburg zu Hause auf Rot-Weiß Oberhausen.

"Grauenvoll", nannte Peter Neururer seine Duisburger beim 0:0 gegen Frankfurt und kündigte personelle Konsequenzen an.

Die Gäste von Trainer Jürgen Luginger sind nach der 0:1-Niederlage gehen Wehen motiviert: "Jetzt holen wir die Punkte eben in Duisburg", formulierte Mittelfeldspieler Daniel Embers gegenüber dem "kicker".

Vor allem müssen die Oberhausener die Überheblichkeit, die sie gegen Wehen an den Tag legten, abstreifen, um den ersten Dreier seit sieben sieglosen Spielen zu ergattern.

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