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Philipp Tschauner wechselte 2006 von Nürnberg zu 1860 München © getty

1860 München steckt nach dem 0:0 in Wehen weiter im Abstiegskampf. Die Anhänger sprechen wüste Beschimpfungen gegen die Spieler aus.

Wiesbaden - Das Zittern nimmt für 1860 München kein Ende.

Am 32. Spieltag kamen die "Löwen" selbst beim ersten Absteiger SV Wehen Wiesbaden nicht über ein 0:0 hinaus und müssen nach dem neunten Spiel in Folge ohne Sieg weiter um den Klassenerhalt bangen.

"Dann schlagen wir euch tot"

Die mitgereisten Münchner Fans gingen danach auf die Barrikaden und drohten den Spielern dabei sogar Gewalt an.

"Wenn ihr absteigt, schlagen wir euch alle tot", skandierten sie und schickten die in Richtung Fan-Block gegangenen Akteure wieder weg.

Durch den Punktgewinn baut 1860 den Abstand auf den Relegationsplatz allerdings zumindest bis Mittwoch auf vier Punkte aus.

Lauth und Stevic zeigen Verständnis

"Verständlich, dass die Fans sauer sind", meinte Kapitän Benny Lauth. "Ähnlich äußerte sich Sportdirektor Miroslav Stevic.

"Jeder Fan hat das Recht, unzufrieden zu sein", sagte er. "Aber wir brauchen die Fans jetzt mehr denn je. Nur so ist das Minimalziel noch zu erreichen, die Saison zu retten."

Ziel sei es nun, mit einem Heimsieg gegen Alemannia Aachen am Sonntag das Abstiegsgespenst zu vertreiben. "Es wurde immer vom Endspiel geredet, jetzt haben wir es am Sonntag gegen Aachen", so Stevic.

Trainer Uwe Wolf, der nun sogar noch vor Saisonende um seinen Job bangen muss, erklärte: "Wir müssen alle Kräfte bündeln, dann werden wir gegen Aachen den Sack zumachen."

Spiel auf schwachem Niveau

6020 Zuschauer sahen ein Spiel auf schwachem Niveau, insbesondere die Gäste boten eine enttäuschende Leistung.

Nach Münchner Chancen von Michael Schick (10.) und Benjamin Lauth (18.) hatte Wehen das Spiel unter Kontrolle und kam durch Aykut Öztürk zur besten Chance.

Der Stürmer traf nach einer Einzelaktion die Unterkante der Latte des Gästetores (55.).

Zwei 1860-Pfostentreffer

In der Schlussphase hätten dann die "Löwen" die Partie entscheiden können, doch unmittelbar hintereinander trafen Manuel Schäffler und Fabian Johnson nur den Pfosten (77.).

Beste Spieler des SV Wehen Wiesbaden, der trotz des feststehenden Abstiegs engagiert kämpfte, waren Öztürk und Benjamin Hübner.

Bei 1860 überzeugten Torhüter Philipp Tschauner und Antonio Rukavina.

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