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Stefan Reisinger erzielte im Frankenderby den 1:1-Ausgleich - trifft er auch gegen Freiburg? © getty

Freiburg ist durch, Fürth will wieder auf einen Aufstiegsplatz stürmen. Den will Mainz jedoch gegen Frankfurt verteidigen.

Von Björn Seitner

München - Seit Sonntag steht der SC Freiburg als erster Aufsteiger der Zweiten Liga fest.

Durch das 5:2-Schützenfest in Koblenz liegen die Breisgauer mit zehn Zählern Vorsprung uneinholbar auf Platz eins.

2000 Fans feierten mit Robin Dutt und seinen Mannen im Sportpark Oberwerth. Die restlichen 25.000 wollen mit einem Heimsieg im ausverkauften badenova-Stadion die Aufstiegsfeier nachholen.

Der Gegner (Mi., ab 17.30 Uhr LIVE) ist kein geringerer, als die als "unaufsteigbar" geltenden Fürther.

Alle Jahre wieder

Die Kleeblätter stehen, wie so oft zu diesem Zeitpunkt der Saison, als Vierter knapp auf einem Nichtaufstiegsplatz. Einen Punkt hinter Nürnberg, zwei Punkte hinter Mainz.

Ein ähnliches Negativerlebnis wie 1999 möchten die Franken nicht noch einmal machen: Damals reiste man nach Unterhaching, die vorzeitig ins Oberhaus aufgestiegen waren. "Am Ende haben die uns mit 4:1 zerlegt", blickt Daniel Felgenhauer im "kicker" zurück.

Trainer Benno Möhlmann äußerte in der "FAZ" bedenken: "Ein bisschen Sorge, dass es doch nicht hinhaut, ist in den Köpfen."

Fehlen werden bei den Fürthern Bernd Nehrig, sowie voraussichtlich Sami Allagui (beide mit Oberschenkelproblemen).

"Das bin ich meinen Kollegen schuldig"

Freiburg-Trainer Dutt hat zwar personelle Änderungen angedeutet: "Wenn zwei, drei neue Namen auf dem Platz sein werden, hängt das mit der englischen Woche zusammen." Verspricht aber 100 Prozent Einsatz: "Das bin ich, bei allem spontanen feiern, meinen Kollegen schuldig."

Innenverteidiger Oliver Barth, der gegen Koblenz nach neun Minuten wegen einer Bänderdehnung vom Platz musste, wird definitiv nicht zum Einsatz kommen.

Ungewiss bleibt das Mitwirken der Stürmer Jonathan Jäger und Tommy Bechmann.

FSV hat Minimalziel schon erreicht

Um nicht weniger geht es im Rhein-Main-Derby der Mainzer gegen den FSV Frankfurt.

Frankfurt könnte in den letzten drei Spieltagen schlimmstenfalls noch auf den Relegationsplatz abrutschen.

Ein kleiner Erfolg für Manager Bernd Reisig: "Wir können nicht mehr direkt absteigen. Damit haben wir schon unser Minimalziel erreicht."

Nach der Hinrunde waren die Frankfurter noch Tabellenletzter.

Im Kader werden die Abwehrspieler Daniel Schumann und Markus Husterer, sowie Angreifer Gennadi Blizniuk fehlen.

"Ich will den Rasen brennen sehen"

Feststeht, dass das Duell im Bruchwegstadion ein heißes wird. Mainz-Coach Jörn Andersen erwartet, "dass meine Spieler mit Feuer im Bauch spielen. Ich will den Rasen brennen sehen."

Die "05er" stehen derzeit auf dem zweiten Tabellenplatz, können es sich aber keineswegs leisten locker zu lassen.

Im Abstand von zwei Punkten folgen drei Mannschaften, es ist also noch alles offen. (DATENCENTER: Ergebnisse und Tabelle)

Die weiteren Spiele am Mittwoch im Überblick:

1. FC Nürnberg - VfL Osnabrück:

Nach dem 1:1 im Frankenderby müssen die Nürnberger wieder einen Dreier einfahren. Derzeit rangiert der Club auf Relegationsplatz drei.

Trainer Oenning hat dabei "seit langer Zeit wieder die Qual der Wahl": Isaac Boakye und Marek Mintal kehren nach abgesessenen Rot-Sperren wieder in die Mannschaft zurück.

Er erwartet auch nicht, dass die Osnabrücker "kommen, um uns zu besuchen". Denn die Lila-weißen feierten zuletzt zwei Siege in Folge und stehen mit einem Zähler Vorsprung auf dem letzten Nichtabstiegsplatz.

Rot Weiss Ahlen - TuS Koblenz:

Nach dem 2:0-Erfolg in Ingolstadt kann Ahlen zu Hause gegen Koblenz den Klassenerhalt endgültig perfekt machen.

Rot Weiss hat mit 39 Punkten fünf Zähler Vorsprung auf die TuS, die mit 34 Punkten auf dem Relegationsplatz steht.

Die Koblenzer haben zwar sieben Zähler Vorsprung auf den sicheren Abstiegsplatz, wollen es aber, wie Trainer Uwe Rapolder verlauten ließ, am 34. Spieltag in Ingolstadt nicht zu einem Endspiel kommen lassen.

Marcus Rickert, die derzeitige Koblenzer Nummer eins, muss in Ahlen auf jeden Fall eine deutlich besser Leistung zeigen wie beim 2:5 gegen Freiburg.

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