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Aimen Demai kam 2006 vom 1. FC Saarbrücken nach Kaiserslautern © imago

Ausgerechnet Kaiserslauterns Verteidiger, der bei der Alemannia im Gespräch ist, sorgt mit seinem Eigentor für Aachens Sieg.

Berlin - Der Pechvogel war nach dem Spiel kaum zu trösten. Ausgerechnet Aimen Demai (Spielerportrait) fügte dem 1. FC Kaiserslautern im Aufstiegskampf bei Alemannia Aachen (Spielbericht) einen schmerzhaften Rückschlag zu.

Der Franzose in Diensten der Pfälzer fälschte in der 66. Minute einen Schuss von Florian Müller zum 0:1-Endstand ab.

Pikanterweise ist der Abwehrspieler bei Aachen als Neuzugang im Gespräch.

Demai war sogar bereits in der Kaiserstadt, um sich ein Bild vom Umfeld des Klubs zu machen.

"Müssen die Partie abhaken"

"Natürlich ist diese Niederlage sehr ärgerlich, wir hatten uns so viel vorgenommen", sagte Demai.

Durch die Niederlage blieb Kaiserslautern bei 52 Punkten und verpasste im Kampf um den Aufstieg eine bessere Ausgangsposition.

"Wir müssen die Partie so schnell wie möglich wegstecken und unseren Zuschauern am Sonntag ein gutes Spiel zeigen", sagte Interims-Trainer Alois Schwartz.

Dann geht es zu Hause gegen den MSV Duisburg, am letzten Spieltag tritt der FCK beim bereits aufgestiegenen SC Freiburg an.

Aachen wittert Morgenluft

Aachen indes wittert nach dem Sieg wieder Morgenluft. Mit ebenfalls 52 Punkten wahrte die Alemannia die letzte Chance auf den Aufstieg. (DATENCENTER: Tabelle)

Am Wochenende sind die Westdeutschen zu Gast bei 1860 München.

"Wir sollen in München dafür sorgen, dass es am 34. Spieltag auch sportlich noch um etwas geht", sagte Trainer Jürgen Seeberger.

Am letzten Spieltag findet auf dem Tivoli das letzte Spiel statt. Ein Aufstieg zum Abschied aus dem alt-ehrwürdigen Stadion ist der große Traum der Alemannia.

"Ein verrücktes Spiel"

Hansa Rostock reagierte mit gemischten Gefühlen auf das kuriose 3:3 im Heimspiel gegen den FC Augsburg.

Vor dem Spiel hatten die Mecklenburger einen Sieg fest auf der Rechnung, nach der Partie, in der Hansa ein 0:1 in ein 3:1 verwandelt hatte, dann aber noch den Sieg aus den Händen gab, war Hansas Trainer Andreas Zachhuber auch mit dem Remis zufrieden.

"Ein verrücktes Spiel", sagte "Zacher", der den Dreier Sonntag zu Hause gegen den 1. FC Nürnberg nachholen will.

Bekenntnis hat Bestand

Kein Verständnis hatte Zachhuber für die Spekulationen um seine Zukunft in Rostock.

"Ich habe die Aufregung nicht verstanden. Ich habe schon vor Wochen ein klares Bekenntnis zu Hansa abgegeben. Das hat nach wie vor Bestand", sagte der Coach.

Mit nun neun Spielen ohne Niederlage ist Zachhuber auf dem besten Weg, sein Image als "Retter" zu bestätigen und darf von einer Fortsetzung seines Vertrages über den Sommer 2009 ausgehen - wenn Hansa den Klassenerhalt schafft.

Reichert schwer verletzt

Rot-Weiß Oberhausen musste seinen harterkämpften Punkt beim 1:1 in Duisburg teuer bezahlen.

Kapitän Benjamin Reichert erlitt einen Innenbandriss, Meniskuseinriss und eine Zerrung des vorderen Kreuzbandes im linken Knie.

Reichert muss sich einer Operation unterziehen und fällt sechs Wochen aus.

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