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"Zecke" Neuendorf spielte zuvor sechs Jahre für die Hertha aus Berlin © imago

Der FC Ingolstadt ist in der Rückrunde noch ohne Sieg. Mit St. Pauli kommt die schwächste Auswärtself ins Tuja-Stadion.

Von Björn Seitner

München - Ist es für den FC Ingolstadt gegen den FC St. Pauli (ab 20 Uhr LIVE) nur eine Frage der Ehre, oder glauben sie noch an ihre Minimalchance im Abstiegskampf?

Abwehrspieler Michael Wenczel will jedenfalls noch nicht an den Abstieg denken: "Die Mannschaft ist gewillt, drei Punkte zu holen, und will zeigen, dass sie noch gewinnen kann."

Feststeht: Nach 14 Spielen im Jahr 2009 hat das Team von Horst Köppel den Platz noch nie als Sieger verlassen und so wollen sich die "Schanzer" natürlich nicht verabschieden.

Derzeit steht man mit 27 Zählern auf dem 17. Tabellenplatz der Zweiten Liga und hat satte acht Punkte Rückstand auf den VfL Osnabrück, der den Relegationsplatz besetzt. (DATENCENTER: Ergebnisse und Tabelle)

Platzt der Ingolstädter Knoten?

St. Pauli dagegen hat den Klassenerhalt vorzeitig gesichert. Die Mannen von Trainer Holger Stanislawski stehen als Achter mit 42 Punkten im oberen Tabellenmittelfeld und haben weder mit dem Aufstieg, noch mit dem Abstieg etwas zu tun.

Zumindest nicht direkt: Sollten die Kiez-Kicker wie schon im Hinspiel (1:0) gewinnen, würde Ingolstadt als zweiter Absteiger in die Dritte Liga feststehen.

Für die Donaustädter besteht aber eine gute Chance, dass der Knoten endlich platzt. Pauli stellt die schwächste Auswärtself der Liga (8 Punkte, 18:38 Tore) und ist die Mannschaft mit den meisten Gegentoren (57).

Erstmals im Kader stehen wird der U-23-Spieler Fredi Günter.

Thomas Meggle wird dagegen aufgrund von Adduktorenproblemen nicht auflaufen können.

Gerber wieder im Team

Bei Ingolstadt wird es personell nach der 0:2-Niederlage gegen Ahlen wohl nur eine Veränderung gegeben: Heiko Gerber kehrt nach abgesessener Rotsperre in die Mannschaft zurück.

Die Langzeitverletzten Necat Aygün, Alexander Buch, Andreas Buchner und Vratislav Lokvenc fehlen weiterhin.

Horst Köppel jedenfalls will "alles versuchen, die Mannschaft so einzustellen, dass wir einen Sieg holen. Es wird ja langsam mal Zeit. Unser Publikum hat es verdient, dass wir eine vernünftige Leistung bringen."

Über die Taktik hat er sich auch schon gedanken gemacht und will einen Fehler nicht machen: "Wir dürfen nicht mit sechs Offensiven spielen, sonst bekommen wir nicht nur einen Konter wie gegen Ahlen, sondern wahrscheinlich fünf oder sechs."

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