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Aristide Bance (r.) schoss Mainz am Mittwoch mit zwei Toren zum Sieg gegen Frankfurt © imago

Am vorletzten Spieltag treffen die Mainzer auf ihren Angstgegner, doch Fürth steht unter Zugzwang und versucht es mit Psychologie.

Von Jessica Pulter

München - Im Kampf um die letzten beiden Plätze unter den Top Drei der Zweiten Liga ist alles erlaubt - vor allem markige Sprüche und psychologische Kriegsführung.

So schickt Stefan Reisinger vor dem wichtigen Spiel seiner SpVgg Greuther Fürth gegen den FSV Mainz 05 (So., ab 13.45 Uhr LIVE) schon mal eine Warnung zu den Rheinhessen.

"Wir stecken den Kopf nach dem Remis in Freiburg nicht in den Sand", meint der Stürmer und verspricht: "Mit einem Sieg am nächsten Sonntag wollen wir die Mainzer nervös machen."

Drei Punkte auf Nürnberg

Der Sieg muss für die Franken aber auch unbedingt her, denn mit drei Punkten Rückstand auf die Drittplatzierten vom 1. FC Nürnberg und gar vier Zählern auf die Mainzer auf dem zweiten Rang bleibt Fürth nur so noch im Aufstiegsrennen.

"Ich glaube absolut noch an unsere Chance, wenn wir gegen Mainz gewinnen und die anderen uns helfen", gibt sich Trainer Benno Möhlmann zuversichtlich.

Noch keine Heimpleite gegen Mainz

Für die Fürther spricht vor allem die gute Bilanz gegen die Mainzer. Seit 2000 hat man in der Zweiten Liga keine Niederlage mehr gegen die Mannschaft vom Bruchweg kassiert, in der Heimspiel-Bilanz ist die SpVgg gegen den FSV gar ungeschlagen.

Zudem ging die Möhlmann-Elf in dieser Saison erst zwei Mal vor eigenem Publikum als Verlierer vom Platz, und das Hinspiel gewann man durch ein Tor von Sercan Sararer mit 1:0.(DATENCENTER: Ergebnisse und Tabelle)

"Die Arschbacken zusammenkneifen"

"Jede Serie ist dazu da, gebrochen zu werden. Wenn wir jetzt noch zwei Mal unsere Qualität auf den Platz bringen, steigen wir auf", meint Mainz' Markus Feulner im "Wiesbadener Kurier".

Teamkollege Marco Rose ergänzt: "Wir müssen jetzt die Arschbacken zusammenkneifen und in Fürth gewinnen, dann haben wir gegen Oberhausen ein echtes Aufstiegsendspiel."

Knappe Entscheidung im Keller

Im Tabellenkeller müssen dagegen der VfL Osnabrück und die TuS Koblenz um eine gute Ausgangsposition für den letzten Spieltag kämpfen.

Dank der besseren Tordifferenz besetzt die TuS derzeit den letzten Nichtabstiegsplatz, der VfL liegt neun Treffer dahinter auf Platz 16.

"Den Relegationsplatz haben wir zwar erstmal abgegeben", erklärte TuS-Coach Uwe Rapolder, der gegen den FC St. Pauli auf den gelbgesperrten Marko Lomic verzichten muss. "Wir brauchen am Sonntag die Unterstützung unserer Zuschauer. Wir müssen es jetzt packen."

Der VfL muss gegen Rot Weiss Ahlen ran, und will den Sieg aus dem Hinspiel wiederholen.

Die weiteren Spiele des 33. Spieltags im Überblick:

Hansa Rostock - 1. FC Nürnberg:

Vor eigenem Publikum hat Nürnberg seit September nicht mehr verloren, doch auswärts warten sie seit Anfang April auf einen Sieg.

Zudem sind die Rostocker immer noch unter Trainer Andreas Zachhuber ohne Niederlage und kämpfen noch gegen den Abstieg. Doch der Club hat mindestens den Relegationsplatz noch in eigener Hand.

1. FC Kaiserslautern - MSV Duisburg:

Theoretisch hat der FCK noch die Möglichkeit auf die Relegation für die Bundesliga, doch die Chancen sind minimal. Trotzdem will man sich noch mit Erfolgen aus der Saison verabschieden, um im kommenden Jahr wieder anzugreifen.

Nach zwei Unentschieden in Folge soll für die Duisburger nun ein Dreier in Lautern her. Verzichten muss der MSV dabei auf Olivier Veigneau, der sich im Derby gegen RWO eine schweren Lendelwirbelsäulen-Prellung zuzog.

Rot-Weiß Oberhausen - SC Freiburg:

Nur wenn alles gegen die Rot-Weißen läuft, könnten sie noch mal in den Abstiegsstrudel geraten.

Trotzdem sollten gegen den feststehenden Zweitligameister sicherheitshalber Punkte her. Freiburg kann derweil befreit aufspielen.

1860 München - Alemannia Aachen:

Erstes Spiel für die Münchner "Löwen" unter Trainer Ewald Lienen und eine schwere Aufgabe steht bevor. Seit neun Partien hat 1860 nicht mehr gewonnen. Das soll sich jetzt ändern.

Allerdings haben auch die Gäste aus Aachen noch theoretische Chancen auf den Aufstieg.

FC Augsburg - SV Wehen Wiesbaden:

Der SVWW ist auf Abschiedstour durch die Zweite Liga unterwegs, denn der Abstieg steht bereits fest.

Der FCA hofft aber, dass die Hessen noch ein paar Punkte in der Rosenau lassen, das wäre für Augsburg ein gelungener Abschied aus ihrem "alten" Stadion.

FSV Frankfurt - FC Ingolstadt:

Der FSV Frankfurt kann nicht mehr direkt absteigen. Vom Relegationsplatz trennen die Hessen aber nur nach der Niederlage gegen Mainz allerdings nur zwei Punkte.

Gegen den feststehenden Absteiger Ingolstadt soll der Klassenerhalt endgültig gesichert werden. "Das ist ein Endspiel für uns", erklärte Sead Mehic.

Für den FCI geht es im vorerst letzten Auswärtsspiel als Zweitligist nur noch darum, sich anständig zu verabschieden.

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