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Steffen Wohlfarth ließ kurz vor der Pause eine der besten Gelegenheiten aus © imago

Die Bayern verspielen gegen St. Pauli ihre Chance auf den Klassenerhalt. Dabei ist das Köppel-Team die bessere Mannschaft.

Ingolstadt - Der FC Ingolstadt hat seine letzte Chance auf den Klassenerhalt verspielt und steht zwei Spieltage vor Schluss als zweiter direkter Absteiger nach dem SV Wehen Wiesbaden fest.

Nach dem 0:1 (0:0) zum Abschluss des 32. Spieltages gegen den FC St. Pauli haben die Bayern acht Punkte Rückstand auf den VfL Osnabrück auf Relegationsplatz 16.

Damit müssen sie nach nur einem Jahr wieder zurück in die Drittklassigkeit.

Auch im dritten Spiel unter Trainer Horst Köppel blieb der FCI ohne Punkt und Tor.

"Müssen versuchen, wieder aufzusteigen"

"Wir sind zurecht abgestiegen. Jetzt müssen wir versuchen, gemeinsam wieder aufzusteigen", sagte Köppel: "Solange rechnerisch noch etwas möglich war, wollten wir uns nicht aufgeben. Ich war auch der Überzeugung, dass wir es schaffen."

Der frühere Bundesliga-Spieler und -Trainer wird voraussichtlich in Ingolstadt bleiben. "Ich kann mir gut vorstellen, zu bleiben und mit der Mannschaft den Wiederaufstieg zu schaffen", sagte er.

Ingolstadt lässt Großchancen aus

Vor 5432 Zuschauern zeigten die Gastgeber eindrucksvoll, warum sie als einzige Mannschaft in der Zweiten Liga im Jahr 2009 noch ohne Sieg sind.

Ingolstadt war gegen schwache Hamburger zwar die klar überlegene Mannschaft, schaffte es aber nicht, aus einer Vielzahl guter Chancen das entscheidende Tor zu machen, das ihnen die Hoffnung auf den Klassenerhalt erhalten hätte.

Stattdessen nutzte St. Pauli bei einem Konter in der 86. Minute durch Alexander Ludwig eiskalt seine einzige Chance.

"Wir haben heute glücklich gewonnen. Ingolstadt hatte eine Vielzahl an Chancen. Wir hatten ein ganz schlechtes Passspiel, weshalb unsere Kontersituationen nicht gut waren. Manchmal muss man eben auch ein bisschen Glück haben", analysierte St.Pauli-Coach Holger Stanislawski treffend.

Wohlfarth trifft das leere Tor nicht

Schon in der ersten Halbzeit scheiterte Heiko Gerber aus 20 Metern an St. Paulis Keeper Mathias Hain (31.). Drei Minuten später traf Andreas "Zecke" Neuendorf aus 25 Metern nur den Pfosten.

Weitere 180 Sekunden später hatte Steffen Wohlfarth Hain sogar schon ausgespielt, schoss dann aber neben das leere Tor.

"Wir hatten die Möglichkeiten Tore zu machen. Aber wir reden immer von hätte, wenn und aber. Doch wir haben es in der Rückrunde immer noch nicht geschafft, ein Spiel zu gewinnen, von daher ist alles für die Katz", stellte Neuendorf ernüchtert fest.

Hain vereitelt Doppelchance

Nach dem Seitenwechsel raufte sich Köppel noch einige Male die Haare.

In der 61. Minute scheiterten Karl und Wohlfarth nacheinander am besten Hamburger Hain. Karl verzog in der 76. Minute auch noch einen Volleyschuss.

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