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Sami Allagui liegt mit 14 Treffern auf dem zweiten Rang der Torjägerliste © getty

Einmal mehr droht Fürth den Aufstieg zu verspielen. Im "Endspiel" gegen Mainz will Fürth die letzte kleine Chance nutzen.

München - Es hat etwas von "Dinner for One", doch den Anhängern der SpVgg Greuther Fürth dürfte der Humor wohl vergehen, wenn sie am Sonntagnachmittag wieder sagen müssen: "Same procedure as every year".

Seit 2000 mischten die Franken sieben Mal ernsthaft mit im Kampf um den Aufstieg in die Bundesliga, nur um dann zumeist zwei oder drei Spieltage vor Saisonende endgültig doch noch alle Chancen zu vermasseln.

In den vergangenen acht Jahren wurden die Fürther sechsmal Fünfter und einmal Sechster, und auch diesmal sind sie kurz vor dem Ziel hingefallen.

Immerhin: Am Sonntag (ab 13.30 Uhr LIVE) gibt es noch so eine Art Endspiel.

Das viertplatzierte Kleeblatt (53 Punkte) empfängt den zweitplatzierten FSV Mainz 05 (57). Mit einem Sieg könnten die Franken die Entscheidung in der Zweiten Liga wenigstens noch bis zum letzten Spieltag offen halten.

"Die Big Points nicht gemacht"

"Wir hatten in den letzten drei Spielen viel in der Hand. Aber wir haben eben die Big Points nicht gemacht", sagt Torhüter Stephan Loboue.

Stattdessen holten sie nur zwei von neun möglichen Punkten.

Doch ganz aufgegeben haben die womöglich "Unaufsteigbaren" den Traum von der 1. Bundesliga auch noch nicht, wie Mannschaftskapitän Daniel Felgenhauer behauptet: "Im Endeffekt haben wir keine Chance, aber die müssen wir nutzen."

Gute Serie gegen Mainz

Was Hoffnung macht: Die letzten sieben Spiele gegen Mainz hat Fürth allesamt gewonnen. (DATENCENTER: Ergebnisse und Tabelle)

Auf eine Fortsetzung dieser Serie hofft zu allem Überfluss für das Kleeblatt aber auch der ungeliebte Nachbar:

Bei einer Pleite von Mainz und einem eigenen Sieg bei Hansa Rostock hätte der 1. FC Nürnberg (56 Punkte) zumindest den Relegationsplatz sicher - und gegen 1860 München könnte dann schon ein Unentschieden zum direkten Aufstieg neben dem SC Freiburg reichen.

Club will "mit aller Macht punkten"

So weit wollen sie beim Club aber nicht denken. Sagt Michael Oenning.

"Wir können in Rostock einen großen Schritt machen und uns für den dritten Platz qualifizieren", weiß der Trainer, und deshalb gelte es, "mit aller Macht zu punkten".

Kein Punkt hieße für den 1. FCN: kein direkter Aufstieg, wenn zeitgleich Mainz in Fürth gewinnt.

Fürth, Aachen und FCK als Nutznießer?

Der Club könnte dann sogar noch von Fürth, Alemannia Aachen und dem 1. FC Kaiserslautern von Platz drei verdrängt werden.

Im Mehr-Kampf gegen den Abstieg sind die Verhältnisse seit Donnerstag ein bisschen klarer.

Neben dem SV Wehen Wiesbaden steht auch der zweite direkte Absteiger in die Dritte Liga fest: Durch ein 0:1 gegen den FC St. Pauli hat der FC Ingolstadt nicht einmal mehr die Chance, den Relegationsplatz zu erreichen.

Ingolstadt will direkten Wiederaufstieg

Trainer Horst Köppel, vor drei Wochen wohl zu spät anstelle von Thorsten Fink verpflichtet, soll und will den sofortigen Wiederaufstieg anstreben.

Mindestens fünf Mannschaften zittern trotzdem noch vor dem drohenden Gang in die Relegation. Nur drei Punkte trennen den VfL Osnabrück auf Rang 16 und 1860 München auf Rang zwölf.

Den "Löwen" war dies zwei Spieltage vor dem Saison-Kehraus zu viel des Schlechten - Trainer Ewald Lienen, erst zur kommenden Saison als Nachfolger von Uwe Wolf vorgesehen, musste am Mittwoch als kurzerhand als Retter einspringen.

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