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Markus Feulner (l.) erzielte gegen Fürth sein siebtes Saisontor © getty

Knapp zwei Minuten vor Schluss macht Mainz den Sack in Fürth zu - und braucht im Saisonfinale nur noch ein Unentschieden.

Fürth - Noch ist die Bundesliga-Rückkehr nicht sicher, den Sekt kann der FSV Mainz 05 aber schon mal kalt stellen:

Durch einen 2:0 (0:0) -Sieg bei Angstgegner SpVgg Greuther Fürth am vorletzten Spieltag festigten die Rheinhessen den zweiten Tabellenplatz und liegen drei Punkte vor dem Drittplatzierten 1. FC Nürnberg. Beide Klubs haben dieselbe Tordifferenz.

Im Saisonfinale gegen Rot-Weiß Oberhausen genügt den 05ern nun ein Punkt, um den direkten Aufstieg unter Dach und Fach zu bringen.

"Zum Sieg darf man gratulieren, zu mehr noch nicht. Wir sind ja nicht doof. Aber wir haben es jetzt selbst in der Hand", freute sich Mainz-Manager Christian Heidel.

Rot für Biliskov

Vor 13.300 Zuschauern im Fürther Ronhof erzielten Markus Feulner (61.) und Elkin Soto (89.) die Tore für die Gäste.

Der Fürther Marino Biliskov sah in der 80. Minute nach einer angeblichen Tätlichkeit an Nico Bungert die Rote Karte.

"Irgendwann werden wir es schaffen"

Für die Gastgeber endete mal wieder einmal der Aufstiegstraum vorzeitig.

"Die Enttäuschung kommt wahrscheinlich erst richtig, wenn die Saison vorbei ist. Noch haben wir ein Spiel und das wollen wir noch mit einem Sieg durchziehen", stellte ein ernüchterter Daniel Felgenhauer fest.

Torhüter Stephane Loboue blickte trotzig nach vorne: "Wir sind nicht aufgestiegen, aber es ist niemand gestorben. Wir geben nicht auf, irgendwann werden wir es mal schaffen."

Kircher erkennt Fürther Tor ab

In Halbzeit eins hatten sich zunächst die Gastgeber bemüht, ihre Minimalhoffnung Wirklichkeit werden zu lassen.

Die mutmaßliche Führung in der zwölften Minute nach einem Lattentreffer erkannte Schiedsrichter Kurt Kirchner aber ab: "Abstauber" Sami Allagui stand bei seinem Kopfball im Abseits. Allerdings schien der Ball auch schon beim ersten Versuch von Stefan Reisinger die Linie überquert zu haben.

Allagui hatte auch Pech, als er in der 43. Minute nur den Pfosten traf.

Mainzer Negativserie gegen Fürth beendet

Auf der Gegenseite verhinderte der ausgezeichnete Torhüter Stephan Loboue für die Gastgeber zweimal in Klassemanier die Mainzer Führung (21., 32.).

Fürth musste auf Sieg spielen, Mainz, das noch nie im Ronhof gewonnen und zudem die letzten sieben Spiele gegen die SpVgg verloren hatte, wollte ein Tor - und bekam es nach weiteren Chancen auf beiden Seiten schließlich auch. Nach Vorarbeit von Miroslav Karhan zirkelte Feulner den Ball ins Netz.

"Ich habe versprochen, dass ich immer alles geben werde. Dass ich jetzt mit einem Tor zum Spiel beitragen konnte, ist natürlich besonders schön", sagte Feulner, der in der kommenden Saison auf jeden Fall in der Bundesliga spielt.

Er wechselt zu Borussia Dortmund und wird dort unter dem ehemaligen Mainzer Trainer Jürgen Klopp möglicherweise sogar in der Europa League auflaufen.

Soto sorgt für die Entscheidung

Kurz vor Schluss legte Feulner dem eingewechselten Soto dann die Entscheidung auf.

Von verfühten Planungen für die Aufstiegsfeier wollten die Mainzer aber noch nichts wissen. "Noch brauchen wir einen kleinen Schritt und dafür brauchen wir auch wieder hundert Prozent Kraft. Die Party ist zwar angerichtet, aber noch ganz weit im Hinterkopf", sagte der eingewechselte Nico Bungert.

Beste Mainzer Spieler waren Feulner und Hoogland. Bei den Fürthern ragten Loboue und bis zu seiner Tätlichkeit Biliskov heraus.

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