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Uwe Rapolder (M.) ist seit dem 25. April 2007 Cheftrainer bei der TuS Koblenz © getty

Die TuS muss wegen des Wechselfehlers gegen St. Pauli eine Strafe zahlen. Gerüchte um einen Abschied des Trainers sorgen für Unruhe.

München - Aufatmen in Koblenz. Die TuS wird nach dem Wechselfehler um Njazi Kuqi nicht mit einem Punktabzug, sondern nur mit einer Geldstrafe belegt.

Das gab der Deutsche Fußball-Bund am Montag bekannt.

"Das Sportgericht hat TuS Koblenz im Einzelrichter-Urteil durch seinen stellvertretenden Vorsitzenden Achim Späth nach Anklageerhebung durch den DFB-Kontrollausschuss mit einer Geldstrafe von 3000 Euro belegt", hieß es in einer Pressemitteilung.

Verwirrung um Kuqi-Wechsel

Beim 2:1-Sieg über den FC St. Pauli wollte TuS-Trainer Uwe Rapolder in der 69. Minute Kuqi einwechseln, obwohl dieser nicht auf dem handschriftlich verfassten Spielberichtsbogen stand.

Schiedsrichter-Assistent Markus Häckler wies darauf hin, und Gräfe schickte den Stürmer wieder vom Feld, ohne dass dieser gespielt hatte.

Rapolder wechselte dann schnell Manuel Fischer für Fatmir Vata ein.

Organisatorischer Fehler

Der Spielberichtsbogen sei versehentlich vorzeitig online freigegeben, so dass der Spielberichtsbogen nochmals handschriftlich von beiden Vereinen ausgefüllt werden musste, erklärte der DFB.

"Auf diesem handschriftlich ausgefüllten Formular wurde von einem Koblenzer Offiziellen versehentlich der Name des Auswechselspielers Njazi Kuqi nicht aufgeführt, so dass nur 17 statt der 18 möglichen Spieler gemeldet waren."

Nur eine leichte Fahrlässigkeit

Der DFB sah in diesem Fall nur eine leichte Fahrlässigkeit der Koblenzer.

Da vergessen wurde, den Spieler vom Online-Bogen auf den handschriftlich ausgefüllten Spielbericht zu übertragen, habe der DFB-Kontrollausschuss eine Geldstrafe beantragt.

"Ein Punktabzug kommt als Strafe gemäß der Rechts- und Verfahrensordnung nicht in Betracht, da das Spiel nach der Einwechslung von Kuqi noch nicht fortgesetzt war", hieß es weiter.

Konkurrenten verzichten auf Einspruch

TuS Koblenz hat dem Antrag des DFB-Kontrollausschusses zugestimmt. Das Urteil des DFB-Sportgerichts ist damit rechtskräftig.

Die Konkurrenten im Kampf gegen den Abstieg hatten zuvor allesamt auf einen Einspruch verzichtet.

Rapolder: Kein Kontakt zu Bielefeld

Ein mögliches Interesse an einer Rückkehr zu Arminia Bielefeld hatte in Koblenz für zusätzliche Aufregung gesorgt.

"Wir haben keine offizielle Anfrage und verschwenden keinen Gedanken daran", erklärte Geschäftsführer Wolfgang Loos am Montag.

Rapolder betonte, er konzentriere sich einzig und allein auf den Klassenerhalt mit Koblenz.

Auch Bielefeld, das nach der Entlassung von Michael Frontzeck einen neuen Trainer sucht, dementierte jeglichen Kontakt.

Spannender Abstiegskampf

Nach dem 2:1 gegen den FC St. Pauli hat die TuS von den abstiegsbedrohten Teams die besten Karten.

Koblenz und Frankfurt (beide 38 Punkte) liegen einen Punkt vor Hansa Rostock (37) zwei vor dem VfL Osnabrück (36) auf Relegationsplatz 16.

Koblenz war bereits zu Saisonbeginn wegen eines Verstoßes im Lizenzierungsverfahren mit einem Abzug von drei Punkten bestraft worden.

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