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Benno Möhlmann stieg 2002 mit Bielefeld auf. Mit Fürth scheiterte er erneut © imago

Nach dem verpassten Aufstieg ist noch nicht klar, ob Trainer Möhlmann in Fürth weitermacht. Mainz bereitet die Aufstiegsfeier vor.

München - Nach dem erneut verpassten Aufstieg in die Bundesliga ist die Zukunft bei der SpVgg Greuther Fürth und Trainer Benno Möhlmann zunächst ungewiss.

"Wir müssen schauen, ob bei allen Beteiligten genug Motivation vorhanden ist, es noch einmal gemeinsam zu versuchen", sagte Möhlmann nach dem 0:2 (0:0) gegen Mainz 05.

Ein klares Bekenntnis zum Weitermachen wollte Möhlmann nicht abgeben.

Der 54-Jährige scheint aber wohl grundsätzlich nicht abgeneigt zu sein, in ein neuntes Jahr in Fürth zu gehen - "wenn alle in die Gesamtrichtung arbeiten".

Hack: "Wir müssen sparen"

Vereinspräsident Helmut Hack mochte zunächst keine klaren Aussagen zu seinem Duzfreund Möhlmann treffen.

Der Unternehmer machte allerdings deutlich, dass die Fürther einiges überdenken und auf den Prüfstand stellen müssten.

"Wir müssen definitiv sparen", kündigte Hack mit Blick auf die allgemeine Finanzkrise und die verpassten Mehreinnahmen durch den wieder mal misslungenen Bundesliga-Aufstieg an.

Bereits am Dienstag trifft sich der Aufsichtsrat der SpVgg GmbH Co. KG., um über die Zukunft der weiter "Unaufsteigbaren" zu beraten.

Gut möglich, dass das Gremium Spielerverkäufe beschließen muss.

Als Abgänge stehen bislang Kapitän Daniel Felgenhauer, Stefan Reisinger, Cidimar, Shqipran Skeraj und Sascha Kirschstein fest.

Fernduell um den direkten Aufstieg

Während Fürth auch keine Chance mehr auf den Relegationsplatz hat, kämpfen Mainz und der 1. FC Nürnberg im Fernduell um den zweiten direkten Aufstiegsplatz.

Auch wenn der letzte Schritt noch nicht gemacht ist, stimmt sich der FSV Mainz 05 nach zwei Jahren auf die Rückkehr in die Bundesliga ein.

Beim 1. FC Nürnberg blickt man hingegen nach dem 0:0 in Rostock auf die Relegationsspiele.

Klopp gratuliert Mainz schon zum Aufstieg

Wohl nur noch Formsache ist der Wiederaufstieg für Mainz. So sieht es zumindest der ehemalige FSV-Trainer Jürgen Klopp.

"Überragend. Sensationell. Bin stolz auf Euch." Mit diesen Worten schickte der Coach von Borussia Dortmund eine Glückwunsch-SMS an seinen ehemaligen Klub.

Die Rheinhessen haben den Sekt nach dem 2:0 bei der SpVgg Greuther Fürth zwar kalt gestellt, aber noch nicht geöffnet.

"Es ist alles für die Party angerichtet, aber nur im Hinterkopf", erklärte Abwehrspieler Niko Bungert.

Trainer Jörn Andersen, der gleich in seinem ersten Jahr in Mainz aus dem Schatten von Klopp getreten ist, warnte: "Wir sind noch nicht durch."

Ein Punkt fehlt dem FSV noch im letzten Spiel gegen Rot-Weiß Oberhausen, um den Aufstieg aus eigener Kraft perfekt zu machen.

An ein Wiedersehen in der nächsten Saison mit Klopp - dann bei Duellen in der ersten Liga gegen den BVB - zweifelt in Mainz so richtig niemand mehr.

Nürnberg schreibt Platz zwei ab

In Nürnberg hat man den direkten Aufstieg abgeschrieben und konzentriert sich vielmehr auf die Entscheidungsspiele gegen den Drittletzten der ersten Liga.

"Bei uns ist es offenbar üblich, alles mitzunehmen, was kommt", sagte Club-Sportdirektor Martin Bader.

Der Glaube an die direkte Rückkehr ins Oberhaus ist in Nürnberg trotzdem groß.

"Wir treffen in der Relegation auf eine Mannschaft, die fast die ganze Saison nur verloren hat - warum sollte die dann gewinnen", sagte Trainer Michael Oenning und fügte hinzu: "Uns ist es egal, gegen wen wir antreten."

Dabei könnte es theoretisch sogar zum pikanten Duell mit Borussia Mönchengladbach und Trainer Hans Meyer, der im Februar 2008 in Nürnberg entlassen worden war.

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