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Der FSV kam gegen Oberhausen nicht mehr in Bedrängnis © getty

Die Rheinhessen sichern sich durch einen 4:0-Erfolg gegen Rot-Weiß Oberhausen den zweiten Platz im Fernduell mit Nürnberg.

Mainz - Als die Rückkehr in die Bundesliga nach zwei Jahren Abstinenz um 15:47 Uhr perfekt war, brachen beim FSV Mainz 05 alle Dämme:

Die Spieler und Trainer Jörn Andersen streiften sich die neuen Aufstiegs-Shirts über, die Fans stürmten den Rasen und auch Präsident Harald Strutz genoss das Bad in der Menge.

Nach dem zweiten Aufstieg nach 2004 sang, tanzte und schunkelte sich der Karnevalsverein in einen Aufstiegsrausch.

"Wir freuen uns auf die Bundesliga, und die Bundesliga freut sich auf uns. Jetzt wird gefeiert, was das Zeug hält", sagte Strutz freudetrunken und gab den Startschuss zu einer langen Partynacht.

Andersen war nach dem 4:0 (2:0) am letzten Zweitliga-Spieltag gegen seinen Ex-Klub Rot-Weiß Oberhausen "stolz" auf seine Mannschaft.

"Es war eine tolle Saison. Das Team hat es sich verdient", erklärte der Norweger, der gleich im ersten Jahr in Mainz aus dem Schatten seines Vorgängers Jürgen Klopp getreten ist.

Den letzten Schritt getan

Im Gegensatz zu den Jahren 1997, 2002, 2003 und auch 2008, als der FSV den Aufstieg am letzten Spieltag verpasst hatte, ließen sich die Rheinhessen die Chance diesmal nicht nehmen.

Die Mainzer sicherten sich durch einen jeweiligen Doppelpack von Srdjan Baljak (4., 17.) und Aristide Bance (65., 68.) hinter dem SC Freiburg den zweiten direkten Aufstiegsplatz und schickten den 1. FC Nürnberg im Fernduell in die Relegationsspiele gegen den Erstliga-Drittletzten Energie Cottbus.

Nach dem Schlusspfiff wurde das mit 20.300 Zuschauern ausverkaufte Bruchwegstadion zum Tollhaus. Im Anschluss ging es weiter zur offiziellen Aufstiegsfeier vor dem Staatstheater, wo die Aufführung "Sechs Personen suchen einen Autor" im Vorfeld bereits vorsorglich abgesagt worden war.

Feulners Abschiedsgeschenk

"Ich bin froh, dass ich dem Verein nach einer tollen Zeit etwas zurückgeben konnte", sagte Markus Feulner, der zu Borussia Dortmund und Ex-Trainer Klopp wechselt. Auf der Suche nach Verstärkungen für die erste Liga wird sich in den kommenden Wochen FSV-Manager Christian Heidel machen.

"Nun genießen wir erstmal den Aufstieg, dann werden wir sehen, wer kommt und geht. Wir werden auf jeden Fall eine schlagkräftige Truppe haben", erklärte Heidel.

In Miroslav Karhan hat ein wichtiger Leistungsträger schon für eine weitere Saison verlängert. Fest steht zudem die Verpflichtung von Filip Trojan vom FC St. Pauli. Stürmer Aristide Bance soll beim VfB Stuttgart im Gespräch sein.

Neue Ära hat begonnen

Klopp, der noch immer einen engen Bezug zu Mainz hat, schickte nach dem FSV-Aufstieg Glückwünsche per SMS.

Der ehemalige Mainzer Coach, der mit dem BVB den Einzug in die neue Europa League verpasst hatte, weilte zwar bei einer Familienfeier in Dortmund, war in Gedanken aber bei seinem Ex-Klub. Via Fernsehen übermitteltete Klopp: "Herzlichen Glückwunsch nach Mainz, aber wir sehen uns eh gleich noch. Fangt schon mal an."

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