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Der VfL Osnabrück geht kämpferisch in die Relegationsspiele gegen Paderborn © getty

Im Relegationsspiel kämpft Osnabrück um den Zweitliga-Verbleib. Paderborn ist nach einem positiven Lauf zuletzt im Vorteil.

Paderborn - In zwei Zusatzschichten will sich der VfL Osnabrück doch noch den Klassenerhalt in der Zweite Liga erarbeiten.

"Die Relegation ist keine Schande, noch sind wir nicht geschlagen", sagt VfL-Trainer Claus-Dieter "Pele" Wollitz vor dem Relegationshinspiel (ab 20 Uhr LIVE ) beim Drittliga-Dritten SC Paderborn:

"Jetzt gilt es, das zu sichern, wo dieser Verein hingehört. Jeder Spieler ist verpflichtet, alles dafür zu geben."

Vor der Premiere der Relegation zwischen der Zweiten und der neuen Dritten Liga sind allerdings die unterklassigen Paderborner psychologisch leicht im Vorteil. Während es Osnabrück mit nur einem Punkt aus den letzten drei Spielen nicht mehr schaffte, den Relegationsplatz zu verlassen, haben die Ostwestfalen einen positiven Lauf.

Schubert bringt die Wende

Zwei Spiele vor dem Saisonende war der Zweitliga-Absteiger erstmals nach 23 Spieltagen wieder aus den drei Spitzenplätzen herausgerutscht.

Der sportliche Leiter Andre Schubert übernahm daraufhin den Posten von Trainer Pawel Dotchev und führte mit zwei Siegen mit insgesamt 9:0 Toren die Ostwestfalen zurück auf Rang drei.

"Qualitäten wiederentdeckt"

"In diesen beiden Spielen haben wir unsere Qualitäten wiederentdeckt", sagt der 37-jährige Schubert, der seine Mannschaft vor den beiden Derbys gegen Osnabrück "vor einer großen Aufgabe sieht, die wir selbstbewusst angehen können".

Deshalb wolle man auch versuchen, die eigene Qualität ins Spiel zu bringen, und sich im erstmals ausverkauften neuen Stadion eine gute Ausgangsposition für das Rückspiel am Pfingstmontag in Osnabrück erarbeiten.

Wollitz fehlen wichtige Spieler

Während Schubert lediglich auf den an der Leiste verletzten David Krecidlo verzichten muss, für den der zuletzt gelbgesperrte Kapitän Markus Krösche ins Team zurückkehrt, plagen Wollitz große Personalprobleme.

Spielmacher und Freistoßspezialist Pierre de Wit zog sich bei der 1:4-Niederlage in Duisburg einen Kreuzbandriss zu und fällt ebenso aus wie Paul Thomik, der wegen einer Knochenabsplitterung im Sprunggelenk operiert wurde.

VfL im Trainingslager

"Ich jammere nicht", sagt Ex-Profi Wollitz: "Ich suche nach Lösungen und vertraue den Spielern, die wir haben."

Um sein Team auf die beiden wichtigsten Spiele der Saison in Ruhe vorzubereiten, bezog der VfL ein Trainingslager, in das er auch nach dem Hinspiel zurückkehren wird. Er selbst habe als Spieler solche Alles-oder-nichts-Situationen geliebt, sagt Wollitz, weil es "für mich im Fußball keine Angst" gibt.

"Endlich aufwachen"

Diese Einstellung muss er jetzt allerdings seinen Spielern eintrichtern, die noch zweimal "alle Kräfte mobilisieren und bis an ihre Grenzen gehen" müssen. "Entscheidend ist, dass die Mannschaft nicht in Selbstmitleid versinkt", sagte der Fußballlehrer.

Zumindest Kapitän Thomas Cichon hat den Ernst der Lage erkannt. "Wir müssen uns jetzt gewaltig schütteln und endlich aufwachen", sagt der frühere Kölner Bundesliga-Profi: "Nur dann ist gegen Paderborn was drin."

Die voraussichtlichen Mannschaftsaufstellungen:

Paderborn: Jensen - Wachsmuth, Mohr, Holst, Gonther - Krösche - Guie-Mien, Alushi, Brückner - Krause, Damjanovic.

Osnabrück: Berbig - Engel, Cichon, Omodiagbe, Schäfer - Peitz, Surmann - Grieneisen, Frommer, Geißler - Reichenberger.

Schiedsrichter: Wolfgang Stark (Ergolding)

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