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Darlington Omodiagbe (r.) kam 2008 aus Jena nach Osnabrück © getty

Der SC Paderborn gewinnt das Hinspiel gegen Osnabrück. Ist aber trotzdem unzufrieden, weil Güvenisik das leere Tor nicht trifft.

Paderborn - Der SC Paderborn darf von der direkten Rückkehr in die Zweite Liga träumen.

Der Drittliga-Dritte besiegte im Relegations-Hinspiel Zweitligist VfL Osnabrück nach einer couragierten Leistung verdient 1:0 (0:0) und kann nun mit einem Unentschieden am Pfingstmontag an der Bremer Brücke den Aufstieg perfekt machen.

"Ich freue mich über das Tor. Wir hatten mehr vom Spiel. Wir wollten ein Ergebnis, dass uns alle Möglichkeiten erhält, das haben wir erreicht", sagte SC-Coach Andre Schubert.

Dem VfL Osnabrück dagegen droht ein trauriger Abschluss der Saison.

Das Tor des Tages erzielte Joker Frank Löning nach einem Osnabrücker Abwehrfehler in der 78. Minute.

Güvenisik vergibt die Chance

Löning war zu diesem Zeitpunkt grade erst neun Minuten auf dem Feld. In der Schlussphase vergaben die Paderborner sogar noch die Chance, das Ergebnis deutlicher zu gestalten.

In der Nachspielzeit schob dabei Sercan Güvenisik den Ball aus kürzester Distanz neben das Tor.

Die Gastgeber hatten über weite Strecken der Partie die größeren Spielanteile und auch die besseren Chancen. Im Abschluss waren sie aber zu harmlos, um sich das gewünschte Polster für das Rückspiel herauszuarbeiten.

Alushi vergibt die Chance

Mit dem Schwung von zwei Siegen mit 9:0-Toren aus den letzten beiden Spielen waren die Gastgeber sehr selbstbewusst aufgetreten und hatten keinen Klassenunterschied erkennen lassen.

Inspiriert wurden sie dabei auch von der tollen Kulisse. Zehn Monate nach ihrer Eröffnung war die neue Paderborner Arena mit 15.000 Zuschauern, davon 2200 aus dem nur 125 Kilometer entfernten Osnabrück, erstmals bei einem Pflichtspiel ausverkauft.

Die Fans hatten in der 24. Minute erstmals den Torschrei auf den Lippen, als Enis Alushi nach zwei Doppelpässen frei vor VfL-Torhüger Tino Berbig auftauchte, aber an ihm scheiterte. In der 39. Minute traf Jovan Damjanovic zudem nur das Außennetz.

Reichenberger auf der Bank

Osnabrücks Trainer Claus-Dieter Wollitz hatte nach der 1: 4-Niederlage am vorigen Samstag in Duisburg sein Team kräftig durcheinander gewirbelt und fünf neue Spieler gebracht.

Dabei hatte er aus Verletzungsgründen auf Spielmacher Pierre De Wit (Kreuzbandriss) und Paul Thomik (Knochenabsplitterung) verzichten müssen, Routinier Thomas Reichenberger aber freiwillig auf die Bank gesetzt.

In der Offensive versuchte er es mit drei Spitzen, die jedoch weitgehend blass blieben. So gab der VfL erst in der 49. Minute durch Mathias Surmann den ersten gefährlichen Torschuss ab, der aber über das Gehäuse flog.

Omodiagbe rutscht aus

Besser machten es auch nach dem Seitenwechsel die Ostwestfalen. Alushi zielte zwar zweimal ebenfalls zu hoch (51., 65. ), der eingewechselte Güvenisik scheiterte bei einem Konter noch an Berbig.

In der 78. Minute nutzte dann aber der erst neun Minuten zuvor eingewechselte Löning einen Fehler von Darlington Omodiagbe, der ausrutschte, und ließ dem Osnabrücker Keeper keine Abwehrchance.

"Wir haben durch einen individuellen Fehler verloren. So ein Patzer passiert nicht allzu oft", sagte der frustrierte VfL-Trainer "Pele" Wollitz.

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