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Mohamadou Idrissou feierte sein Tor mit den Fans auf dem Zaun © getty

Freiburg feiert einen wichtigen Sieg gegen Rostock. Der dritte Rang soll aber noch lange nicht das Ende der Fahnenstange sein.

Freiburg - Erst kletterte der SC Freiburg auf den dritten Tabellenplatz, dann stieg Siegtorschütze Mohamadou Idrissou zum Feiern mit den Fans auf den Zaun.

"Das ist ein tolles Gefühl", sagte der Kameruner freudestrahlend, der mit seinem Treffer (35.) nicht nur dafür sorgte, dass sich die Breisgauer im Topspiel der Zweiten Liga mit 1:0 (1:0) gegen Bundesliga-Absteiger Hansa Rostock durchsetzten.

Mit dem Erfolg vor 15.000 Zuschauern vervollständigten die Freiburger gleichzeitig das südwestdeutsche Triumvirat an der Tabellenspitze des Unterhauses.

Für den SC soll der dritte Rang nach dem dritten Spieltag hinter den punktgleichen Mannschaften des FSV Mainz 05 und des 1. FC Kaiserslautern aber noch nicht das Ende der Fahnenstange sein.

Ausbeute fast perfekt

Schließlich ist die Bundesliga-Rückkehr das erklärte Ziel der Südbadener, die derzeit den Relegationsplatz belegen.

"Wir fühlen uns wohl in diesen Regionen. Wir haben unser Ziel klar formuliert. Dafür haben wir jetzt eine gute Grundlage. Die Punktausbeute ist mit sieben Zählern nahezu perfekt", erklärte Freiburgs Trainer Robin Dutt.

Auch wenn der Erfolg, der in der zweiten Halbzeit aufgrund des zunehmenden Drucks der Rostocker in Gefahr geraten war, etwas glücklich war.

"Da lag der Ausgleich in der Luft", meinte auch Dutt.

Blick auf die Tabelle tut gut

Da sich die Gäste allerdings keine echten Torchancen erarbeiten konnten, können die Freiburger die kommenden Aufgaben mit breiter Brust angehen.

"Die Tabelle hat zwar noch keine große Aussagekraft, aber der Blick darauf tut gut und bringt natürlich zusätzliches Selbstbewusstsein", sagte Dutt, dem die knapp zwei Wochen dauernde Pause bis zur nächsten Partie beim FC Augsburg alles andere als gelegen kommt.

Butscher und Dutt einer Meinung

"Wir hätten gerne weitergespielt. Aber wir werden die Zeit nutzen, um hart und intensiv zu trainieren. Schließlich müssen wir unsere Leistung jede Woche neu bestätigen", erklärte der Nachfolger von Volker Finke, dessen Sichtweise von Heiko Butscher geteilt wird.

"Wir müssen daran arbeiten, nicht zu hektisch auf dem Platz zu werden. Nur so können wir die Heimspiele gewinnen. Und das ist ganz wichtig, wenn man oben dranbleiben will", sagte der Kapitän.

Fehler von Hahnel

Den Sprung nach oben haben die Rostocker dagegen verpasst. Allerdings war auch kaum etwas anderes zu erwarten, schließlich konnten die Kicker aus der Hansestadt noch nie in Freiburg gewinnen.

Diesmal stand Torwart Jörg Hahnel mit einem Stellungsfehler vor dem Gegentor Pate für die Niederlage.

Das hatte auch Trainer Frank Pagelsdorf so gesehen.

Tor selbst eingeschenkt

"Das Tor haben wir uns durch einen individuellen Fehler selbst eingeschenkt", meinte der Coach, der dem möglichen Remis nachtrauerte.

"Nachdem wir in der ersten Halbzeit zu verhalten waren, konnten wir uns in der zweiten Hälfte deutlich steigern. Deshalb ist die Niederlage besonders bitter."

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