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Cottbuser Führungstrio der letzten Saison: Manager Heidrich, Lepsch und Prasnikar (v.l.) © imago

In Cottbus räumt der Präsident Fehler am Ende der vergangenen Saison ein, in Aachen und Frankfurt gibt es neue Kapitäne. Splitter.

München - Präsident Ulrich Lepsch von Energie Cottbus hat Fehler in der Krise am Ende der vergangenen Saison eingeräumt.

Die erst nach dem Bundesliga-Abstieg vollzogene Trennung von Trainer Bojan Prasnikar hätte im Rückblick früher erfolgen müssen.

"Prasnikar hat das Team letztlich nicht mehr erreicht, wir haben zu spät reagiert", sagte Lepsch im Interview mit dem "kicker".

Der Verlust der Erstklassigkeit in den Relegationsspielen gegen den 1. FC Nürnberg schmerze "ungemein":

"Die Veränderung auf der Trainerbank war notwendig, auch wenn Bojan Prasnikar nicht an allem schuld war."

Wollitz bringt neuen Schwung

Der neue Trainer Claus-Dieter Wollitz sei ein ganz anderer Typ und bringe neuen Schwung.

"Pele ist lauter, mitreißender, erzeugt eine andere Stimmung. Das ist wichtig und dringend notwendig", meinte Lepsch.

Hirschfeld vorerst die Nummer eins

Als unnötig könnte sich laut Lepsch auch noch die Verpflichtung von Lars Hirschfeld herausstellen, sollte der wechselwillige Torhüter Gerhard Tremmel nun doch in Cottbus bleiben:

"Wenn wir gewusst hätten, dass Tremmel nicht wechselt, hätten wir das nicht gemacht."

Solange es Ungewissheit gibt, ist aber Hirschfeld, der vom rumänischen Erstligisten CFR Cluj in die Lausitz gewechselt war, die Nummer eins für Trainer Wollitz.

Der Deutsch-Kanadier soll am Samstag in der 1. Runde des DFB-Pokals bei 1. FC Magdeburg das Tor hüten. Dort fehlt verletzungsbedingt das Angriffs-Trio Adi, Leonard Kweuke und Dennis Sörensen.

Sport1.de hat weitere Nachrichten aus der Zweiten Liga:

Reghecampf löst Vertrag auf

Der ehemalige Cottbuser Laurentiu Reghecampf hat seinen Vertrag beim 1. FC Kaiserslautern auf eigenen Wunsch mit sofortiger Wirkung aufgelöst.

Der 33-jährige Rumäne sah bei den Pfälzern offenbar keine Perspektive mehr.

Reghecampf hatte in der vergangenen Saison nur ein Pflichtspiel für den FCK bestritten und musste anschließend wegen einer hartnäckigen Viruserkrankung für ein komplettes Jahr pausieren.

Im Trainingslager der Lauterer in Marburg Mitte Juli war der frühere Cottbuser und Aachener Bundesligaspieler zwar wieder ins Mannschaftstraining eingestiegen, musste sein Pensum aber zuletzt wegen seiner gesundheitlichen Probleme wesentlich reduzieren.

Fiel wird Spielführer

Cristian Fiel ist neuer Kapitän des TSV Alemannia Aachen.

Trainer Jürgen Seeberger bestimmte den 30 Jahre alten Mittelfeldspieler zum neuen Spielführer. Stellvertreter wird Torhüter Thorsten Stuckmann.

Die Rückkehr des verletzten Kapitäns der Vorsaison, Reiner Plaßhenrich, ist weiter offen. Nach seinem Ausfall hatte ihn zuletzt der zum FC St. Pauli abgewanderte Matthias Lehmann vertreten.

"Cristian ist der dienstälteste Profi bei Alemannia Aachen. Er möchte Verantwortung übernehmen, kennt den Verein sehr gut, spielt eine zentrale Rolle in der Mannschaft und ist auch im richtigen Alter für den Posten", meinte Seeberger.

Gemeinsam mit dem Deutsch-Spanier Fiel, der seit 2004 am Tivoli spielt, und Stuckmann bilden die früheren Erstliga-Profis Benjamin Auer, Timo Achenbach und Markus Daun den Mannschaftsrat.

Oral bestimmt Mehic zum Kapitän

Mittelfeldspieler Sead Mehic ist von Trainer Tomas Oral zum neuen Kapitän des FSV Frankfurt bestimmt worden.

Der 34 Jahre alte Bosnier löst damit Angelo Barletta ab, der nach der vergangenen Saison zum

Drittligisten VfL Osnabrück gewechselt war. Stellvertreter bleibt Matias Esteban Cenci. Den Mannschaftsrat bilden neben Mehic und Cenci noch Markus Husterer, Alexander Klitzpera und Alexander Voigt.

Bender darf nicht zur U-20-WM

Lars Bender vom TSV 1860 München hat ein Verbot für den Einsatz bei der U20-WM in Ägypten (25. September bis 16. Oktober) erhalten.

"Ich werde empfehlen, dass er hier bleibt", sagte der neue Trainer Ewald Lienen. Er glaube, dass man sich im Verein besser entwickeln könne als bei einer Nachwuchs-WM. Zudem sei es völlig unverständlich, eine U20-WM mitten in die Saison zu packen.

Bayern-Manager Christian Nerlinger hatte Innenverteidiger Holger Badstuber zuvor bereits die WM-Teilnahme verboten. Leverkusen will unter anderem Toni Kroos nicht freigeben.

Bei 1860 will man immerhin Florian Jungwirth freistellen.

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