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Der neu verpflichtete Torwart David Yelldell ist in der Liga noch ohne Gegentor © imago

Punktabzug, Mario Baslers Abgang, Verletzungen - die TuS Koblenz ist dennoch der einzige deutsche Profiverein ohne Gegentor.

Von Christian Stüwe

München/Koblenz - Die TuS Koblenz hat einen fast perfekten Saisonstart hingelegt.

Der Zweitligist ist der einzige Verein im deutschen Profi-Fußball, der nach drei Spieltagen noch ohne Gegentor ist.

Dies ist verwunderlich, haben die Koblenzer doch mit einigen Schwierigkeiten zu kämpfen.

Drei Punkte wurde dem Team wegen Lizenverstößen in der vergangenen Saison abgezogen, das Erstrundenspiel im DFB-Pokal gegen den Viertligisten FC Oberneuland verloren und nun wanderte auch noch Co-Trainer Mario Basler ab.

Umso bemerkenswerter ist der Saisonauftakt der TuS, mit einem Sieg und zuletzt zwei torlosen Unentschieden.

Rapolder zufrieden

"Unter den schwierigen Bedingungen bin ich mit unserem Saisonstart zufrieden", sagt dementsprechend auch Trainer Uwe Rapolder.

Die TuS liegt derzeit auf Rang 14 der Tabelle, zwei Zähler sind nach dem Punktabzug übrig. Dass die Mannschaft vor den Abstiegsrängen liegt, ist in erster Linie der starken Abwehrleistung der Rapolder-Elf zu verdanken.

"Die Abwehrarbeit funktioniert schon sehr gut, allerdings ist unser Spiel nach vorne noch verbesserungsfähig", bemängelt der Coach allerdings, dass nach dem 3:0 zum Auftakt gegen Oberhausen seine Offensive in den letzten beiden Spielen keine Tore erzielen konnte.

Basler nach Trier

Einer der zumindest in seiner aktiven Zeit immer für ein Tor gut war, hat den Verein verlassen. Co-Trainer Basler wird neuer Cheftrainer beim Viertligist Eintracht Trier.

"Klar ist dies ein Verlust für uns", so Rapolder: "In den vergangenen Monaten hat die Zusammenarbeit mit ihm immer besser funktioniert. Es ist uns daher schon schwer gefallen ihn abzugeben."

Doch den 50-Jährigen kann dies in diesen schweren Tagen offenbar nicht erschüttern: "Ich wollte Mario auch keine Steine in den Weg legen."

Yelldell hält den Kasten sauber

Neu im Verein ist hingegen David Yelldell. Der Torwart kam vor der Saison von Drittligist Stuttgarter Kickers und erweist sich als echter Rückhalt. "David Yelldell spielt einfach überragend. Er ist eine absolute Verstärkung für den Verein", urteilt Rapolder über den Keeper, der in der Liga noch nicht einmal hinter sich greifen musste.

Andere Neuverpflichtungen der Koblenzer haben hingegen noch nicht eingeschlagen. So sind etwa Salvatore Gambino und Dominique Ndjeng momentan verletzt.

Sukalo wird nicht fit

Bedauerlicher ist aber die Situation von Goran Sukalo. Seit einem halben Jahr fällt der wichtige Mittelfeldspieler immer wieder mit Oberschenkelproblemen aus. Bei einem Belastungstest in der vergangenen Woche verschlimmerte sich der Zustand des Slowenen wieder, eine Rückkehr auf den Platz ist ungewiss.

Im nächsten Spiel bei Greuther Fürth am Sonntag wird Sukalo definitiv fehlen.

"Gegen die Top-Teams haben wir immer besonders gut gespielt und uns in der Vergangenheit eher gegen die schwächeren Gegner schwer getan. Ich hätte nichts dagegen, wenn wir dem Favoriten am Wochenende wieder ein Bein stellen könnten", übt sich Rapolder dennoch in Optimismus.

Immerhin geben die bisherigen Ergebnisse seiner Elf im auch allen Grund dazu.

Und vielleicht steht die Null ja auch wieder in Franken.

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