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Stefan Kuntz absolvierte als Spieler 449 Bundesliga-Partien © getty

Im Sport1-Interview äußert sich Kaiserslauterns Vorstandsboss Stefan Kuntz begeistert über seinen Trainer Milan Sasic.

Von Christian Stüwe

München - Mit dem Vorstandsvorsitzenden Stefan Kuntz und Trainer Milan Sasic ist der Erfolg zum 1. FC Kaiserslautern zurückgekehrt.

Nach einer verkorksten Hinrunde übernahmen Kuntz und Sasic im Frühjahr das Ruder am Betzenberg. Am letzten Spieltag konnte dann der Abstieg des Traditionsvereins in die Dritte Liga verhindert werden.

Vor der neuen Spielzeit wurde die Mannschaft umgekrempelt, zehn Spieler gingen, zehn neue kamen. Und der Start in die neue Saison ist gelungen, sieben Punkte stehen nach drei Spielen zu Buche.

Die Euphorie ist zurück

Für das Heimspiel am Freitag gegen den FC St. Pauli wurden bereits 30.000 Karten verkauft, die Euphorie ist in die Pfalz zurückgekehrt.

"Das hat die Mannschaft sich selbst erarbeitet", erklärt Kuntz im Sport1.de-Interview.

Der frühere Stürmer, der 1991 mit den "Roten Teufeln" die Meisterschaft gewann, spricht außerdem über Trainer Sasic, die Ziele des FCK sowie die regionale Konkurrenz aus Mainz, Koblenz und Hoffenheim.

Sport1: Herr Kuntz, sieben Punkte aus den ersten drei Spielen. Hätten Sie mit einem so guten Saisonstart gerechnet?

Stefan Kuntz: Man hofft immer auf einen guten Start. Es ist nicht nur, dass unter dem Strich sieben Punkte stehen. Es ist die Art und Weise, wie die Mannschaft spielt. Das hat schon die eine oder andere Erwartung übertroffen.

Sport1: Was ist denn in der Mannschaft in dieser Saison konkret anders?

Kuntz: Ich denke, im gesamten Verein herrscht eine sehr gute Stimmung. Wir konnten die Euphorie aus dem Abstiegskampf der letzten Saison herüberretten. Wir haben das aufgefangen, die Fans unterstützen uns. Das überträgt sich auf die Mannschaft, die sich qualitativ auch verbessert hat. Außerdem versteht die Mannschaft Milan Sasics Maßnahmen und Ideen immer besser.

Sport1: Der Abstiegskampf hat die Mannschaft also zusammengeschweißt?

Kuntz: Da muss man ein bisschen aufpassen, schließlich haben wir zehn neue Spieler. Aber sicherlich war das eine Basis.

Sport1: Sie haben Milan Sasic bereits erwähnt. Wie groß ist sein Anteil?

Kuntz: Es fällt mir schwer, das in Prozent auszudrücken. Er ist der Hauptverantwortliche im sportlichen Bereich. Er hat für jeden Spieler die richtige Position gefunden und holt aus jedem momentan das Optimale raus. Besser kann ein Trainer nicht arbeiten.

Sport1: Für das kommende Spiel am Freitag gegen St. Pauli sind bereits 30.000 Karten verkauft. Spüren Sie schon wieder die Begeisterung, die den 1. FC Kaiserlautern zu großen Teilen ausmacht?

Kuntz: Das spüren wir. Das hat die Mannschaft sich selbst erarbeitet. Wir hoffen, dass diese Unterstützung Kräfte und Selbstvertrauen freisetzt und die Mannschaft dies in Leistung umwandeln kann.

Sport1: Trainer Sasic hat gesagt, dass er weder vom Auf- noch vom Abstieg reden will. Ist das Saisonziel also tatsächlich ein Platz im gesicherten Mittelfeld?

Kuntz: Im Abstiegskampf hat es sehr gut getan, dass wir einfach nur von Spiel zu Spiel gedacht und nie auf die Tabelle geschaut haben. Das behalten wir so bei.

Hier geht es zum zweiten Teil des Interviews

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