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Florian Bruns (M.) gehört mit drei Treffern zu den Top-Torjägern der Liga © getty

Die Gäste aus Hamburg wollen eine 18 Jahre lange Negativserie beenden, doch der FCK hat neues Selbstvertrauen getankt.

Von Jessica Pulter

München - Mit dem abstiegsgefährdeten Klub der Vorsaison hat der 1. FC Kaiserslautern derzeit kaum Ähnlichkeit.

Drei Spiele und noch keine Niederlage - das hat die "Roten Teufel" bis auf Platz zwei in der Tabelle geführt - nur ein Tor schlechter als der FSV Mainz.

Doch der FC St. Pauli hat gegen Rot-Weiß Oberhausen am vergangenen Spieltag den ersten Dreier der Saison eingefahren und rechnet sich auch beim FCK etwas aus. Die Hamburger wollen die "Hölle vom Betzenberg" bezwingen (Fr., ab 17.45 Uhr LIVE).

"Das Stadion wird brennen"

"Wir werden versuchen, unsere Möglichkeiten zu nutzen", will aber Pauli-Coach Holger Stanislawski gegenüber "Bild" nicht zuviel versprechen.

Florian Bruns ist sich in der "Welt" dennoch sicher: "Das Fritz-Walter-Stadion wird brennen. So etwas wird auch uns motivieren. Das sind die Spiele, die richtig Spaß bringen."

Lange Negativserie

Ein Dreier beim FCK wäre für St. Pauli allerdings eine Premiere, denn in elf Pflichtspielen bei den Lauterern gelang den Gästen noch nie ein Sieg.

Doch nach 18 mäßigen Jahren - solange liegt der letzte Erfolg der Hamburger gegen Kaiserslautern zurück - wird es langsam mal wieder Zeit.

Volles Haus

Das Spiel gegen die Hamburger findet in Lautern vor einem vollen Stadion statt. Knapp 35.000 Karten sollen bereits verkauft sein.

"Wir hoffen, dass diese Unterstützung Kräfte und Selbstvertrauen freisetzt und die Mannschaft dies in Leistung umwandeln kann", meint FCK-Boss Stefan Kuntz gegenüber Sport1.de, der bei der letzten Niederlage gegen Pauli selbst noch im Trikot der "Roten Teufel" auf dem Platz stand.

Sport1.de hat weitere Informationen zu den drei Freitagspielen zusammengefasst:

Lautern - St. Pauli

Bei den Gastgebern hat sich Sebastian Reinert einen Muskelfaserriss zugezogen und wird für die Partie wohl ausfallen. Zudem kommt ein Einsatz für die zuletzt angeschlagenen Mathias Abel, Alexander Bugera und Christopher Lamprecht noch zu früh.

Noch größere Personalprobleme hat Stanislawski im Team der Hamburger - vor allem in der Defensive.

Verteidiger Jan-Philipp Kalla hat sich in dieser Woche einen Außenbandriss im rechten Sprunggelenk zugezogen. Hinzu kommen die Langzeitverletzten, so dass Stanislawski gleich drei Nachwuchsspieler mit in die Pfalz genommen hat.

Aachen - Ingolstadt

Die Alemannia hat personell fast alle Spieler an Bord, trotzdem kann Trainer Jürgen Seeberger mit dem Saisonstart nicht vollkommen zufrieden sein.

"Statt einen Schritt nach vorne zu machen, sind wir in Rostock und Nürnberg nach der Pause jeweils einen Schritt zurückgegangen. Die Mannschaft muss dahin kommen, dass sie ihr Konzept durchspielt", meinte der Coach.

Die Gäste aus Ingolstadt wollen nach zwei Niederlagen in Folge endlich wieder Punkte einfahren und haben das spielfreie Wochenende genutzt, um sich auch taktisch neu zu orientieren.

Oberhausen - Ahlen

Ahlen hat in dieser Spielzeit schon zwei Siege eingefahren, allerdings nur Zuhause. Auswärts dagegen gab es beim FC Augsburg eine 0:3-Klatsche, die durchaus noch höher hätte ausfallen können.

Ähnlich sieht es beim Mitaufsteiger aus der Regionalliga aus Oberhausen aus, der ebenfalls nur im eigenen Stadion Punkte gesammelt hat.

Wichtig für die Gastgeber ist zudem, das Spiel mit elf Mann auf dem Platz zu verlassen.

Beim letzten Aufeinandertreffen im April verlor RWO bereits vor der Halbzeitpause zwei Spieler durch Gelb-rot. Trotzdem endete die Partie mit 0:0.

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