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Andreas Zachhuber übernahm 2009 zum zweiten Mal das Traineramt bei Hansa Rostock © getty

In Rostock schrillen nach dem Pokal-Aus und der Niederlage auf der Alm die Alarmglocken. Die Integration der Neuen macht Sorgen.

Bielefeld - Pokalpleite, Fehlstart und Frust: Der "Zachhuber-Zauber" bei Hansa Rostock ist verflogen. Acht Tage nach der Pokalpleite beim Drittligisten VfL Osnabrück kassierte Hansa am Montag auch die erste Liga-Niederlage seit dem erneuten Amtsantritt Andreas Zachhubers im März.

Der Trainer reagierte erzürnt, und die Spieler machten sich gegenseitig Vorwürfe. "So was hat im Profi-Fußball nichts zu suchen", schimpfte Zachhuber.

"Wir müssen ganz stark aufpassen. Wir haben den Gegner mit Katastrophen-Pässen zum Toreschießen eingeladen", sagte er nach dem 1:3 (0:2) bei Arminia Bielefeld.

"In unserer Kabine ging es heftig zur Sache. Die Jungs haben sich unwahrscheinlich angemacht wegen dieser Fehler."

Neuzugänge noch nicht integriert

Die Erinnerung an die Vorsaison ist gegenwärtig. "Wir müssen gucken, dass wir nicht wieder in diesen Strudel reinkommen", sagte Torschütze Kai Bülow (50.).

Im Vorjahr hatte es einer Serie von elf Spielen ohne Niederlage bedurft, um den Absturz in die Drittklassigkeit zu verhindern.

Die mangelnde Integration der Neuzugänge war auffällig, ist aber keine Ausrede. "Wir sind kein Kindergarten. Da ist es schwer, wenn neue Kinder kommen. Aber wir sind Profi-Fußballer. Da darf es einfach keine Probleme geben", sagte Torhüter Alexander Walke. "Die Ballverluste waren eine Katastrophe."

Erleichterung in Bielefeld

Bei der Arminia herrschte nach dem ersten Heimsieg seit dem 11. November (2:1 gegen Bayer Leverkusen) Erleichterung. "Ganz klar: Wir wollen Erster werden und die Zweitliga-Meisterschale auf dem Balkon hochhalten", sagte Trainer Thomas Gerstner, warnte aber zugleich vor Euphorie:

"Eine Schwalbe macht noch keinen Sommer. Zwei auch nicht. Wir wollten 4:0 gewinnen und Tabellenführer werden. "

Als Mental-Trick hatte der neue Arminia-Coach dieses Ergebnis auf ein großes Plakat im Trainingszentrum geschrieben.

Kampfansage an die Konkurrenz

Doch auch das 3:1, das Christopher Katongo (29.), Giovanni Federico (40.) und Andre Mijatovic (59., Foulelfmeter) sicherten, genügte Gerstner für eine Kampfansage an die Konkurrenz:

"Wenn wir unser Spiel durchbringen, wird jeder Gegner große Probleme haben, uns unter Kontrolle zu halten. Wir sind auf einem richtig guten Weg."

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