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Erik Jendrisek erzielte gegen St. Pauli sein viertes Saisontor © getty

Der FCK bleibt nach einem Sieg gegen den FC St. Pauli weiter in der Erfolgsspur. Erik Jendrisek und Sidney Sam überragen.

Kaiserslautern - Der 1. FC Kaiserslautern hat seinen Siegeszug in der Zweiten Liga fortgesetzt und zumindest bis Sonntag die Tabellenführung übernommen.

Die Roten Teufel gewannen am vierten Spieltag in einer begeisternden Partie 4:1 (1: 0) gegen "Lieblingsgegner" FC St. Pauli und feierten damit den dritten Erfolg in Serie.

Erik Jendrisek (38.) Anel Dzaka (61.), Kai Hesse (63.) und Axel Bellinghausen (74.) erzielten die Treffer für die Pfälzer, die noch nie ein Heimspiel gegen die Hamburger verloren haben.

David Hoilett (50.) hatte in der hektischen Partie mit Platzverweisen gegen Anel Dzaka (62.) von Kaiserslautern und den Hamburger Marc Gouiffe a Goufan (70.) den zwischenzeitlichen Ausgleich erzielt.

Durchwachsene Anfangsphase

Die 41.669 Zuschauer im Fritz-Walter-Stadion sahen eine durchwachsene Anfangsphase der Gastgeber, die viel Glück hatten, dass Gouiffe a Goufan die Hamburger nicht in Führung brachte (2.).

Nach rund zehn Minuten nahmen die Pfälzer dann aber das Heft in die Hand. Obwohl die Einheimischen zunächst zahlreiche gute Möglichkeiten vergaben, wurde das Powerplay noch vor der Pause durch den vierten Saisontreffer des Slowaken Jendrisek belohnt.

Wütende Angriffe

Kurz nach dem Seitenwechsel hätte Dzaka für die frühe Vorentscheidung sorgen können, doch der FCK-Spielmacher traf aus kurzer Distanz per Kopf nicht ins leere Tor (48.).

Nur zwei Minuten später wurde diese Nachlässigkeit durch Hoilett bestraft. Vor dem Treffer setzte sich der Kanadier allerdings mit einem Einsatz am Rande der Legalität durch.

Der FCK reagierte mit wütenden Angriffen auf den Ausgleich und schlug zweimal innerhalb von drei Minuten zu.

Erster Treffer von Hesse

Zunächst traf Dzaka, der nach seinem Treffer das Trikot über den Kopf zog und dafür von Schiedsrichter Georg Schalk (Augsburg) die Gelb-Rote Karte sah. "Diese Regel gefällt selbst dem Schiedsrichter nicht", schimpfte FCK-Trainer Milan Sasic.

Trotz der numerischen Unterlegenheit erzielte der von Bundesligist 1899 Hoffenheim gekommene Hesse seinen ersten Treffer für die Pfälzer, bevor Bellinghausen alles klar machte.

"Die ersten 60 Minuten waren in Ordnung. Was nach dem 2:1 passiert ist, muss ich mir erst noch mal durch den Kopf gehen lassen", zeigte sich St. Pauli-Coach Holger Stanislawski geschockt.

Vor dem Tor des Lauterer Kapitäns Bellinghausen wurde Gouiffe a Goufan nach einem groben Foul an FCK-Torwart Tobias Sippel vom Platz gestellt.

"Wir haben alles gesehen, was es beim Fußball zu sehen gibt. Ich bin sehr glücklich, dass meine Mannschaft so gespielt hat", sagte Sasic.

Jendrisek überragend

Beste Spieler auf Seiten der Platzherren waren Jendrisek und der in der 18. Minute für den verletzten Sascha Kotysch eingewechselte Sidney Sam.

Bei den Hamburgern konnten vor allem Hoilett und Timo Schultz überzeugen.

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