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Die Koblenzer bejubeln ihren Heimsieg gegen Bielefeld © getty

In sieben Minuten gelingen der TuS kurz vorm Schlusspfiff drei Tore. Die Arminia trauert ihren vergebenen Möglichkeiten nach.

Koblenz - Arminia Bielefeld hat in der Zweiten Liga den Sprung an die Tabellenspitze leichtfertig verspielt.

Nach einer 2:0-Führung verloren die Ostwestfalen bei der TuS Koblenz mit Ex-Trainer Uwe Rapolder noch mit 2:3 (0:0).

Die Gastgeber holten mit großer Moral dagegen ihre ersten drei Punkte.

Für den Führungstreffer sorgte der Italiener Giovanni Federico, der nach einer Stunde per Kopfball nach Flanke von Michael Delura erfolgreich war.

Ebenfalls mit dem Kopf erzielte der 85 Sekundenzuvor eingewechselte Zlatko Janjic in der 73. Minute das 2:0. Shefki Kuqi (80.) und der Ex-Bielefelder Benjamin Lense (84.) schafften den Ausgleich, ehe erneut Kuqi den nicht mehr für möglich gehaltenen TuS-Sieg sicherte (86.).

Bielefeld lässt einige Chancen aus

Vor 9600 Zuschauern im Stadion Oberwerth ließ der Bundesliga-Absteiger bei drückender Hitze insbesondere vor dem Seitenwechsel gleich mehrere vielversprechende Einschussmöglichkeiten ungenutzt.

Schon in der dritten Minute verpasste Katongo freistehend, in der 21. Minute traf Pavel Fort mit einem Flachschuss nur den rechten Torpfosten.

Eine Viertelstunde später scheiterte der Tscheche aus kurzer Distanz am Koblenzer Torhüter David Yelldell.

Arminia vergibt Tabellenführung

Für Bielefeld war die Niederlage doppelt schmerzlich: Mit einem Sieg hätte sich das Team bereits am Gipfel der Tabelle festsetzen können.

Chris Katongo und Federico waren die stärksten Akteure in der Mannschaft von Trainer Thomas Gerstner, dem drei verletzte Stammspieler nicht zur Verfügung standen.

Im Team von Coach Uwe Rapolder verdienten sich neben Kuqi Manuel Hartmann und Matej Mavric die besten Noten.

Rapolder: "Ein Sieg der Moral"

Die Koblenzer konnten nach dem Erfolg ihr Glück kaum fassen.

"Unglaublich, was sich hier abgespielt hat. Das war ein Sieg der Moral", meinte Trainer Rapolder:

"Zwischenzeitlich sah es ganz böse aus. Aber wir haben nie aufgegeben und sind belohnt worden."

Gerstner reagiert nicht sauer

Sein Gegenüber Thomas Gerstner war erstaunlicherweise nicht böse.

"Wir haben leider drei Punkte verschenkt. Das Ergebnis ist traurig, aber es gibt auch viel Positives, worauf wir aufbauen können", meinte er:

"Wir haben in der Rückwärstbewegung zu fahrlässig agiert. Das muss man analysieren und dann werden wir beim nächsten Mal auch ein 2:0 nach Hause schaukeln."

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