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Aachens neues Schmuckstück: Der neue Tivoli knüpft an alte Traditionen an © imago

Die Vorfreude auf das neue Stadion in Aachen ist riesig. Zum Auftakt kommt der FC St. Paul, der die große Party verderben will.

Von Daniel Rathjen

München - Die Tribünen sind eng und steil.

Auf übertriebenen Luxus wurde extra verzichtet.

Der neue Tivoli orientiert sich an englischen Fußballstadien - Stimmung und Fußball sollen im Vordergrund stehen.

Am Montag empfängt Alemannia Aachen den FC St. Pauli im neuen "Wohnzimmer" (ab 20 Uhr im neuen LIVE-Ticker ).

Zuvor haben die Alemannen noch mal auf dem Transfermarkt zugeschlagen.

Abwehrspieler Nico Herzig kehrt zurück. Der 25-Jährige erhält einen Zweijahresvertrag, der Vertrag mit dem Ligakonkurrenten Arminia Bielefeld wurde aufgelöst.

Über die Höhe der Ablösesumme gab es keine Angaben. Herzig hatte bereits von 2006 bis 2008 für Aachen gespielt.

"Vorfreude ist riesig"

Er wird mit der ganzen Region dem ersten Pflichtspiel in der Arena entgegen fiebern.

"Die Vorfreude in der Mannschaft ist riesig" verrät Aachens Trainer Jürgen Seeberger vor dem ersten Heimspiel der Saison.

Nach 15 Monaten Bauphase feiert der Tivoli seine offizielle Premiere. 32.960 Zuschauer passen hinein. Gewöhnen durfte sich Seebergers Team an das neue Stadion bereits in den letzten Tagen.

Vor leeren Rängen wurden Trainingseinheiten sowie ein Testspiel gegen Lierse SK absolviert.

Offensiv-selbstbewusst

"Ich bin sehr zufrieden mit den Bedingungen. Wir finden einen erstklassigen Rasen vor. Das ist für uns erstmal das Wichtigste", stellte Seeberger klar.

Doch worauf es den Verantwortlichen ebenfalls ankommt: "Es muss uns gelingen, die alte Tivoli-Stimmung in den neuen mit rüber zu nehmen", wurde öfter gesagt.

Das heißt also: Der FC St. Pauli kann sich auf Lärm von den Fans und eine offensiv-selbstbewusste und kämpferisch-aufopferungsvolle Spielweise der Gastgeber einstellen.

Vier fehlen, Auer kehrt zurück

Wegen des Hypes um den Tivoli warnt Seeberger seine Profis aber vor Leichtfertigkeit. "Es gibt auch taktische Vorgaben, die es mit der nötigen Nüchternheit zu erledigen gilt", ließ er verlauten.

Auf Jerome Polenz, Aimen Demai, Thomas Stehle und Reiner Plaßhenrich, die weiterhin verletzt sind, muss er verzichten. Markus Daun laborierte zuletzt an einer Oberschenkelprellung. Sein Einsatz ist fraglich.

Manuel Junglas ist nach seiner Ampelkarte aus dem Spiel gegen den Karlsruher SC gesperrt. Immerhin rückt Torjäger Benjamin Auer nach überstandenen Hüftproblemen wieder ins Team.

Seeberger warnt vor St. Pauli

Gleichzeitig warnt Seeberger vor dem Gegner: "Das ist eine ganz gefährliche Mannschaft, auf die wir da treffen. Ich erwarte St. Pauli in dieser Saison im oberen Abschnitt der Tabelle."

Der Kultklub habe sich gut verstärkt, nicht zuletzt durch einen "alten Bekannten", so der Alemannia-Trainer. Matthias Lehmann, der vor dieser Saison von Aachen ans Millerntor wechselte, werde "besonders motiviert sein", merkte Seeberger.

"Ähnlich gigantisch wie am Millerntor"

Rund 1500 Fans werden die Paulianer am Montag begleiten. Sie werden ihren lautstarken Beitrag zur stimmungsvollen Atmosphäre liefern.

Max Kruse und Nils Pichinot (beide Oberschenkelprobleme) können die Reise nach Aachen nicht mit antreten.

"Bei den frenetischen Fans denke ich, dass die Stimmung ähnlich gigantisch werden wird wie am Millerntor", glaubt Hamburgs Stürmer Florian Bruns, der auch zwei Jahre in Aachen verbrachte.

Statistik spricht für St. Pauli

Die Statistik weist Pluspunkte für die Kiezkicker auf. Im Hinspiel der vergangenen Saison gewannen die Braun-Weißen mit 3:2. Das Rückspiel endete 3:1 aus Hamburger Sicht.

Auf der anderen Seite sind die Alemannen seit ihrer Heimspielniederlage gegen St. Pauli zuhause ungeschlagen.

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