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Sportdirektor Christian Beeck würde gegen Rostock am "liebsten selber spielen" © getty

Unions Sportdirektor Christian Beeck freut sich auf das Ostderby gegen Rostock und spricht über den Saisonstart der "Eisernen".

Von Matthias Becker

München - Bis 2005 war Christian Beeck noch Aktiver bei Energie Cottbus, spielte in seiner Karriere unter anderem für Rostock und Union Berlin.

Nun sitzt er als Sportdirektor der Union auf der Bank. Auch beim Ostderby gegen Hansa Rostock (ab 17.45 Uhr LIVE), bei dem er "am liebsten selber spielen" würde.

Als "Sicherheitsspiel" beschreibt Beeck das Aufeinandertreffen, fürchtet aber keine Ausschreitungen, denn das Match wird "seit Wochen bis ins letzte Detail vorbereitet".

Der Aufsteiger aus Berlin geht in diesen Schlager als Favorit. Mit zwei Siegen aus zwei Spielen rangieren die "Eisernen" auf dem zweiten Platz, Rostock dagegen ist nur Zehnter.

Der 37-Jährige ist aber nicht überrascht von der guten Leistung seiner Mannschaft - sie setzte einfach um, was sie kann und alle im Verein leisten "ein unglaubliches Pensum".

Im Interview mit Sport1.de spricht Christian Beeck über den Saisonstart, seine Erwartungen für die laufende Saison und die Euphorie in Berlin.

Sport1.de: Zwei Spiele, zwei Siege und eine gelungene Premiere im neuen Stadion. Hätte der Saisonstart für Sie überhaupt noch besser laufen können?

Christian Beeck: Wir sind sehr glücklich über diesen Start mit sechs Punkten, bewerten diese Situation aber nicht über. Es stehen noch 32 sehr schwere Spieltage vor uns.

Sport1.de: Hätten Sie gedacht, dass Ihre Mannschaft schon so weit ist?

Beeck: Wie weit wir sind, werden wir jetzt nicht bewerten. Nicht nach zwei Spielen, dafür bedarf es eines längeren Zeitraumes um ein erstes Fazit zu ziehen.

Sport1.de: Wer hat Sie in Ihrem Team in den ersten Saisonspielen besonders überrascht?

Beeck: Unsere Mannschaft setzt einfach das um, was sie kann. Das sollte man nicht Überraschung nennen. Wir schaffen es momentan, unsere Fähigkeiten richtig einzusetzen. Dafür leisten alle im Verein ein unglaubliches Pensum.

Sport1.de: Als Aufsteiger ist das Ziel naturgemäß der Klassenerhalt. Oder denken Sie an mehr?

Beeck: Wenn wir am Ende der Saison die Klasse gehalten haben, können wir alle sehr stolz sein. Wir waren 5 Jahre nicht im DFL Bereich tätig, das besagt einiges.

Sport1.de: Am Freitag kommt Hansa Rostock in die "Alte Försterei". Ein besonders brisantes Spiel?

Beeck: Selbstverständlich, ein echtes Ostderby vor ausverkauftem Haus. Ich würde am liebsten selber spielen. Für diese Spiele arbeitet man als Fußballer sehr intensiv, das können nicht viele Menschen erleben.

Sport1.de: Haben Sie Sicherheitsbedenken, werden besondere Maßnahmen ergriffen?

Beeck: Es ist ein Sicherheitsspiel und wird seit Wochen von allen Beteiligten bis ins letzte Detail vorbereitet. Ich hoffe und wünsche mir, dass es ruhig bleibt und wir eine tolle Atmosphäre in unserem Stadion haben.

Sport1.de: Haben Sie Sorge, dass die Euphorie in Berlin bei einem weiteren Sieg nur schwer unter Kontrolle zu bringen wäre?

Beeck: Wir werden, egal welches Ergebnis wir erzielen, mit Sicherheit kühlen Kopf bewahren und konzentriert weiterhin unsere Arbeit machen. Dafür sind wir alle zu lange dabei, um irgendwelche Situationen für Aktionismus zu benutzen.

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