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Jörn Andersen kam von den Kickers Offenbach zum FSV Mainz 05 © getty

Mainz hat in den nächsten Wochen schwere Aufgaben vor sich. Zunächst geht es zu einem Bundesligaabsteiger. Der Club schöpft aus dem Vollen.

Von Felix Götz

München - Auch ohne Trainerliebling Jürgen Klopp ist Mainz 05 erfolgreich.

Das zeigten zumindest die ersten drei Spieltage, nach denen sich der FSV mit sieben Punkten ganz oben in der Tabelle angesiedelt hat.

Die nächsten drei Gegner haben es aber mit Hansa Rostock (So. ab 13.45 Uhr LIVE), Nürnberg und Augsburg in sich.

"Wir haben drei harte Nüsse vor uns, und die erste, die wir knacken müssen, ist Rostock", sagt Trainer Jörn Andersen vor dem Spiel an der Ostsee.

Ohne Orestes und Fillinger

Verzichten muss er dabei auf Milorad Pekovic und Daniel Gunkel, die beide gesperrt sind.

Auch Hansa-Coach Frank Pagelsdorf hat Personalprobleme. Neben dem seit langem verletzten Torhüter Stefan Wächter (Kreuzbandriss), fallen auch der Brasilianer Orestes (Muskelfaserriss) und Neuzugang Mario Fillinger (Verhärtung im Oberschenkel) aus.

Die Rostocker sind mit vier Punkten aus drei Spielen eher mäßig in die Saison gestartet. Zuletzt enttäuschte Hansa bei der 0:1-Pleite in Freiburg, wo sie sich kaum eine Torchance herausspielten.

"Wir haben ein Heimspiel, wo wir grundsätzlich offensiv spielen. Und da auch Mainz zu den offensivstärksten Zweitligisten gehört, verspricht es ein Spiel mit vielen Torchancen zu werden", freut sich Pagelsdorf dennoch auf die Partie.

Die weiteren Sonntagsspiele:

Wehen Wiesbaden - Nürnberg

Der Schuh drückt bei Wehen vor allem im Sturm. Bislang erzielten die Hessen in drei Spielen nur zwei Tore und bilden zusammen mit dem FSV Frankfurt die schwächste Offensive der Liga.

Beim ersten Aufeinandertreffen mit dem Club aus Nürnberg überhaupt soll sich das ändern. Mit Sandro Schwarz, Kristjan Glibo und Patrick Bick stehen Trainer Christian Hock drei zuletzt angeschlagene Akteure wieder zur Verfügung.

Auch in Nürnberg läuft es mit vier Punkten und Platz acht noch nicht rund. Zuletzt erkämpfte sich das Team vom neuen Chef-Trainer Michael Oenning immerhin nach einem 0:2-Rückstand noch ein Remis gegen Aachen.

Außer dem langzeitverletzten Wolf (Kreuzbandriss) kann Oenning aus dem Vollen schöpfen.

Greuther Fürth - TuS Koblenz

Fürth-Trainer Benno Möhlmann muss weiter auf den rotgesperrten Martin Meichelbeck verzichten. Nach bereits sechs Gegentoren in drei Partien peilen die Fürther endlich ein Spiel ohne Gegentreffer an.

Koblenz ist nach einem Sieg und zwei Remis weiter ungeschlagen, steht aber wegen der drei abgezogenen Punkte nur im unteren Drittel der Tabelle.

Von einer vernünftigen Vorbereitung auf das Spiel in Franken kann bei der TuS keine Rede sein. Trainer Uwe Rapolder hat acht verletzte Spieler und konnte zuletzt nur mit 16 Akteuren trainieren.

FC Augsburg - SC Freiburg

Augsburg erwischte mit einem Sieg und zwei Niederlagen keinen sonderlich guten Auftakt und hat auch deshalb noch drei Mal auf dem Transfermarkt zugeschlagen.

Jetzt kommt mit dem SC Freiburg ein ganz dicker Brocken ins Rosenaustadion. Wer von den Neuzugängen Daniel Baier, Francis Kioyo und Dino Toppmöller sein Debüt feiern wird, entscheidet sich erst kurzfristig.

Der SC präsentierte sich bisher sehr stark und hat noch kein Spiel verloren. In Augsburg muss Trainer Robin Dutt voraussichtlich auf Stürmer Suat Türker (Infekt) und Innenverteidiger Pavel Krmas (Wadenprobleme) verzichten.

"Wir haben soviel Selbstbewusstsein, um wie vor dem Spiel in Osnabrück zu sagen: Wir wollen gewinnen", gibt sich Dutt trotzdem angriffslustig.

VfL Osnabrück - FSV Frankfurt

Ein ganz wichtiges Spiel für beide Teams, die bisher mit zwei Punkten noch ohne Sieg sind. Der Verlierer steckt zunächst ganz unten im Tabellenkeller fest.

Beim FSV klemmt es im Sturm (nur zwei Tore), beim VfL in der Defensive (bereits acht Gegentreffer).

FSV-Trainer Thomas Oral muss neben Marjan Petkovic auch auf Radek Spilacek, Christian Eggert, Markus Husterer und Thomas Sobotzik verzichten.

Osnabrücks Trainer Pele Wollitz hat außer den langzeitverletzten Thomik, Trehkopf und Grieneisen alle Mann an Bord.

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