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Christian Tiffert (r.) feiert sein Tor gegen Fortuna Düsseldorf © getty

Nach dem klaren Sieg gegen Düsseldorf spricht der Duisburg-Trainer vom Aufstieg. Torschütze Tiffert bremst die Euphorie.

Duisburg - Peter Neururer will wieder im Konzert der Großen mitmischen.

"Ziel ist es nicht für uns, Dritter zu werden, sondern der Aufstieg in die Bundesliga. Das bedeutet Platz eins oder zwei", sagte Neururer, dessen Klub MSV Duisburg nach dem 3:0 (1:0) im Nachbarschaftsduell der 2. Liga gegen Aufsteiger Fortuna Düsseldorf mit acht Punkten auf den Relegationsplatz vorrückte.

So nutzte er die exponierte Bühne, die in der Zweitklassigkeit nur das Topspiel am Montag gewährleistet, um das Selbstbewusstsein eines Topanwärters auf den direkten Aufstieg in die Bundesliga in Worte zu fassen.

"Wichtig für das Selbstwertgefühl"

"Es war Pflicht, dieses Spiel zu gewinnen. Wichtig war nicht nur ein Sieg, sondern ein klarer Sieg. Das war wichtig für die Fans und wichtig für unser Selbstwertgefühl", sagte "Peter, der Große".

Neururer vermisst ganz offensichtlich die Zeiten, in denen er beim 1. FC Köln die sportliche Verantwortung in der Bundesliga hatte oder mit dem VfL Bochum den Einzug in den UEFA-Cup schaffte.

Am 16. November 2008 übernahm Peter Neururer den Trainerposten beim MSV und verpasste die Bundesliga-Rückkehr mit dem Team im Mai als Tabellensechster.

Mit Ben-Hatira und Larsen soll der Aufstieg gelingen

Wenn auch die Leistung gegen die Fortuna nicht berauschend war, der Sieg vor 27.371 Zuschauern durch die Tore von Mihaj Tararache (43.), Christian Tiffert (52.) und U-21-Europameister Sandro Wagner (61.) ging unter dem Strich in Ordnung.

Gute Nachrichten hatte es für den MSV schon vor dem Anpfiff gegeben, als Sportdirektor Bruno Hübner die Leihgeschäfte mit Änis Ben-Hatira (Hamburger SV) und dem ehemaligen Schalker Stürmer Sören Larsen (FC Toulouse) verkündete.

"Mit den beiden Spielern haben wir die Qualität erhöht. Mit dieser Qualität können wir aufsteigen", sagte MSV-Torhüter Tom Starke.

Tiffert will keine Prognosen geben

Angesichts der Erfahrungen aus der vergangenen Saison hielt sich Tiffert aber betont zurück: "Nach dem 4. Spieltag ist noch nicht die Zeit für Prognosen. Am Ende steht ein 3:0 in einem nicht so guten Spiel. Wir haben außerdem ein Wahnsinnsauftaktprogramm", sagte der Torschütze.

Am 5. Spieltag steht das Gastspiel beim Tabellenvierten 1. FC Kaiserslautern an.

Die Fortuna, für die Peter Neururer von April bis Juni 1999 die Verantwortung trug, liegt mit sechs Punkten im Tabellenmittelfeld, ist auswärts aber weiterhin ohne Punkt - und ohne Tor.

"Müssen Naivität ablegen"

Die Chancen waren für Andreas Lambertz oder Neuzugang Dmitri Bulykin durchaus da, doch Aluminium oder Unvermögen verhinderten ein Erfolgserlebnis.

"Wir müssen unsere Naivität ablegen und unsere Lehren aus einem solchen Spiel ziehen", sagte Düsseldorfs Trainer Norbert Meier an seinem ehemaligen Arbeitsplatz.

Den rund 8000 angereisten Düsseldorfer Fans war das Ergebnis übrigens egal. Sie feierten noch 15 Minuten nach Schlusspfiff.

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