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Jürgen Seeberger heuerte im Januar 2008 am Tivoli an © imago

Die Alemannia hat ihren Coach vor die Tür gesetzt. Grund sollen akute Probleme zwischen Seeberger und der Mannschaft sein.

München/Aachen - Alemannia Aachen hat Trainer Jürgen Seeberger entlassen.

Einen entsprechenden Bericht der "Aachener Zeitung" bestätigte der Zweitligist am Samstagabend.

Der 44-jährige Seeberger, der seit dem 1. Januar 2008 in Diensten des Ex-Bundesligisten steht, hatte seinen Vertrag am Tivoli erst im Februar bis 2010 verlängert.

"Wir haben uns das nicht leicht gemacht. Es war sicher nicht so, dass wir unsere sportlichen Ziele mit fünf Punkten aus vier Spielen unmittelbar gefährdet sahen", erklärte Sportdirektor Andreas Bornemann.

"Allerdings ist eine Situation eingetreten, in der wir handeln mussten, um Schaden von der Alemannia und von der Person Jürgen Seeberger abzuwenden."

Angeblich große Probleme mit der Mannschaft

Zuletzt soll es immer wieder Probleme zwischen Seeberger und der Mannschaft gegeben haben, die als Aufstiegsanwärter einen äußerst mäßigen Saisonstart hingelegt hatte.

Erst am vergangenen Wochenende hat die Alemannia mit dem 3:0 gegen den FSV Frankfurt den ersten Saisonsieg gefeiert.

Trotz des Erfolgserlebnisses sollen die Spieler am Donnerstag bei einer Zusammenkunft mit Bornemann und Geschäftsführer Frithjof Kraemer ihren Unmut über Seeberger Luft gemacht haben.

"Die Entscheidungshoheit liegt bei der sportlichen Leitung und beim Geschäftsführer", hatte Bornemann danach erklärt.

Er werde das Gespräch mit dem Team auswerten, um dann "eine Entscheidung zu haben, die wir zeitnah veröffentlichen".

Moritz-Wechsel sorgte für Unmut

Dem Coach wird intern außerdem angelastet, dass er das Mittelfeld-Talent Christoph Moritz zu Schalke 04 ziehen ließ, wo dieser auf Anhieb zum Stammspieler aufstieg.

Bis auf weiteres wird die Mannschaft vom bisherigen Co-Trainer Willi Kronhardt betreut.

Unterstützt wird Kronhardt von Torwart-Trainer Christian Schmidt, Athletik-Trainer Matthias Schiffers und dem derzeit verletzten Profi Reiner Plaßhenrich.

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