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Marco Kurz ist seit September 2007 Chef-Trainer bei 1860 München © getty

Für 1860-Coach Marco Kurz geht es im Montags-Spiel der Zweiten Liga gegen den MSV Duisburg vermutlich auch um seinen Job.

Von Tobias Schneider

München - Nach dem schlechtesten Saisonstart seit 47 Jahren steht 1860-Coach Marco Kurz vor dem Spiel gegen den MSV Duisburg (ab 20 Uhr LIVE ) gewaltig unter Druck.

Eine erneute Niederlage könnte für den 39-Jährigen endgültig das Aus beim Münchner Traditions-Klub bedeuten, der nach drei Spielen Tabellenletzter der Zweiten Liga ist.

"Es ist ganz normal, dass bei Misserfolg Diskussionen aufkommen", sagte Kurz, "meine volle Konzentration gilt jetzt dem Spiel."

Rückendeckung von Reuter

Er weiß aber auch: "Gegen Duisburg zählt nur das Ergebnis. Die Mannschaft ist heiß und will gegen den MSV die Wende schaffen."

Rückendeckung bekommt detr Coach vom Manager. "Wir sind von Marco Kurz' Arbeit überzeugt. Man darf nicht alles von einem Spiel abhängig machen", erklärt der Manager.

Fans schießen gegen Kurz

Doch bei den Anhängern und im meist recht unruhigen Umfeld der "Löwen" hat der Anfang 2007 als Nachfolger von Walter Schachner ins Amt beförderte Kurz hat seinen Kredit nahezu aufgebraucht.

Nach der Heim-Pleite gegen Mainz forderten einige Fans wutentbrannt den Rauswurf. Die sportliche Talfahrt macht sich nun auch in der Zuschauer-Resonanz bemerkbar.

Minusrekord droht

Bis Sonntag hatte das Schluss-Licht lediglich 16.000 Tickets für das Match in der Allianz Arena abgesetzt - Minusrekord. "Ich kann mich an Spiele erinnern, da war die Zuschauerzahl egal. Wichtig ist, dass wir ihnen von Beginn an ein Signal geben", so Kurz.

Das gelang im Jahr 2008 allerdings fast nie: Von den vergangenen 20 Spielen verließen die "Löwen" nur zwei Mal als Sieger den Platz - eine jämmerliche Bilanz.

"Wir müssen von Beginn an unheimlich präsent sein. Wir müssen mit Laufbereitschaft und Aggressivität die Unsicherheit bekämpfen", benennt Kurz die Mittel zum Erfolg.

Zudem drücken die Ausfälle von Stammkräften weiter aufs Gemüt: Berkant Göktan und Markus Schroth fallen ohnehin aus, bei Danny Schwarz wurde jüngst ein Außenmeniskus-Schaden im rechten Knie diagnostiziert.

Der 33-jährige Mittelfeld-Routinier wird noch mindestens den gesamten September über fehlen.

Bommer optimistisch

Während bei 1860 München die Hütte brennt, kann sich Rudi Bommer mit seiner Mannschaft in aller Ruhe auf das Duell bei seinem Ex-Verein vorbereiten.

"Wir richten uns nicht nach dem Gegner. Wir wollen unser Spiel durchbringen und drei Punkte holen", sagte Bommer, der aber vor dem krisegeschüttelten Gegner warnt:

"Angeschlagene Boxer sind am gefährlichsten."

Personell kann Bommer im Gegensatz zu seinem Münchner Kollegen aus dem Vollen schöpfen, alle Mann sind an Bord.

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