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Markus Schupp ist seit dem 3. September Trainer des Karlsruher SC © imago

Im Sport1.de-Interview erklärt KSC-Trainer Markus Schupp, wie seine Mannschaft wieder siegen lernen und Cottbus schlagen soll.

Von Matthias Fiedler

München - Neuanfang beim Karlsruher SC: Nach der Entlassung von Edmund Becker führt nun Markus Schupp Regie.

Im ersten Spiel unter dem neuen Trainer müssen die Badener auswärts gegen Mit-Absteiger Energie Cottbus ran (ab 20.15 Uhr LIVE).

Im Sport1.de-Interview erklärt der ehemalige Co-Trainer von Huub Stevens, warum er sich für den KSC entschieden hat und wie er seine Mannschaft wieder auf die Siegerstraße bringen will.

Sport1.de: Herr Schupp, was war für Sie ausschlaggebend, das Angebot des KSC anzunehmen?

Markus Schupp: Der KSC ist ein Traditionsverein, der in der ersten Liga gespielt hat. Dort nun als Cheftrainer zu arbeiten, ist eine ganz andere Aufgabe und Verantwortung als ich sie als Assistenztrainer in Hamburg und Salzburg hatte. Ich habe hier ein hervorragendes Arbeitsumfeld. Außerdem ist Karlsruhe eine fußballverrückte Stadt mit großer Fankultur.

Sport1.de: Was bedeutet Ihnen die Rückkehr auf die Zweitliga-Bühne?

Markus Schupp: Es ist eine unheimlich interessante Aufgabe und Herausforderung. Ich bin glücklich, dass sich der KSC für mich entschieden hat, um den Verein wieder dorthin zurückzuführen, wo er ursprünglich herkommt.

Sport1.de: Wie gedenken Sie dieses Team, was Ihrer Aussage nach sehr verunsichert wirkt, wieder nach vorn zu bringen? Wo setzen Sie an?

Markus Schupp: Die Jungs haben in der Vergangenheit alle schon gezeigt, dass sie Fußball spielen können. Ich versuche in den Trainingseinheiten herauszufinden, woran es noch hapert. Wichtig ist es, ihnen wieder Sicherheit zu geben und die Freude am Fußball zu vermitteln. Dann stellen sich überzeugende Leistungen auf dem Platz von ganz allein ein.

Sport1.de: Wo sehen Sie die größten Defizite, wo das größte Potenzial?

Markus Schupp: Das fußballerische Potenzial ist da. Wir müssen es nur abrufen. Im Moment versuche ich in erster Linie die Verunsicherung zu lösen. Diese ist allerdings nicht nur bei den Spielern, sondern auch im Umfeld des Vereins zu spüren. Karlsruhe muss einfach wieder positiv an den Fußball herangehen und die Fans begeistern. Nur so schafft man Vertrauen und Rückhalt. Und so wird die Mannschaft auch wieder dauerhaft erfolgreich sein.

Sport1.de: Wo wollen Sie am Saisonende stehen?

Markus Schupp: Wir wollen einen guten einstelligen Tabellenplatz anstreben, wobei das noch nicht so klar definiert werden kann. Der Verein stellt sich im Moment wieder neu auf, was gerade nach einem Abstieg nicht so einfach ist. Viele gute Spieler haben den Verein verlassen und die neuen müssen sich erst einmal einfügen. Dazu kommt die Entwicklung eines Teamgedanken, neuen Hierarchien und Zusammenhalt. Das ist ein Prozess, der dauert. Aber die Jungs ziehen alle richtig mit.

Sport1.de: Das neue Präsidium steht noch nicht fest. Das sorgte im Umfeld etwas für Unruhe. Inwieweit beeinflusst das Ihre Arbeit und Planungssicherheit für die nächsten zwei Jahre als Trainer?

Markus Schupp: Mein Hauptaugenmerk liegt ganz klar auf der Mannschaft. Das heißt, ich bin fürs Training und die erfolgreiche Entwicklung von Spielern verantwortlich. Auf alles, was mit dem Präsidium zu tun hat, habe ich gar keinen Einfluss. Und darüber mache ich mir auch keine Gedanken.

Sport1.de: Wie geht es weiter mit Markus Miller? Kann er in der jetzigen Situation wieder auf den Platz als Stammkeeper hoffen?

Markus Schupp: Ich finde es toll, dass sich der Verein und Markus Miller über eine weitere Zusammenarbeit einigen konnten. Er ist ein Torhüter mit Qualitäten, die er in Vergangenheit schon oft bewiesen hat. Natürlich muss er sich erst einmal wieder in die Mannschaft eingliedern. Markus hat in den vergangenen Monaten vermehrt Einzeltraining gemacht und ist im Trainingsprozess bereits weit vorangekommen. Trotzdem muss er sich beweisen wie jeder andere auch. Ich bin mir jedoch sicher, dass er der Mannschaft in Zukunft weiterhelfen wird.

Sport1.de: Was werden Sie Ihren Jungs nach der Klatsche gegen St. Pauli gegen Cottbus mit auf den Weg geben?

Markus Schupp: Meine Spieler haben alle etwas drauf. Das Negative muss aus den Köpfen. Um gegen Cottbus zu bestehen, müssen wir mit Siegeswillen und Geschlossenheit auftreten. Dann ist alles möglich.

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