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Frank Fahrenhorst (l.) kam vor der Saison aus Hannover nach Duisburg © getty

Der 1. FC Kaiserslautern deklassiert mit einer Galavorstellung Duisburg. Der MSV verliert erstmals auswärts unter Trainer Neururer.

Kaiserslautern - Nach einer Galavorstellung hat der 1. FC Kaiserslautern zumindest für 42 Stunden die Tabellenführung übernommen.

Der viermalige deutsche Meister setzte sich im Verfolgerduell gegen den MSV Duisburg mit 4:1 (1:0) durch und überholte mit 11 Zählern den FC St. Pauli und Union Berlin (beide 10), die erst am Sonntag spielen.

Die bisher punktgleichen Duisburger kassierten dagegen die erste Saisonniederlage und verloren erstmals in der seit November 2007 dauernden Amtszeit von Trainer Peter Neururer auswärts.

Martin Amedick (27.), Sidney Sam (50.), Erik Jendrisek (57.) und Adam Nemec (67.) erzielten die Treffer für die Pfälzer, die auch für den Ehrentreffer des MSV sorgten. Rodnei verkürzte in der 85. Minute per Eigentor auf 1:4.

"Das war eine Schande"

"Das war eine Schande, was wir abgeliefert haben", meinte Neururer und erklärte ironisch: "Wir haben ein überragendes Spiel gezeigt. Allerdings nur sieben Minuten lang. Wir hatten Glück, einen überragenden Torhüter gehabt zu haben und dass die Lauterer nicht alle Chancen genutzt haben. Sonst wäre ein Debakel möglich gewesen."

Auch Torhüter Tom Starke schimpfte: "So ein Spiel hab ich glaub ich noch nie erlebt. Wir haben uns verhalten wie ein Hühnerhaufen. Das müssen wir knallhart ansprechend. Es gab zehn, elf oder zwölf hundertprozentige Torchancen. Das war beschämend."

Lauternn-Coach Marco Kurz war natürlich glücklich: "Die Mannschaft hat ein fantastisches Spiel abgeliefert. Nach so einem Spiel ist der schönste Moment für einen Trainer."

Starke verhindert Rückstand

Schon im ersten Durchgang waren die Lauterer vor 31.033 Zuschauern im Fritz-Walter-Stadion die überlegene Mannschaft.

Rodnei (9.) und Florian Dick (10.) scheiterten zunächst aber am guten Tom Starke im Duisburger Tor.

Nach einer knappen halben Stunde war er aber machtlos, als Amedick eine Freistoß-Hereingabe vor dem immer mehrfach unsicheren Ex-Nationalspieler Frank Fahrenhorst über die Linie drücke.

Sam trifft zum 2:0

Auch nach der Pause parierte Starke zunächst noch gut gegen Jendrisek, dann spielte der FCK den Sieg aber sicher nach Hause.

Nach schöner Vorarbeit von Ivo Ilicevic erzielte Sam drei Tage nach seinem Debüt in der U21 das 2:0, Jendrisek verwandelte das Stadion am Betzenberg nach einem weiteren schulmäßigen Konter endgültig zum Tollhaus.

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