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Mike Terranova (r., gegen Aachens Patrick Milchraum) erzielte sein 3. Saisontor © imago

Oberhausen feiert den dritten Sieg in Folge und klettert auf Platz vier. Alemannia präsentiert sich nach der Trainerentlassung schwach.

Oberhausen - Die Entlassung von Trainer Jürgen Seeberger hat bei Alemannia Aachen noch nicht die erhoffte Wirkung gezeigt.

Das Team von Interimscoach Willi Kronhardt kassierte bei Rot-Weiß Oberhausen am 5. Zweitliga-Spieltag die erste Auswärtsniederlage der Saison und sitzt nach dem 0:1 (0:0) weiter im Tabellenkeller fest.

RWO stellte dank des dritten Saisontores von Mike Terranova (59.) mit dem dritten Sieg in Folge Anschluss an das Spitzentrio her.

"Ziel bleibt der Klassenerhalt"

"Trotz der zehn Punkte bleibt unsere Zielsetzung der Klassenerhalt", betonte jedoch RWO-Trainer Jürgen Luginger: "Wir haben in der ersten Halbzeit unser bisher bestes Spiel gemacht und hätten eigentlich schon 2:0 oder 3:0 führen müssen. Am Ende mussten wir noch zittern", so der gebürtige Niederbayer.

"Das waren sehr wichtige Punkte im Abstiegskampf", ergänzte Terranova.

Kronhardt keine Dauerlösung

Unabhängig vom Spielausgang war schon vor der Partie klar, dass Alemannias Interimstrainer Kronhardt keine Chance auf eine dauerhafte Anstellung als Chef haben würde.

"Wir haben einen Kreis von Kandidaten klar, mit dem wir jetzt sprechen wollen. Aber wir haben jetzt auch viele Spiele, deshalb ist schon das Bestreben da, schnell zu einer Lösung zu kommen", sagte Aachens Sportdirektor Andreas Bornemann am Rande der Begegnung.

Große Ankündigungen, keine Taten

Vor 7143 Zuschauern im Niederrheinstadion war bei Aachen nichts von der von Seebergers Rauswurf erhofften Befreiung zu spüren.

Im Gegenteil: Die Alemannia wirkte verunsichert, RWO beherrschte das Geschehen.

"Wir haben zu viele Bälle verloren und hatten in ein paar Situationen Glück. Da ist noch Luft nach oben", gab Bornemann zu.

"Ich war über die Aachener schon ein bisschen überrascht. Die hatten sich nach der Trainerentlassung viel vorgenommen. Da wurde von Geheimplan und so einer Kinderkacke geredet, aber davon habe ich nichts gesehen", sagt Terranova in seiner direkten westfälischen Art.

Olajengbesi klärt auf der Linie

Besonders das von Kronhardt gewünschte Spiel über außen lahmte. Patrick Milchraum bekam dafür nach 38 Minuten die Quittung, als er im linken Mittelfeld für Kevin Kratz weichen musste.

Nur kurz darauf hatte Aachen die erste gute Chance, doch Babacar Gueye verzog.

Die beste Möglichkeit der ersten Hälfte vergab allerdings RWO-Kapitän Markus Kaya, dessen Schuss Seyi Olajengbesi auf der Linie klärte.

Zweimal Aluminium

Auch nach dem Seitenwechsel das gleiche Bild: RWO hatte Aachen im Griff, scheiterte zunächst aber an Torhüter David Hohs oder wie Marinko Miletic am Pfosten.

Nach einer Flanke des starken Oliver Petersch glückte dann aber dem nur 1,70 m kleinen Terranova per Kopf aus fünf Metern die Führung.

In der Schlussviertelstunde hatte Kaya mit einem von Cristian Fiel abgefälschten Freistoß an den Pfosten Pech.

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