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KSC Trainer Markus Schupp spielt von 1992 bis 1995 beim FC Bayern München © getty

Der neue KSC-Coach fühlt sich in seiner offensiven Strategie bestätigt und setzt auf eine neue Nummer Eins. Cottbus rutscht ab.

München - Nach dem geglückten Einstand war die Krise beim Karlsruher SC schnell vergessen.

Der neue Trainer Markus Schupp und seine Spieler überschütteten sich nach dem 4:2 (1:2) in Cottbus gegenseitig mit Lob und feierten den Sprung auf den zehnten Rang.

Der Cottbuser Trainer Claus-Dieter Wollitz hingegen fluchte und wütete während der Partie und musste am Ende zähneknirschend den Rückschlag eingestehen.

"Ich bin sehr glücklich. Die Mannschaft hat mutig und entschlossen gespielt", sagte Schupp in ruhigen, fast schon bedächtigem Ton. Nach nur anderthalb Wochen der Zusammenarbeit hatte der Coach schon die eigene Handschrift im Spiel der Badener wiedererkannt:

"Neuer Zusammenhalt durch Trainer"

"Die Mannschaft hat versucht, das umzusetzen, was wir in den letzten Tagen ausprobiert haben. Bei Ballverlust schnell umzuschalten, und bei Ballgewinn rasch nach vorne zu spielen."

"Das Ergebnis spricht für den Zusammenhalt, der durch den neuen Trainer entstanden ist", sagte Angreifer Christian Timm.

"Es ist super gelaufen", meinte Matthias Langkamp. Der Abwehrspieler hatte in seinem ersten Saisonspiel von Beginn an die 1:0-Führung der Gäste erzielt: "Wir haben gekämpft und uns durch den Rückstand später im Spiel nicht aus dem Trab bringen gelassen."

Miller zurück im Tor

Ex-Profi Schupp hatte zu seiner Premiere mehrere Umstellungen vorgenommen.

Neben Langkamp durfte auch Torwart Markus Miller, der zwischenzeitlich auf die Tribüne verbannt worden war und erst nach Gehaltsverzicht ins KSC-Tor zurückkehrte, wieder von Beginn an ran.

Beim 1:1 durch den Chinesen Jiayi Shao per direkt verwandeltem Eckstoß verschätzte sich der Keeper jedoch, konnte sich aber im Anschluss steigern.

Offensiv zum Erfolg

Im Sturm bot Schupp in Timm, Niklas Tarvajärvi und Alexander Iashvili gleich drei Stürmer auf. "Wir haben schönen Kombinationsfußball geboten", meinte der Coach und sah sich in seiner offensiven Strategie bestätigt.

Und in der Tat drehten Timm, Lars Stindl und Iashvili mit ihren Toren die Partie nach der Pause noch. "Jetzt wollen wir Freitag nachlegen und unseren ersten Heimsieg landen", kündigte Langkamp an. Gegner ist Schlusslicht FSV Frankfurt.

Beim von Trainer "Pele" Wollitz grunderneuerten FC Energie macht sich mehr und mehr die Erkenntnis breit, dass es ohne die alten Kampftugenden nicht geht. "Wir haben wieder zu passiv gespielt", sagte Wollitz.

Neuzugänge keine Verstärkungen

Der Versuch, mehr spielerische Elemente zu beherzigen und den ergebnisorientierten "Ekelfußball" früherer Tage abzustellen, ist nur punktuell von Erfolg gekrönt. Nach der zweiten Saisonniederlage rutschten die Brandenburger auf Rang acht ab.

"Es ist mehr als ärgerlich, aber diese Rückschläge gehören dazu", sagte Wollitz, dessen Team viel Licht und Schatten offenbarte. Shao hatte mit zwei tollen Toren für die 2:1-Führung gesorgt, umso unverständlich blieb der Einbruch nach der Pause.

Die von Wollitz verpflichteten Neuzugänge Marc-Andre Kruska, Sascha Dum und Markus Brzenska erwiesen sich dabei nicht als die erhofften Verstärkungen.

Kapitän Timo Rost hingegen gehörte wieder nicht zum Kader. Er sei körperlich noch nicht fit, erklärte Wollitz.

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