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Martin Amedick (r.) brachte den FCK in St. Pauli auf die Siegerstraße © getty

Nach vielen vergebenen Chancen bringt Martin Amedick den FCK in Hamburg in Führung. St. Paulis Aufholjagd kommt zu spät.

Hamburg - Der 1. FC Kaiserslautern hat trotz eines Siegs im Zweitliga-Spitzenspiel beim FC St. Pauli die Tabellenführung knapp verpasst.

Die Pfälzer gewannen am sechsten Spieltag im Duell zweier zuvor noch ungeschlagener Mannschaften 2:1 (1:0) und verdrängten den Gastgeber auf den dritten Tabellenplatz.

Allerdings blieb der punktgleiche Spitzenreiter Union Berlin (beide 14 Zähler) vorne, weil er zwei Tore mehr erzielt hat.

Nemec erhöht per Kopf

Vor 23.161 Zuschauern im fast ausverkauften Millerntor-Stadion gelang Martin Amedick mit einem Kopfball vom kurzen Pfosten aus nach Eckball von Alexander Bugera quasi mit dem Pausenpfiff das 0:1 (45.+1).

In der 72. Minute köpfte Adam Nemec aus Nahdistanz nach Flanke von Daniel Pavlovic zum 0:2 ein.

Florian Bruns gelang mit einem verwandelten Foulelfmeter in der 84. Minute nur noch der Anschlusstreffer für die Hamburger.

Hain pariert den Elfmeter

In der 20. Minute hatte St.-Pauli-Keeper Mathias Hain den Rückstand noch verhindern können, als er einen von Bastian Schulz getretenen Foulelfmeter hielt.

Fabian Boll hatte Kaiserslauterns Stürmer Dragan Paljic von den Beinen geholt.

"Wir haben ein Klassespiel abgeliefert. Das Manko war, dass wir den Sack früher zu machen müssen - dann haben wir Ruhe. Die Abschlüsse müssen sitzen", sagte FCK-Trainer Marco Kurz.

"Wir hatten in den ersten 20 Minuten zwar Probleme, haben dann aber immer besser ins Spiel gefunden und letztlich verdient gewonnen. Wir hatten aber auch Chancen für zwei oder drei Spiele. Das wir die Tabellenspitze verpasst haben ist Nebensache", sagte Paljic.

Auch Stanislawski mit der Offensive unzufrieden

Vorstandsboss Stefan Kuntz freute sich über die Leistung einer taktisch hervorragend eingestellten Mannschaft.

Hamburgs Holger Stanislawski haderte mit der Offensive seines Teams: "Wir haben uns ein schlechtes Spiel gegönnt. Die Chancen, die wir weglassen, das reicht für ein paar Spiele."

Bis zu dieser Szene waren vor allem die Hamburger gefährlich gewesen, in der 25. Minute zirkelte Marius Ebbers den Ball von der Strafraumgrenze knapp am Gehäuse vorbei.

Sam und Paljic vergeben

Vor der Pause drängten dann aber die Gäste, Nemec scheiterte in der 35. Minute aus 10 Metern an Hain, eine Minute später schoss Paljic aus der gleichen Entfernung über den Kasten.

Im zweiten Abschnitt hatten Sidney Sam (52.) und Paljic (56.) gute Gelegenheiten zum Ausbau der Führung.

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