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Lukas Szukala strebt mit Aachen den ersten Auswärtssieg an © getty

Nach 16 Jahren treffen Düsseldorf und Aachen wieder aufeinander. Die Alemannia will eine 50 Jahre lange Durststrecke beenden.

Von Martin Hoffmann

München - Eines muss man Michael Krüger schon jetzt lassen.

Seine noch sehr kurze Amtszeit bei Alemannia Aachen hat schon frühzeitig für beste Unterhaltung gesorgt.

Erst seine launige Pressekonferenz zum Antritt, dann das turbulente 4:6 im Pokal bei Eintracht Frankfurt - überaus spaßig war beides.

Und Krüger traut seinem Team auch noch viele weitere vergnügliche Kicks zu: "Mit dieser Mannschaft kannst du nach einer Weile richtig guten Pfeffer-Fußball spielen."

Bei Krügers Ligadebüt in Düsseldorf (Montag ab 20 Uhr LIVE) ist der Entertainment-Faktor aber zweitrangig: Drei Punkte sind die oberste Priorität.

Letzter Auswärtssieg unter "Fiffi" Kronsbein

Ein brisantes Duell ist das Montagsspiel dabei auch so schon: Es ist ein Regionalderby, auf das die Fans beider Teams lange verzichten mussten.

16 Jahre ist das letzte Pflichtspiel her, das die beiden gegeneinander bestritten.

Noch viel weiter liegt der letzte Sieg für Aachen in Düsseldorf zurück: Am 14. November 1959 gewann die Alemannia mit 5:4 - es waren noch zu Zeiten von Trainerdenkmal Helmut "Fiffi" Kronsbein.

Düsseldorf mit breiter Brust

Die Düsseldorfer gehen mit breiter Brust in das Derby-Comeback.

Mit zehn Punkten aus sechs Spielen ist der Aufsteiger gut aus den Startlöchern gekommen, zuletzt war das 4:1 in Ahlen Treibstoff fürs Selbstbewusstsein (DATENCENTER: Der 7. Spieltag).

Hinzu kommt: Die Fortuna ist zu Hause noch ungeschlagen, während Aachen noch auf den ersten Auswärtssieg der Saison wartet.

Alle Düsseldorfer Feldspieler fit

Auch personell sieht es bei der Fortuna gut aus.

Trainer Norbert Meier kann nach eigenen Angaben auf alle Feldspieler zurückgreifen, auch bei Regisseur Marco Christ scheint nach langer Verletzungspause ein Kurzeinsatz drin.

Sorgen bereitet nur noch die Torwartposition: Michael Melka fällt mit seiner Zehenverletzung weiter aus, auch um Ersatzmann Michael Ratajczak wird gebangt.

Sorgen um den Keeper

"Rata" wird von einem grippalen Infekt und Magen-Darm-Problemen geplagt.

Meier appelliert aber recht unverhohlen an Ratajczaks Wettkampfhärte: "Ein bisschen Brechreiz und Nasentropfen, gut und schön, aber ich denke, dass Rata sich am Montag zur Verfügung stellen wird."

Für den Fall der Fälle stünde Reserve-Keeper Maximilian Schulze Niehues parat.

Quartett kehrt zurück

Bei Aachen sind Markus Daun, Jerome Polenz, Mirko Casper und Nico Herzig ins Training zurückgekehrt.

Weiterhin fehlen werden aber die am Außenmeniskus verletzten Andreas Korte und Abdul Özgen.

Ein Fragezeichen steht hinter Aimen Demai, der sich mit einer Ohrentzündung herumschlägt.

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