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Srdjan Baljak (l.) hat für Mainz schon fünf Scorerpunkte in dieser Saison gesammelt © imago

Ohne einen Treffer gehen die Duelle zwischen Mainz und Nürnberg nie aus. Einen Favoriten wollen beide Trainer aber nicht ausmachen.

Von Jessica Pulter

München - Zwei Spiele, zwei Punkte. Das ist die bisherige Bilanz von Trainer Michael Oenning beim 1. FC Nürnberg.

Ein Grund dafür liegt in den Nachlässigkeiten der Mannschaft, die in den letzten drei Spielen immer zuerst mit zwei Toren in Rückstand gerieten.

Das könnte den Nürnbergern auch am Freitag gegen den FSV Mainz 05 (ab 17.45 Uhr LIVE) blühen, denn die Rheinhessen gingen ihrerseits in jedem ihrer vier Saisonspiele mit mindestens 2:0 in Führung.

Allerdings ließ der Tabellenvierte auch zwei Mal den Gegner wieder bis zum Remis rankommen.

Tore sollten auch diesmal fallen, denn noch nie trennten sich beide Teams in 26 Pflichtspielen mit einem 0:0.

Mit Punkt zufrieden

"Mainz ist aber auch kein Gegner, wo wir gewinnen müssen, sondern wo ein Punkt reichen kann", erklärte Club-Coach Oenning, der sich trotzdem etwas mehr "Balance" im Spiel seiner Mannschaft wünscht.

Denn Mainz sei ein Verein, mit dem man sich "messen lassen" kann.

Strutz bestätigt

Die Gastgeber wollen die positive Stimmung nach der Mitgliederversammlung am Dienstag mit in die Partie nehmen.

Dort wurde der gesamte Vorstand um Präsident Harald Strutz einstimmig in seinen Ämtern bestätigt.

"Sie werden von Spiel zu Spiel stärker"

Trotzdem warnt Trainer Jörn Andersen in der "Rhein-Zeitung" vor der Partie gegen den Bundesliga-Absteiger: "Sie müssen ihren Rhythmus finden, sich an die Liga gewöhnen. Aber die Nürnberger werden von Spiel zu Spiel stärker."

Für Andersen ist es auch eine Rückkehr zu seinem Ex-Verein, bei dem er drei Jahre lang als Spieler tätig war.

Sport1.de hat die Fakten zu den weiteren vier Freitagspartien:

Ahlen - Rostock

Der Aufsteiger hat die Chance, mit einem Dreier gegen die Hansa-Kogge zumindest bis Sonntag die Tabellenführung in der Zweiten Liga zu übernehmen.

Zudem sind die Gastgeber in dieser Saison zuhause noch ungeschlagen und können nach abgesessener Sperre wieder mit Torwart Manuel Lenz planen.

Rostock hat dagegen in dieser Saison erst einen Sieg eingefahren und muss auf mindestens vier Spieler verzichten. Stefan Wächter, Orestes, Mario Fillinger und Robert Lechleiter fallen definitiv aus. Fragezeichen stehen noch hinter Regis Dorn und Benjamin Lense.

Eine Statistik wollen die Rostocker aber ausbauen, denn in den bisherigen drei Pflichtspielbegegnungen gegen die Ahlener gab es immer einen Sieg der Auswärtsmannschaft.

Koblenz - Augsburg

Die TuS musste in der vergangenen Woche nicht nur die ersten Gegentreffer der Saison, sondern auch gleich die erste Niederlage einstecken.

"In Fürth hätten wir nach 90 Minuten genauso gut als Sieger vom Platz gehen können", erklärt TuS-Coach Uwe Rapolder. "Dass wir dann in der 86. Minute doch noch den Treffer zum 3:4 hinnehmen mussten, war natürlich bitter. Aber ich bin mir sicher, dass die Mannschaft diese unglückliche Niederlage verkraftet hat."

Mit dem neuen Co-Trainer Artur Platek geht es nun gegen den FCA, der in dieser Saison bereits drei Niederlagen kassiert hat.

Trainer Holger Fach ist dennoch zuversichtlich: "Koblenz ist ein Gegner, den wir in unserem Bereich der Tabelle erwarten. Wenn wir die Leistung aus den ersten vier Spielen wiederholen, werden wir nicht mit leeren Händen aus Koblenz nach Hause fahren."

St. Pauli - 1860 München

Der Sieg gegen den MSV Duisburg am Montag war das erste Lebenszeichen, das die Münchener in dieser Saison von sich gegeben haben.

Mit dem Dreier hat man nicht nur die Fans zufriedengestellt und die Diskussion um Trainer Marco Kurz vorerst beendet, mit einem Schlag haben die "Löwen" zudem die Abstiegsränge verlassen.

Die Hamburger werden froh sein, wieder vor eigenem Publikum zu spielen, denn die Auswärtspartien in dieser Saison liefen nicht nach dem Geschmack von Trainer Holger Stanislawski. Zwei Mal ging man mit drei Toren Abstand in Fürth (2:5) und Lautern (1:4) unter.

Duisburg - Aachen

Nach zwei Heimsiegen und einem Remis will die Alemannia nun auch auswärts einen Dreier einfahren und trifft dabei im gegnerischen Stadion wieder auf einen Bundesliga-Absteiger.

Dass die Duisburger am Montag bei den "Löwen" verloren haben, will Aachens Trainer Jürgen Seeberger nicht überbewerten.

"Es klingt lapidar, aber es ist einfach so: Man muss von Spiel zu Spiel schauen. Wir müssen abwarten, wie sich das Spiel bei den Duisburgern personell auswirkt", so der Coach.

Eine Position wird bei den Gastgebern auf jeden Fall neu besetzt. Für den verletzten Keeper Tom Starke rückt Marcel Herzog in die Mannschaft.

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