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Jonathan Jäger (l.) und Mohamadou Idrissou schießen Freiburg an die Spitze © getty

Zwei überragender Akteure schlagen Wehen-Wiesbaden fast im Alleingang und sorgen für eine Tabellenführung bis Montagabend.

Freiburg - Der SC Freiburg hat eindrucksvoll seine weiße Heimweste bewahrt und die Tabellenspitze in der Zweiten Liga übernommen.

Der ehemalige Bundesligist gewann auch sein dritten Heimspiel der Saison gegen den SV Wehen Wiesbaden 5:0 (1:0) und kletterte mit 13 Punkten auf Platz eins.

Allerdings kann der 1. FC Kaiserslautern am Montag im Gastspiel bei der SpVgg Greuther Fürth die Führung zurückerobern.

Idrissou und Jäger überragend

Die Stürmer Mohamadou Idrissou (53./83./90.) mit einem Dreier- und Jonathan Jäger mit einem Doppelpack (33./64.) erzielten die Treffer für hochüberlegene Breisgauer, die vor allem in der ersten Halbzeit zahlreiche Chancen für einen höheren Sieg vergaben.

Wiesbaden dagegen, in der Vorsaison noch das Überraschungsteam, wartet weiter auf den ersten Saisonsieg und steckt im Tabellenkeller fest.

Wehens Manager will keine Trainer-Debatte

"Heute ging von A bis Z alles schief", sagte ein restlos bedienter Wehener Manager Uwe Stöver, der aber von einer Debatte um Trainer Christian Hock noch nichts wissen wollte: "Es ist noch nicht die Zeit für Konsequenzen."

Hock selbst hofft in den anstehenden Partien im Pokal gegen Alemannia Aachen und in der Liga gegen Rot Weiss Ahlen auf eine Trotzreaktion seiner Mannschaft. "Ich weiß, dass die Mannschaft Charakter hat und dass sie am Mittwoch und am Sonntag zeigen wird, was wirklich in ihr steckt", erklärte er.

Dreimal Aluminium

Vor 12.000 Zuschauern übernahmen die Gastgeber von Beginn an die Initiative und erspielten sich ein Übergewicht im Mittelfeld heraus. Daraus resultierten auch nach der 1:0-Führung zahlreiche Chancen.

Jedoch trafen Idrissou (3.), Kapitän Heiko Butscher per Kopf (36.) und Neuzugang Tommy Bechmann per Freistoß (40.) nur die Latte bzw. den Pfosten.

Einseitige Partie

Auch im zweiten Spielabschnitt beherrschte der Sport-Club die Partie nach Belieben. Einzig die mangelnde Torausbeute könnte Trainer Robin Dutt seinem Team vorwerfen.

"Wir haben von Anfang an gesagt, dass unser Ziel der Aufstieg ist, deshalb müssen wir uns in jedem Spiel voll konzentrieren", sagte der dreifache Torschütze Idrissou. Dutt sieht in der Tabellenführung zu diesem frühen Zeitpunkt der Saison kein Problem:

"Wenn man Ziele formuliert und die auch in den ersten Spielen untermauert, dann kann man auch in die Favoritenrolle schlüpfen und dann wird sich zeigen, ob man mit dieser Rolle auch so umgeht, wie es eines Aufsteigers würdig ist", sagte er.

Nur ein Wehener überzeugt

Als beste Spieler zeichneten sich auf Seiten der Freiburger die Torschützen Jäger und Idrissou sowie Butscher aus.

Bei den insgesamt enttäuschenden Gästen erreichte einzig Linksverteidiger Madi Saidou Panandetiguiri annähernd Normalform.

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