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Chris Katongo (r.) und seine Arminen haben einen neuen Vereinsrekord aufgestellt © getty

Bielefeld ist trotz der Tabellenführung nicht zufrieden. Beim KSC ist die Rückkehr von Ede Becker im Gespräch.

Karlsruhe - Die Einladung zum Essen von Geburtstagskind Giovanni Federico nahmen die Profis von Arminia Bielefeld zwar dankend an.

Die Vorstellung des neuen Zweitliga-Spitzenreiters zuvor schmeckte Trainer Thomas Gerstner aber ganz und gar nicht.

"Es ist nicht so, dass wir die erste Hälfte verschlafen haben. Wir waren gar nicht anwesend. Wenn wir weiter so spielen, werden wir nicht lange Tabellenführer bleiben", sagte der Coach trotz des 1:0 (1:0) im Duell der Bundesliga-Absteiger beim Karlsruher SC.

Obwohl die Arminia den fünften Sieg in Folge feierte und den 1. FC Kaiserslautern aufgrund der besseren Tordifferenz von der Spitze verdrängte, schämt sich Gerstner fast für den Erfolg.

Daran ändert auch nicht, dass die Arminia seit 401 Minuten keinen Treffer mehr kassiert hat und mit der vierten Partie in Folge ohne Gegentor einen Vereinsrekord aufgestellte.

"Nur die Punkte zählen"

"Wir waren über 90 Minuten die schlechtere Mannschaft. Dummerweise zählen aber am Ende nur die Punkte", erklärte der Trainer, dessen Team die Partie vor 15.673 Zuschauern im Wildparkstadion durch das Tor des Tschechen Pavel Fort (43.) für sich entschied.

Auch der Ex-Karlsruher Federico, der seine Teamkollegen einen Tag nach seinem 29. Geburtstag mit Nudeln vom Italiener beliefern ließ, hatte sich seine Rückkehr an die alte Wirkungsstätte anders vorgestellt.

Ziel: Rückkehr in die Bundesliga

"Die erste Hälfte war schlecht. Wir können ganz anders Fußball spielen", meinte der Torjäger, der trotz des glücklichen Erfolgs bereits die Rückkehr in die Eliteklasse anpeilte.

"Letztendlich zählt nur, dass wir jetzt Erster sind. Diesen Platz wollen wir so lange wie möglich behalten.

Fakt ist, dass wir eine hohe Qualität in der Mannschaft haben", meinte Federico, der auch an seine Ex-Mannschaftskameraden dachte: "Wenn noch Essen da ist, können die Jungs gerne mitessen."

Karlsruhe stürtzt ab

Kulinarische Fragen dürften bei den Karlsruhern derzeit allerdings eher zweitrangig sein.

Knapp eine Woche nach der turbulenten Mitgliederversammlung stehen die Badener, die auf den 14. Platz abgerutscht sind, vor ganz anderen Problemen.

So ist die Zukunft von Manager Rolf Dohmen nach wie vor offen und die Rückkehr von Ex-Coach Edmund Becker zum Klub weiter ein Thema.

Dohmen wackelt

"Rolf Dohmen hat einen Vertrag bis zum 30. Juni 2010. Ob wir das korrigieren, hängt von der gemeinsamen Arbeit ab", sagte der neue Präsident Paul Metzger nach einem Gespräch mit dem Manager:

"Er hat viele positive Entwicklungen eingeleitet. Das sehe ich."

Gerne wieder beim KSC möchte Metzger den Vorgänger des jetzigen Trainers Markus Schupp sehen:

Ede Becker wieder ein Thema

"Ede Becker ist ein Urgestein des Klubs", sagte der Klubchef mit Blick auf den Ex-Trainer, der nach dem Ende seines noch bis Sommer 2010 gültigen Cheftrainervertrags einen Anschlusskontrakt für den Scouting- und Trainerbereich bis 2012 besitzt.

Zuletzt aufgekommenen Spekulationen, wonach Becker seinen einstigen Weggefährten Dohmen ablösen soll, widersprach Metzger nicht unbedingt überzeugend.

"In dieser Hinsicht gibt es absolut keine Festlegung", erklärte der Präsident, der trotz der zahlreichen Baustellen und des schlechten Saisonstarts nach wir vor den Aufstieg anvisiert:

"Ich werde dafür ausgelacht, aber wir wollen nach oben. Die Mannschaft hat Substanz und wird erfolgreich sein."

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