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Peter Neururer ist seit November 2008 Trainer beim MSV Duisburg © getty

Im Sport1.de-Interview spricht Peter Neururer über die geäußerten Rücktrittsgedanken und die Zielsetzung mit dem MSV.

Von Julian Ignatowitsch

München - Der MSV Duisburg hängt in der Zweiten Liga bisher seinen eigenen Erwartungen hinterher.

Nach drei Liga-Pleiten in Folge kokettierte Peter Neururer bereits mit seinem Rücktritt, falls sich die Einstellung seiner Spieler nicht ändere. Durch den folgenden 3:1-Sieg gegen Union Berlin kehrte dann wieder etwas Ruhe ein.

Vor dem Spiel bei 1860 München (Sa., ab 12.45 Uhr LIVE) spricht Sport1.de mit dem Trainerfuchs über die geäußerten Rücktrittsgedanken und die unveränderte Zielsetzung mit dem MSV.

Sport1.de: Herr Neururer, vor dem Spiel gegen Union Berlin haben Sie mit Rücktritt gedroht. Inwiefern war das für Sie wirklich ein Thema?

Peter Neururer: Es war eine ernste Überlegung. Wenn die Mannschaft nicht die Einstellung gezeigt hätte, die ich mir erwartet hatte, hätte ich die Konsequenz daraus gezogen.

Sport1.de: Ihr Team hat 3:1 gewonnen und eine gute Leistung gezeigt.

Neururer: Das war mir wichtig. Wir haben auch zuvor schon gute Spiele gemacht, ich erinnere nur an den Pokalerfolg in Mönchengladbach. Dennoch hat eine Reihe von Ergebnissen in der Liga nicht gestimmt. Ich hoffe der Trend hat sich jetzt umgekehrt und wir haben die schlechte Phase hinter uns.

Sport1.de: Kommen die Rücktrittsüberlegungen wieder auf den Tisch, sollte es nicht weiter bergauf gehen?

Neururer: Davon gehe ich nicht aus. Ich denke, dass ich meine Spieler mittlerweile so gut kenne, um zu wissen, dass sie sich voll reinhängen werden und die Einstellung zeigen - da wiederhole ich mich gerne - die ich mir erwarte.

Sport1.de: Ist das Ziel in Duisburg denn weiterhin der Aufstieg?

Neururer: Selbstverständlich. Wir haben zu Saisonbeginn gesagt, wir wollen aufsteigen und daran ändert sich auch nach einer kleinen Niederlagenserie nichts. Wir liegen derzeit zwar nur auf dem elften Tabellenplatz und haben sieben Punkte Rückstand auf Platz zwei, aber die Saison ist noch lang und ich hoffe, dass wir nach dem Spiel in München wieder auf der richtigen Bahn sind.

Sport1.de: Sollte es in Duisburg nicht mit dem Aufstieg klappen, ist dann dort Schluss für Sie?

Neururer: Definitiv. Ein weiteres Jahr mit Duisburg in der Zweiten Liga wird es für mich nicht geben. Mein Ziel ist eindeutig: der Aufstieg. Wenn ich diesen Auftrag, den der Verein mir gestellt hat, nicht erfülle, dann ist Schluss.

Sport1.de: Ihr nächster Gegner ist 1860 München. Wie stark schätzen Sie die "Löwen" ein?

Neururer: Die 1860er sind sicher als Aufstiegsaspirant in die Saison gestartet. Mit Ewald Lienen haben sie einen sehr erfahrenen, fachkundigen Trainer, der das optimale aus der Mannschaft herausholen kann. Aber auch die "Löwen" haben mit Verletzungsproblemen zu kämpfen und mussten wichtige Spieler abgeben. Das hat Spuren hinterlassen und muss in der Saisonplanung berücksichtigt werden.

Sport1.de: Mit Sandro Wagner fällt auch bei Ihnen ein ganz wichtiger Spieler lange aus. Der aus Toulouse ausgeliehene Sören Larsen hat gegen Union drei Tore geschossen. Ist er der passende Ersatz?

Neururer: Ich will gar nicht über die verletzungsbedingten Ausfälle lamentieren. Ein Einzelner wird bei uns aber immer vom Kollektiv ersetzt. Das klingt nach fußballerischem Sozialismus, ist aber eine ganz vernünftige Sache.

Sport1.de: Ihre Gegner in den kommenden Wochen heißen München, Rostock, Koblenz und Ahlen. Genau der richtige Zeitpunkt, um eine Serie zu starten?

Neururer: Ich gucke grundsätzlich nur auf den nächsten Gegner und habe immer das Ziel zu gewinnen. Aber selbstverständlich müssen wir in den nächsten Wochen gute Ergebnisse einfahren, um den Rückstand nach vorne zu verkürzen.

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