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Tom Starke hat für die "Zebras" bisher 26 Erstligaspiele absolviert © getty

MSV-Keeper Tom Starke spricht über die Pokalschlappe gegen den FC Augsburg, deren Konsequenzen und den weiteren Saisonverlauf.

Von Mathias Frohnapfel

München - Beim MSV Duisburg läuft es bislang nicht.

Mit großen Ambitionen war der Ex-Bundesligist in die Zweitliga-Saison gestartet, doch nach zehn Spieltagen stecken die "Zebras" im grauen Mittelfeld der Tabelle.

Und auch der Ausflug in den DFB-Pokal endete am Dienstagabend mit einem Desaster: 0:5 unterlag der MSV im Achtelfinale beim Ligarivalen FC Augsburg.

Doch Duisburgs Keeper Tim Starke zieht im Gespräch mit Sport1.de sogar Positives aus der Pleite und fordert Wiedergutmachung am Sonntag in Koblenz.

Sport1.de: Herr Starke, nach dem 3:1-Sieg über Rostock gab es beim MSV die Hoffnung, dass die Mannschaft aus der Krise rauskommt. Warum lief es im DFB-Pokal gegen den FC Augsburg letztlich so katastrophal?

Tom Starke: Ein Pokalspiel ist schon etwas anderes. Wir haben erstmal die Null gehalten, waren von Anfang aber sicher die unterlegene Mannschaft. Die Augsburger haben das sehr gut gemacht. Wir hatten nicht viel entgegenzusetzen.

Sport1.de: Die Niederlage fiel ziemlich deutlich aus.

Starke: Mit jedem Gegentor, dass du bekommst, machst du noch weiter auf, weil du im Pokal immer noch versuchst nach vorne zu spielen. Da gibt es keine kontrollierte Offensive. Wir haben es stattdessen mit der Brechstange versucht und sind dafür bestraft worden.

Sport1.de: Besteht die Gefahr, dass diese Schlappe die Mannschaft weit zurückwirft?

Starke: Es ist fast besser, dass wir so hoch verloren haben. Denn wenn du nach viel Kampf und Einsatz in der Verlängerung und vielleicht Elfmeterschießen verlierst, wäre es noch bitterer und ärgerlicher gewesen. So nehmen wir das 0:5 mit, haben voll einen auf den Deckel bekommen. Jetzt müssen wir wieder aufstehen.

Sport1.de: Am Sonntag geht es ja schon gegen Koblenz. Wie wollen Sie das Pokal-Aus aus den Köpfen bekommen?

Starke: Das ist ja das Gute, dass gleich das nächste Spiel kommt. Wir haben gar nicht lange Zeit darüber nachzudenken. Wir müssen uns jetzt voll auf Koblenz konzentrieren. Unsere Hauptaufgabe liegt vor allem in der Zweiten Liga.

Sport1.de: In Koblenz tritt der MSV wieder auswärts an. Doch gerade auf gegnerischem Platz tut sich die Mannschaft sehr schwer. Warum?

Starke: Natürlich tun wir uns auswärts schwerer. Wir haben allgemein bisschen Probleme, die sind uns bekannt. Wir müssen langsam anfangen, die Tore nicht so leicht wegzugeben, sondern selbst mal in Führung zu gehen. Wenn wir das schaffen, sind wir auch schwer zu schlagen.

Sport1.de: Der MSV kassierte in der Zweiten Liga schon 18 Gegentreffer. Wie will die Mannschaft diese Baustelle angehen?

Starke: Die individuellen Fehler müssen wir abstellen. Diese einfachen Tore dürfen wir einfach nicht bekommen, wenn wir unser Ziel erreichen wollen. Und vorne müssen wir natürlich auch die Tore machen - ganz einfach.

Sport1.de: Caiuby hat gegen Augsburg Rot gesehen und so das Team geschwächt. Dabei hat der Mannschaftsrat dem Stürmer noch eine Chance gegeben, nachdem er vorm Spiel gegen Hansa zu spät zum Treffpunkt gekommen war. Wie bewerten Sie das?

Starke: Das eine hat mit dem anderen nichts zu tun. Er hat sich gegen Rostock reingehängt, versucht der Mannschaft etwas zurückzugeben und wir haben zusammen gewonnen. Diese Aktion gegen Augsburg hat sicher nichts damit zu tun.

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