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Der 1. FC Kaiserslautern landete vergangene Saison auf Rang sieben. © getty

Nach zwei Pleiten in Folge will Kaiserslautern bei 1860 München zurück in die Erfolgsspur. Doch auch die "Löwen" müssen siegen.

München - Der 1. FC Kaiserslautern ist wieder auf dem Boden der Tatsachen gelandet. Nachdem die "Roten Teufel" bis vergangene Woche das einzige Profiteam in Deutschland ohne Niederlage waren, setzte es zuletzt zwei Pleiten.

Der Heimniederlage gegen Aufsteiger Fortuna Düsseldorf vergangenen Freitag folgte unter der Woche eine 0:3-Klatsche bei Werder Bremen im DFB-Pokal.

Bei 1860 München wollen die Pfälzer am Sonntag (ab 13.15 Uhr LIVE) nun wieder in die Spur finden und mit einem Sieg an Tabellenführer Arminia Bielefeld dranbleiben, der weiter von Sieg zu Sieg eilt.

Kurz gegen den Ex-Klub

Für Lauterns Trainer Marco Kurz ist das Spiel eine Reise in die Vergangenheit, denn der 40-Jährige war bis letzte Saison noch als Trainer in München angestellt.

Kurz selbst will jedoch von einer besonderen Partie nichts wissen.

"Ich will erfolgreich in Kaiserslautern arbeiten. Ich sehe der kommenden Begegnung nüchtern entgegen, habe da nichts aufzuarbeiten. Das wird eine Partie, in der wir Erfolg haben wollen", erklärte der Coach. "Die Thematik 1860 München ist für mich abgehakt."

Sein Team will aber unbedingt die dritte Niederlage am Stück verhindern und gibt sich kämpferisch: "Wir müssen die Geilheit zurückgewinnen", forderte Bastian Schulz.

Pleite in Bremen abgehakt

"Die Stimmung in der Kabine war nach dem Spiel in Bremen natürlich gedrückt, nüchtern betrachtet hatten wir aber gegen diesen Gegner keine Chance. Diese Niederlage haben wir abgehakt und wollen es in München nun besser machen."

Gleichzeitig warnte der Mittelfeldspieler jedoch: "Nach neun Spielen, die wir positiv gestalten konnten und nun zwei Niederlagen in Folge, müssen wir aufpassen, nicht in einen Strudel zu geraten. Aus eigener Erfahrung weiß ich, wie schwer es sein kann dort wieder rauszukommen." (Datencenter: Ergebnisse und Tabelle).

Davon können auch die "Löwen" ein Lied singen, denn die Münchener laufen in dieser Saison ihren eigenen Ansprüchen hinterher und stehen gegen Kaiserslautern stark unter Druck.

"Löwen" unter Druck

"Wir würgen uns immer wieder selber einen rein", hadert 1860-Trainer Ewald Lienen. "Nun stehen wir gegen ein Spitzenteam wieder unter Druck."

Lienen zieht aber genau aus diesem Fakt Hoffnung: "Wir haben das jetzt ein paar Mal hingekriegt. Die Mannschaft ist topmotiviert", erklärte der 55-Jährige.

Unter Druck steht auch der MSV Duisburg. Nach der 0:5-Blamage beim FC Augsburg im DFB-Pokal und der Entlassung von Trainer Peter Neururer muss die Mannschaft jetzt beweisen, dass sie wirklich das Zeug zum Aufstiegsaspiranten hat.

Auf der Bank wird Interimstrainer Uwe Speidel Platz nehmen, aber ein erfahrener Trainer soll zeitnah übernehmen: Als Kandidaten gelten Klaus Augenthaler und Frank Pagelsdorf.

Die Partien des 11. Spieltages im Stenogramm:

SONNTAG

FC Augsburg - Alemannia Aachen:

Die seit zehn Auftritten ungeschlagenen Augsburger wollen an ihre überragende Leistung beim 5:0-Heimsieg gegen MSV Duisburg im DFB-Pokal anknüpfen.

Die auswärts noch sieglosen Aachener warten seit vier Liga-Spielen auf den dritten Saison-Erfolg.

Vorsaison: 3:1 und 4:0

1860 München - 1. FC Kaiserslautern:

Die Münchner haben von ihren letzten fünf Liga-Spielen nur eines gewonnen.

Kaiserslautern will nachweisen, dass die erste Saisonniederlage beim 0:2 gegen Düsseldorf ein Ausrutscher war.

Vorsaison: 1:1 und 0:0

TuS Koblenz - MSV Duisburg

Nach zuvor sieben Partien ohne Sieg, gelang Koblenz zuletzt ein überraschender 2:1-Auswärtserfolg in Fürth.

Duisburg hat seine letzten drei Auswärts-Begegnungen verloren.

Vorsaison: 1:1 und 3:2

MONTAG

Hansa Rostock - FC St. Pauli

Rostock hat seine letzten beiden Partien verloren.

Von den bislang sieben Heimspielen gegen St. Pauli gewannen die Hanseaten sechs.

St. Pauli fuhr in den letzten drei Auftritten immerhin sieben Zähler ein.

Vorsaison: 3:0 und 2:3

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