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Radoslav Jovanovic wechselte 2008 vom FSV Mainz 05 zu Fortuna Düsseldorf © getty

Am 11. Spieltag will Aufsteiger Düsseldorf die Karlsruher ärgern. Der bisher enttäuschende KSC braucht unbedingt einen Sieg.

Von Christoph Haas

München - Am Freitagabend rollt der Ball wieder in Liga zwei.

Mit dem Karlsruher SC und Fortuna Düsseldorf treffen zwei ehemalige Bundesligisten aufeinander (ab 17.45 Uhr LIVE), die vollkommen verschieden in die Saison gestartet sind.

Das Überraschungsteam der Liga aus Düsseldorf steht mit 17 Punkten aus zehn Spielen sensationell auf Platz fünf.

Ganz anders die Situation in Karlsruhe: Der Bundesliga-Absteiger dümpelt im Niemandsland der Tabelle, das anvisierte Ziel direkter Wiederaufstieg ist jetzt schon in weite Ferne gerückt (Datencenter: Ergebnisse und Tabelle).

Fortuna mit breiter Brust

Nach dem souveränen 2:0 gegen Aufstiegskandidat Kaiserslautern geht das Team von Trainer Norbert Meier mit viel Selbstbewusstsein ins Spiel.

Den Ursprung des Erfolges sehen die meisten Beteiligten in Meier selbst. "Mit ihm ist die Fortuna einen Schritt Richtung Professionalität gegangen", sagte Manager Wolf Werner dem "Kicker".

Gegen Karlsruhe will mal nun erneut beweisen, dass es sich beim aktuellen Tabellenplatz nicht nur um eine Momentaufnahme handelt.

Angespannte Personallage

KSC-Coach Markus Schupp muss sein Team vor der schweren Aufgabe in Düsseldorf auf einigen Positionen umbauen.

Dino Drpic sah gegen Oberhausen die fünfte Gelbe und ist gesperrt.

Viele Möglichkeiten bleiben auch in der Offensive nicht: Macauley Chrisantus fehlt nach seiner Tätlichkeit für vier Spiele. Außerdem steht ein dickes Fragezeichen hinter dem Einsatz von Christian Timm, der unter Knieproblemen leidet.

KSC braucht drei Punkte

Trotz den vielen Ausfällen zählt für Markus Schupp nur ein Sieg: "Wir fahren nach Düsseldorf, um dort zu gewinnen", erklärte er.

Der letzte Sieg des KSC liegt bereits vier Spieltage zurück.

Respekt vorm Aufsteiger ist genug vorhanden. Beim letzten Auswärtssieg der Fortuna hat Schupp das Team genau unter die Lupe genommen und spricht von einer "?gut organisierten Mannschaft, die bei Ballverlust schnell umschaltet".

Duell der Absteiger

Spitzenreiter Arminia Bielefeld will am Samstag gegen Cottbus die Tabellenführung weiter ausbauen. Die Arminia hat einen Lauf: Sieben Siege in Folge sprechen eine deutliche Sprache.

Für die abgeschlagenen Cottbuser wird es also nicht leicht werden, auf der Alm Punkte mit nach Hause zu nehmen.

Außerdem trifft Marco Kurz mit Kaiserslautern auf seinen Ex-Klub 1860 München.

Die weiteren Partien des 11. Spieltages im Stenogramm:

FREITAG

Rot-Weiß Oberhausen - SC Paderborn:

Oberhausen blieb in seinen bislang zehn Saisonspielen nur zweimal ohne eigenen Treffer.

Nach zuvor vier Partien ohne Niederlage verlor Paderborn zuletzt gegen Bielefeld mit 0:2.

Gegen Oberhausen warten die Ostwestfalen noch auf den ersten Treffer. Bislang gab es im direkten Vergleich zwei 0:1-Niederlagen.

Union Berlin - FSV Frankfurt:

Nach zuvor zwei Niederlagen in Folge kehrte Union mit dem deutlichen 4:1-Sieg in Aachen in die Erfolgsspur zurück.

Für Frankfurt, das zuletzt beim 3:2 gegen 1860 München seinen ersten Saison-Dreier feierte, gab es auswärts bislang in fünf Spielen absolut nichts zu holen (fünf Niederlagen und 1:16 Tore).

SAMSTAG

Arminia Bielefeld - Energie Cottbus:

Bielefeld feierte zuletzt sieben Siege in Folge, die letzten sechs ohne Gegentor.

Cottbus hat nur eine seiner jüngsten sechs Zweitliga-Partien gewonnen.

Vorsaison: 1:1 und 1:2 in der Bundesliga

Rot Weiss Ahlen - SpVgg Greuther Fürth

Ahlen ist als einziges Team der Liga noch ohne Saisonsieg.

Die Ahlener blieben in dieser Spielzeit nur einmal (0:0 gegen 1860 München) ohne Gegentor.

Fürth siegte zuletzt eindrucksvoll 1:0 gegen den VfB Stuttgart im DFB-Pokal.

Vorsaison: 2:4 und 0:3

SONNTAG

FC Augsburg - Alemannia Aachen:

Die seit zehn Auftritten ungeschlagenen Augsburger wollen an ihre überragende Leistung beim 5:0-Heimsieg gegen MSV Duisburg im DFB-Pokal anknüpfen.

Die auswärts noch sieglosen Aachener warten seit vier Liga-Spielen auf den dritten Saison-Erfolg.

Vorsaison: 3:1 und 4:0

1860 München - 1. FC Kaiserslautern:

Die Münchner haben von ihren letzten fünf Liga-Spielen nur eines gewonnen.

Kaiserslautern will nachweisen, dass die erste Saisonniederlage beim 0:2 gegen Düsseldorf ein Ausrutscher war.

Vorsaison: 1:1 und 0:0

TuS Koblenz - MSV Duisburg

Nach zuvor sieben Partien ohne Sieg, gelang Koblenz zuletzt ein überraschender 2:1-Auswärtserfolg in Fürth.

Duisburg hat seine letzten drei Auswärts-Begegnungen verloren.

Vorsaison: 1:1 und 3:2

MONTAG

Hansa Rostock - FC St. Pauli

Rostock hat seine letzten beiden Partien verloren.

Von den bislang sieben Heimspielen gegen St. Pauli gewannen die Hanseaten sechs.

St. Pauli fuhr in den letzten drei Auftritten immerhin sieben Zähler ein.

Vorsaison: 3:0 und 2:3

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