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Milan Sasic trainierte von 2002 bis 2007 die TuS Koblenz © imago

Nach der vergangenen Seuchensaison hat sich Lautern bislang noch keine Blöße gegeben, der Trainer warnt aber vor Überheblichkeit.

München - Vom Abstiegskandidaten zum Aufstiegsaspiranten:

Nur wenige Wochen nach dem in letzter Minute erkämpften Klassenerhalt bleibt der 1. FC Kaiserslautern das Überraschungsteam der Zweiten Liga.

Doch auch nach dem 1:0 (0:0) bei der SpVgg Greuther Fürth wollte Trainer Milan Sasic keine Träumereien zulassen.

"Wir müssen ruhig bleiben und die Euphorie bremsen", sagte Sasic und fand dabei auch offensichtlich Gehör bei seinen Spielern.

"Wir haben ein gute Mannschaft. Aber wir lassen uns nicht blenden und heben auf keinen Fall ab", sagte Angreifer Kai Hesse.

Punktgleich an der Spitze

Nach fünf Spieltagen stehen die "Roten Teufel" punktgleich mit Spitzenreiter SC Freiburg (je 13 Zähler) auf Platz zwei.

Vier Siege und ein Unentschieden bei 13:6 Toren holte der FCK. Aber inzwischen liegt die Messlatte höher.

"Spielerisch war das nicht das, was ich mir vorstellte", sagte Sasic und beschrieb damit das neue Selbstverständnis der Lauterer.

Anerkennung für den Gegner

Die Quote stimmt bei den Pfälzern, die Einstellung auch. "Die Mannschaft hat läuferisch und kämpferisch alles gegeben und verdient gewonnen", erklärte der 49-Jährige.

Von den Fürthern gab es sogar einhelliges Lob für den Tabellenzweiten.

"Die Lauterer wirkten reifer. Man hat gesehen, dass sie nicht umsonst so weit oben stehen", sagte SpVgg-Stürmer Stefan Reisinger.

Amedick sorgt für Entscheidung

"Die Lauterer stehen kompakt und arbeiten gut gegen den Ball. Sie haben verdient gewonnen", ergänzte Fürths Trainer Möhlmann. Auch wenn er nach seinem 300. Zweitliga-Einsatz meinte, dass der ehemalige Bundesligist "nur um dieses eine Tor besser war".

Dieses eine Tor erzielte FCK-Abwehrspieler Martin Amedick vor 9400 Zuschauern in der 62. Minute per Kopf nach einem Eckball.

Fürth wieder geerdet

Für Fürths Verteidiger Jan Mauersberger hätte der Treffer jedoch nicht zählen dürfen.

"Vor dem 0:1 hat mir ein Lauterer von hinten ein Bein gestellt und ich bin hingeflogen", sagte der 23-Jährige: "Es regt mich sehr auf, dass so ein Foul so ein Spiel entscheidet."

Während für Kaiserslautern im Moment alles nach Plan läuft, hinkt Fürth den eigenen Erwartungen hinterher.

"Wir haben gesehen, dass wir noch nicht so weit sind, um gegen so einen starken Gegner bestehen zu können", sagte Möhlmann, dessen Team nach der ersten Heimniederlage seit sechs Spielen mit sieben Zählern auf Rang sechs rangiert.

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