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Hansa Rostock stieg 1995 erstmals in die Bundesliga auf © getty

Der Verlierer der Partie Aachen gegen Rostock steckt im Tabellenkeller fest. Hansa-Coach Zachhuber verfällt aber nicht in Panik.

Von Felix Götz

München - Vor der Saison hätte kaum jemand gedacht, dass es sich bei der Partie zwischen Alemannia Aachen und Hansa Rostock (Mo., ab 20.15 LIVE) um ein Kellerduell handeln würde.

Nun ist aber genau das eingetroffen, beide Teams sind die Überraschungsgäste im Abstiegskampf. Die Alemannia steht mit 13 Zählern lediglich auf Rang 13, Hansa (zwölf Punkte) ist sogar nur auf Platz 14 zu finden. Datencenter: Ergebnisse und Tabellen

Der Verlierer der Partie steckt erstmal im Tabellenkeller fest.

Nach zuletzt drei Niederlagen in Folge richtet Rostocks Trainer Andreas Zachhuber den Blick wieder nach unten.

"Wir stecken im Abstiegskampf. Ich kann meiner Mannschaft aber derzeit nur den Vorwurf zu machen, dass sie die Torchancen nicht konsequent nutzt", haderte der 47-Jährige.

Keine Panik in Rostock

In der Tat: In den vergangenen drei Partien erspielten sich die Rostocker eine Vielzahl von Möglichkeiten, brachten den Ball letztlich aber nur zwei Mal im gegnerischen Tor unter.

In Panik verfällt Zachhuber deshalb aber noch lange nicht. Kein Wunder: Der frühere Linksaußen hat in der Vergangenheit schon oft heikle Situationen gelöst.

"Solche Phasen gibt es leider, doch ich bin weiterhin überzeugt davon, dass wir auf dem richtigen Weg sind. Wir haben eine charakterlich gute Mannschaft, die heiß und hungrig ist und noch den ein oder anderen Sieg einfahren wird", so Zachhuber.

Kern vor Rückkehr

Unglücklicherweise fehlen ausgerechnet jetzt einige Leistungsträger. Bradley Carnell, Dexter Langen und Oliver Schröder fallen definitiv aus.

Der Einsatz von Martin Retov ist mehr als fraglich. Immerhin können die auswärts bisher schwachen Rostocker (ein Sieg, vier Niederlagen) auf die Rückkehr von Stürmer Enrico Kern hoffen.

"Er ist zwar erst die zweite Woche wieder im Mannschaftstraining, doch dort schon sehr präsent. Und wir brauchen einen Enrico Kern, vor allem wegen seiner großen Erfahrung", sagte Zachhuber.

Vortritt für Krüger

Die Alemannia erwischte einen katastrophalen Saisonstart, schöpfte aber am vergangenen Wochenende durch einen 1:0-Sieg beim FC Augsburg wieder Hoffnung.

Der erste Sieg unter dem neuen Trainer Michael Krüger hatte viel Positives zur Folge.

"An der Tankstelle hat mir eine etwa 75-jährige Frau den Vortritt gelassen, weil wir ja gewonnen haben. So etwas habe ich noch nie erlebt", schmunzelte der 55-Jährige.

Daun fällt aus

Dem Ernst der Lage ist sich Krüger trotz der Scherze bewusst. Schließlich war die Alemannia mit dem Ziel Aufstieg in die Saison gestartet.

"Der Erfolg nutzt uns herzlich wenig, wenn wir ihn gegen Rostock nicht aufwerten", erklärte der Sport- und Geographielehrer.

Verzichten muss er dabei auf die verletzten Markus Daun, Thomas Stehle, Reiner Plaßhenrich und Andreas Lasnik. Ein Fragezeichen steht hinter dem Einsatz von Szilard Nemeth.

Keinen Grund für Übermut

Wie dem auch sei, die Aachener haben keinen Grund die Rostocker auf die leichte Schulter zu nehmen.

"Sie haben jetzt drei Spiele verloren, aber sie haben nicht schlecht gespielt. Gegen St. Pauli waren sie dominant, hatten viel Ballbesitz und gute Torchancen, haben aber das Tor nicht gemacht", sagte Krüger.

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